Von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter

Die Mattheiser Madonna

Das Gnadenbild von St. Matthias in Trier

Sedes sapientiae

 

Diese Webseite steht unter dem besonderen Schutz 

der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria

und der vier Schutzpatrone:

 

hl. Josef, hl. Mutter Anna, hl. Pfarrer von Ars

und hl. Juliana von Lüttich

 

  

Jesus Christus ist die Quelle und das Vorbild aller Heiligkeit. Er ist vor und über allem und alle Heiligen sind Nachbilder seines vollkommenen Vorbilds. Auf sein Leben folgt das Leben der allerseligsten Jungfrau Maria, sie ist ja nach Jesus das höchste Vorbild der Heiligkeit, sie ist die Königin aller Heiligen. Diese Seiten mögen uns dazu helfen, dass wir nie, wegen unserer Traurigkeit, Not oder Enttäuschung in diesem Leben, das Ewige vergessen, sondern unser ganzes Leben zu einem wahren Gottesdienst wird, damit wir immer laut und froh den Spruch verkünden:

 

Gelobt sei Jesus Christus. - In Ewigkeit. Amen.

 

Der schönste Gruß



Gelobt sei Jesus Christus

 

 

Herzlich Willkommen!

 

Liebe Besucherinnen und Besucher dieser Seite,

 

in all den Betrachtungen und Geschichten, die Sie hier lesen können, soll unser Blick unverwandt auf das Bild der Gottesmutter gerichtet sein, das die Kirche mit dem Glaubensschatz empfangen hat und mit eifersüchtiger Sorge bewahrt und das sie - und mit ihr alle Kinder der lieben Gottesmutter - mit eifriger Liebe studiert, um im Lauf der Zeiten darin immer neue, bisher noch nicht gesehene Seiten und Züge der Schönheit und Erhabenheit zu finden. Der Wunsch vieler Marienkinder, die Mutter und ihren göttlichen Sohn, von dem sie nicht zu trennen ist, besser kennen zu lernen, wird hoffentlich zu größter Aufmerksamkeit ermuntern.

 

Zudem kommt Maria, trotz ihrer Größe und Erhabenheit, uns doch näher als ihr göttlicher Sohn. Und wenn nach dem Wort des Apostels unsere Bestimmung der Bestimmung Jesu Christi nachgebildet ist, so müssen wir noch mehr als bisher seiner heiligsten Mutter gleichen. Der Plan der Heiligung wird sich also bei uns ebenso abspielen, wie er sich bei Maria abgespielt hat. Gott hat die allerseligste Jungfrau auserwählt, mit geistigen Reichtümern überhäuft und zum Ziel geführt, wo sie die Krone empfangen hat.

 

Da also der Sohn Gottes auf der Erde eine Mutter haben wollte, sollte sie zugleich auch Mutter und Fürsprecherin von uns Menschen sein, die sich, wenn sie sich fürchten, unter den Schutz der Mutter bergen können. Der hl. Bernhard sagt: „Denn da Christus vom geheimnisvollen Leib der Kirche das Haupt, Maria der Hals und die Gläubigen die anderen Glieder sind, so muss das, was das Haupt den Gliedern mitteilen will, durch den Hals hindurchgehen. So hat es der Erlöser bestimmt, dass alles, was er den Gläubigen ausspendet, ihnen durch die Hände seiner Mutter zufließen sollte.“

Matthias Hergert

 

De Maria nunquam satis

(von Maria nie genug)

Sic tota singulis, quam tota omnibus

(sie ist ebenso für jeden einzelnen wie für alle da)

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Die Bitte um die Fürsprache der Heiligen:

 

Zum Thema Mainstream, Zeitgeist, Trump etc.

und zur Berichterstattung in den Medien:

 

"Mit der Menge muss man eilen,

Mit den Wölfen muss man heulen,

Wer auf eig`nen Fuß sich stellt,

Steht vereinzelt in der Welt;

Eig`ne Überzeugung haben,

Heißt sein Anseh`n untergraben.

Anerkennung, Lob und Ehre

Fanden sonst nur Charaktere,

Heut` wird alles dies geweiht

Schaler Grundsatzlosigkeit.

Wer wie`s Schilfrohr sich kann drehen,

Wird vorm Zeitgeist wohl bestehen."

 

(Fr. Tschulik, Trautenauer Bote vom 25. August 1906)

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Jesus als Kind

 

Die hl. Angela von Foligny sah einst unseren Herrn und Heiland Jesus Christus in Kindsgestalt und vernahm dabei die hehre Stimme:

"Niemand wird mich groß sehen, der mich nicht klein gesehen hat!"

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Die erste Eifersuchtsszene

 

Adam verabschiedet sich von Eva und sagt, er gehe auf die Jagd. Tags darauf kehrt er ohne eine Spur von Beute zurück.

„du wirst mir doch nicht weismachen wollen, dass du auf der Jagd warst! Also, wo warst du?“

„Aber ich bitte dich, meine Liebe, wo soll ich sonst gewesen sein? Du weißt doch ganz genau, dass du die einzige Frau auf Erden bist!“

Eva verzichtet auf eine Antwort. Doch in der Nacht, sobald Adam eingeschlafen ist, zählt sie heimlich seine Rippen.

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Die religiöse Ausbildung der Kinder

 

Es ist sicher allgemeine Überzeugung, dass es im Menschen eine religiöse Anlage gibt, dass diese Anlage sich auch schon im Kind von allein meldet und ihre Ausbildung und Erfüllung findet am Mitleben mit der dem Kind begegnenden Religion. Im frühen Kindesalter wird das Verhältnis des Menschen zur Religion grundgelegt, im Reifealter fällt die Entscheidung über Glauben oder Unglauben, im jungen Erwachsenenalter bildet sich eine umfassende Weltanschauung. Der junge Mensch muss somit gelebte Religion um sich sehen. Für die erwachsenen Christen ergibt sich daraus die Größe ihrer Verantwortung. Daher mag sich jeder immer wieder fragen: Habe ich durch meine persönliche Haltung Tag für Tag den jungen Leuten meiner Umgebung bewiesen, dass ich selbst an Gott glaube und dass ich mich in allem nach Gott richte?

(Aus: „Passauer Bistumsblatt“, 25. Januar 1948)

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Bescheidenheit

 

Duval, der berühmte Bibliothekar Franz I. von Frankreich, beantwortete einst mehrere an ihn gestellte wissenschaftliche Fragen einfach mit: „Ich weiß es nicht!“ „Aber“, rief ihm einer der Fragenden zu, „der König bezahlt Sie ja dafür, dass Sie es wissen sollen!“ Bescheiden und ruhig antwortete der Gelehrte: „Der König bezahlt mich für das, was ich weiß. Wollte er mich bezahlen für das, was ich nicht weiß, so würden alle Schätze seines Landes dazu nicht hinreichen.“ Die größte Weisheit ist ja: „Ich weiß, dass ich nichts weiß!“

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Ein Gottesgericht aus alter Zeit

 

Der heilige Narziss, Bischof von Jerusalem (+ 29.10.212), wurde von drei Bösewichtern, die er ob ihres gottlosen, lasterhaften Lebenswandels öfters zur Besserung ermahnt hatte, aus Rache eines schändlichen Verbrechens angeklagt. Der Richter wollte ihrer Aussage keinen Glauben beimessen. Sie aber bekräftigten ihre Aussage mit einem Eidschwur und mit schrecklichen Verwünschungen gegen sich selbst. Der Eine sagte: „Das Feuer soll mich verzehren, wenn ich falsch schwöre!“ Der Zweite sprach: „Ich will am ganzen Leib aussätzig werden, wenn meine Aussage erlogen ist!“ Der Dritte rief: „Ich will erblinden, wenn meine Behauptung unwahr ist!“ Und was sie zur Bekräftigung ihres falschen Eides gewünscht hatten, ging an ihnen in Erfüllung. – Der Erste verbrannte mit seiner ganzen Familie im eigenen Haus, in dem zur Nachtzeit Feuer ausgebrochen war, und der Zweite wurde am ganzen Leib mit Geschwüren bedeckt. Als der Dritte dieses Strafgericht Gottes sah, ging er in sich und beweinte seinen falschen Eid so lange und bitterlich, bis er erblindete.

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„Der Engel des Herrn.“

 

Zu den Blutzeugen, die unter der Regierung der grausamen Elisabeth von England ihres katholischen Glaubens wegen hingerichtet wurden, gehört auch John Post aus Pereth in der Grafschaft Cumberland.

 

Er war ein kindlicher Verehrer der Gottesmutter. Einen glänzenden Beweis davon gab er noch sterbend den Feinden der Kirche. Als er am Galgen angelangt war, kniete er auf der untersten Stufe der Treppe nieder und betete laut den englischen Gruß: „Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft und sie empfing vom Heiligen Geist. – Gegrüßet seist du, Maria . . .“

 

Dann stieg er auf die zweite Stufe, kniete abermals nieder und betete: „Siehe, ich bin eine Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort“ – mit dem zweiten Ave Maria.

 

Endlich betrat er die dritte und letzte Stufe des Galgens und betete kniend: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ – und das dritte Ave.

 

Dann überließ er sich dem Scharfrichter, um als Blutzeuge für den katholischen Glauben und die katholische Marienverehrung zu sterben. –

 

Wir alle sind schließlich zum Tode Verurteilte. Jeden Tag kommen wir um drei Stufen dem Tod näher, um einen Morgen, um einen Mittag und einen Abend. Machen wir es doch wie jener Märtyrer Englands. Beten wir auf jeder dieser Stufen zum Tod den englischen Gruß; beten wir ihn gewissenhaft am Morgen, am Mittag und Abend! Halten wir Treue der Mutter Gottes – auch im Angelus Gebet!

 

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,

und sie empfing vom Heiligen Geist.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Maria sprach: siehe, ich bin die Magd des Herrn;

Mir geschehe nach deinem Wort.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Und das Wort ist Fleisch geworden

und hat unter uns gewohnt.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Bitte für uns, heilige Gottesmutter,

dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten. – Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt. Lass uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Amen.

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Kreuzfrevel

 

In Nordamerika hatten sich im Jahr 1853 einige deutsche Freidenker zusammengestellt und beschlossen, im fernen Westen eine Stadt zu gründen, in der jeder Deutsche, mit Ausnahme von Priestern und Advokaten, sich niederlassen dürfe. Man gab dem neuen Städtchen den Namen Neu-Ulm. Zehn Jahre lang hatten die Bewohner jeden Priester ferngehalten und so war der Ort ein Sammelplatz der Freidenker geworden. Die Gottlosigkeit war entsetzlich und jedes Jahr wurden dort spöttische Umzüge gehalten, in denen man die katholische Kirche, Priester, Mönche, Nonnen und den Papst verhöhnte. 1862 hatte man sich so weit vergessen, dass man bei einem solchen Umzug ein Kruzifix öffentlich herumtrug und dann unter teuflischen Zeremonien verbrannte. Der Bürgermeister sagte dabei: „Der verbrannte Gott der Pfaffen möge Neu-Ulm nur auch verbrennen, wenn er könne.“ Und er konnte und tat es auch. Noch im selben Jahr brach ein Indianeraufstand aus. Neu-Ulm wurde von den Indianern eingenommen, die Leute in die Häuser getrieben und verbrannt und der Bürgermeister, der das Kreuz getragen hatte, ins Feuer geworfen und an einem Pfahl lebendig verbrannt. Der „Gott der Pfaffen“ hat es gekonnt und auch schrecklich getan.

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Der Vogel Kalander

 

Die Dichter des Mittelalters berichten oft von einem Vogel, der Ähnlichkeit mit den Lerchen, Drosseln, Nachtigallen usw. haben soll und von ihnen Kalander genannt wird. Von diesem Vogel sagt die mittelalterliche Legende, er sei ganz weiß und habe nichts, gar nichts Schwarzes an sich. Wenn der Vogel aber vor einem Kranken stehe und den Kopf dem Kranken zugewendet halte, so genese er, habe er aber den Kopf vom Kranken abgewandt, so sterbe er.

 

Dieser sagenhafte Vogel Kalander war nun ein Sinnbild des göttlichen Antlitzes. Wir beten so oft in den Psalmen, Gott möge uns sein Antlitz zuwenden, auf dass wir gerettet würden, er möge uns nicht verwerfen vor seinem Angesicht, möge sein Antlitz leuchten lassen über uns und uns segnen, möge sein Angesicht wegwenden von unsern Sünden. Und deshalb mahnen wir auch Gott: „Es ist auf uns gezeichnet das Licht deines Antlitzes, o Herr.“ Dazu machen die heiligen Väter, so Ambrosius Hilarius und andere ihre treffenden Bemerkungen: „Darin liegt“, sagt St. Ambrosius, „unser Heil, dass uns Gott anblickt, und in seinem Antlitz ist unsere Hilfe. Denn die, die Gott anblickt, erleuchtet er. Im Antlitz Gottes ist Liebe und Verzeihung.“ „Gottes Augen blicken verachtend herab auf den Stolzen. Und von allen, die in der Sünde verharren, ist Gottes Antlitz abgewendet.“ „Und darin besteht die letzte Strafe, dass Gott dem Menschen das Schauen seines Antlitzes entzieht.“

 

Was der Tod des Leibes für den Körper ist, das ist der geistige Tod für die Seele. Da müssen wir uns nun erforschen, wie es mit uns steht. Einen solchen wunderbaren Kalandervogel haben wir nun freilich nicht: aber unser Gewissen sagt uns, erleuchtet durch das Licht der göttlichen Gegenwart, ob Gott uns sein Antlitz zuwendet oder es von uns abwendet. Wer bewusst im Stand der Todsünde ist, von dem ist Gottes Antlitz abgewendet. Darüber kann kein Zweifel sein. Gottes Augen ruhen nur auf dem Gerechten voll Liebe und Barmherzigkeit, Güte und Freundlichkeit.

 

Einst wird kommen der Tag, wo alle Christi, des menschgewordenen Sohnes Antlitz sehen werden, wenn er auf den Wolken des Himmels erscheinen wird im Lichtglanz der Heiligen, zu richten die Lebenden und die Toten und die Welt durch das Feuer.

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Die europäische Gesellschaft stirbt

 

Donoso Cortés hat in einer seiner berühmten Reden vor dem spanischen Parlament in den Jahren 1849 und 1850 deutlich und prophetisch zum Ausdruck gebracht, wie es um Europa zukünftig bestellt sein wird:

 

„Die europäische Gesellschaft stirbt. Ihre Extremitäten sind bereits kalt. Bald wird es auch ihr Herz sein. Und wissen Sie, warum sie stirbt? Sie stirbt, weil sie vergiftet worden ist. Sie stirbt, weil Gott sie geschaffen hatte, um mit der katholischen Substanz ernährt zu werden und weil Kurpfuscher ihr die rationalistische Substanz als Nahrung verabreicht haben. Sie stirbt, denn wie der Mensch nicht allein vom Brote lebt, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes kommt, so gehen die Gesellschaften nicht nur durch das Schwert zugrunde, sondern auch durch jedes antikatholische Wort, das aus dem Mund der Philosophen kommt. Sie stirbt, weil der Irrtum tötet und weil diese Gesellschaft auf Irrtümern aufgebaut ist. Alles, was die Menschen für unbestritten halten, ist falsch. Die Lebenskraft der Wahrheit ist so groß, dass, wenn die Menschen eine Wahrheit besäßen, diese eine Wahrheit sie retten könnte. Aber der Sturz der Menschheit ist so tief, ihre Dekadenz so radikal, ihre Blindheit so vollständig, ihre Blöße so gründlich, dass sie diese Wahrheit nicht besitzen. Daher wird die Katastrophe, die kommen muss, in der Geschichte die Katastrophe schlechthin sein. Die einzelnen Menschen können sich noch retten, weil sie sich immer retten können. Aber die Gesellschaft ist verloren, nicht deshalb, weil ihre Rettung eine radikale Unmöglichkeit an sich darstellt, sondern weil die Gesellschaft meiner Überzeugung nach ganz offenbar sich nicht retten will. Es gibt keine Rettung für die Gesellschaft, weil wir aus unseren Kindern keine wahren Christen machen wollen und selber keine wahren Christen sind. Weil der katholische Geist, der einzige, der Leben in sich trägt, nicht alles belebt, weder den Unterricht noch die Regierung, noch die Institutionen, noch die Gesetze, noch die Sitten. Es wäre ein gigantisches Unterfangen – das sehe ich nur zu klar –, wollte man den derzeitigen Lauf dieser Dinge ändern. Es gibt keine Macht auf Erden, die das von sich aus fertig brächte.“

Zitat aus: Ludwig Fischer,

Donoso Cortés, Der Staat Gottes.

Eine katholische Geschichtsphilosophie,

Karlsruhe 1933, S. 35

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Noch zu Lebzeiten heiliggesprochen

 

Eine Frage, die die meisten Leute in Erstaunen setzt und verwirrt, wurde einmal im irischen Radio gestellt: „Wer war der einzige Heilige, der bereits zu Lebzeiten heilig gesprochen wurde?“ Niemand konnte hierauf eine richtige Antwort geben. Wir Zuhörer fragten uns, ob die Antwort nicht die sein würde, dass irgendeine große Seele schon in diesem Leben einen solchen Ruf von Heiligkeit besaß, dass sie vom Volk ein Heiliger genannt wurde. Aber dies konnte schließlich auf eine ganze Reihe von Heiligen zutreffen.

Als aber die Antwort erteilt wurde, stellte es sich heraus, dass hinter dieser Frage keine Geschichtsverdrehung und auch kein Trick steckte. Die Antwort ist einfach die: der gute Schächer.

 

Aus: „Glasgow Observer and Scottish Catholic Herald“

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Sie werden nicht klüger . . .

 

Wollte ein großer Staat nur die Hälfte seines Kriegsbrennholzes zum Bauholz des Friedens verbrauchen, wollte er nur halb so viel Kosten aufwenden, um Menschen als um Unmenschen zu bilden, und halb soviel, sich zu entwickeln, als zu verwickeln, wie ständen die Völker ganz anders und stärker da.

Jean Paul

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 „Fräulein, in welchem Monat des Jahres reden Sie am wenigsten?“ fragte der heilige Pfarrer von Ars eine junge Frau, die ihn mit nichtigem Geschwätz belästigte. Als er die Antwort erhielt, sie wisse es nicht, meinte der Heilige: „Das muss im Februar sein, denn der ist um zwei Tage kürzer als die anderen.“

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Die Heilige Messe

 

Gottheit, tief verborgen, betend nah ich dir.

Unter diesen Zeichen bist du wahrhaft hier.

Sieh, mit ganzem Herzen schenk ich dir mich hin,

weil vor solchem Wunder ich nur Armut bin.

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Zwei gute Gründe für diese Seite:

 

1. Das alte Wort:

 

De Maria nunquam satis:

 

Von Maria kann man niemals zu viel schreiben.

 

2. Die Kirche legt Maria das Wort in den Mund:

 

Qui elucidant me, vitam aeternam habebunt:

 

Die mich ins Licht stellen, werden das ewige Leben haben.

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Das Gesicht des Rosenkranzes

 

Jeder Rosenkranz hat sein Gesicht. So gibt es nichtssagende und ernste, zerbrechliche und feste Rosenkränze, solche, bei denen es schwer ist, in Andacht zu kommen, und solche, bei denen die Andacht von selber kommt.

 

Ich habe ein Stück Rosenkranz von einem alten Missionar. Er ist nicht einmal mehr ein zusammenhängendes Gesetz, aber es wiegt Berge von modernen Rosenkränzen auf. Man muss es ruhig vor sich in der Hand liegen haben und sehen, wie die einzelnen Glieder fest wie Kettenringe ineinanderhängen, muss fühlen, wie jede Perle hart und fest aus einem guten, alten Holz und doch glatt und zart auf ihre Weise ist. Wenn ich feststellen will, was für ein Gesicht ein Rosenkranz hat, brauche ich ihn nur neben dieses Stück zu legen, gleich geht ein brüderlicher Strom, zieht eine innere Verwandtschaft hinüber, oder aber seine Hohlheit ist enthüllt und er – ist einer dieser dünngliedrigen Rosenkränze, die schwindsüchtig und nichtssagend wie die Gebete sind, die an ihnen herunterfließen.

 

Dieses Stück Rosenkranz eines alten Missionars gibt auch Antwort darauf, ob ein Rosenkranz etwas für einen Mann sei. Es hat in einer Hand gelegen, die ebenso den Spaten zu handhaben wie die Feder zu führen, ebenso die Flinte wie das Kreuz zu heben verstand, die um die schwere Arbeit im Weinberg des Herrn, um den erbitterten Kampf für Seelen wie um den Kampf um das eigene nackte Leben wusste.

 

So beantwortet sich diese Frage von selbst! Auch ist der Rosenkranz ein Kampfgebet und damit ein rechtes Gebet für den Mann, in den Türkenschlachten bei Lepanto (1571) und Peterwardein (1716) bewährt und nach dem Sieg vom Papst für die ganze Christenheit eingeführt. Es ist ein Gebet, das einmal den Bestand des Abendlandes gesichert hat und damit heute von größter Aktualität ist. Wenn es noch nie so schlecht um das Abendland gestanden hat wie heute, wo der Feind nicht mehr an einer Grenze, sondern im Niedergang des abendländischen Menschen mitten unter uns steht, dann ist die größte Stunde des Rosenkranzes gekommen. Schlingen wir ihn also fest um die Faust, fühlen wir die Not und Inbrunst, fühlen wir das christliche Blut von acht Jahrhunderten in ihm pochen, und lassen wir nicht nach, bis der Herr uns auch diesmal durch seine Mutter den Sieg, den Sieg über den abendländischen Menschen verliehen hat.

Ludwig Lenzen in

Münchener Katholische Kirchenzeitung vom 5. Oktober 1947

 

 

Die Gottesmutter zählt sie . . .

 

Zu Fuß kamen Pilger aus dem fernen Marseille nach La Salette. Unter ihnen befand sich ein 74jähriger Greis.

 

„Wieviele Kilometer haben Sie von Marseille an zurückgelegt?“, fragte man ihn. In seinem klingenden Marseiller Dialekt, in dem auch die Liebe seines Herzens zur Gottesmutter mitschwang, antwortete er:

 

„O, ich habe sie nicht gezählt. Aber die Gottesmutter zählt sie.“

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Die verzeihende Güte hat ihren Grund

 

In einem norwegischen Buch las ich eine ergreifende Geschichte: Ein alter Edelmann von hohen menschlichen Eigenschaften liegt auf seinem letzten Lager. Seine Familie hatte ihm übel mitgespielt. An schweren Enttäuschungen hatte es nicht gefehlt. Dennoch ist der Sterbende ganz ohne Groll und von großer, verzeihender Güte. Seine Frau bricht in die reuigen Worte aus: „Was dachtest du, als wir dich so elend hintergangen und verraten hatten?“ Sanft erwiderte der Sterbende, ihr Haar streichelnd: „Ich dachte daran, wie oft ich Christus verraten habe.“

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Wo Jesus ist

 

Ein protestantischer englischer Prediger, den es mächtig zur katholischen Kirche hindrängte, kam einmal nach London, begleitet von seinem fünfjährigen Töchterlein. Sie begaben sich in eine katholische Kirche und der Blick des Kindes wurde vom Ewigen Licht angezogen, das vor dem Altar brannte. „Vater, was soll diese Lampe da“, fragte das Kind. „Das soll bedeuten, mein Kind, dass Jesus in dieser Kirche ist, und zwar hinter der kleinen, goldenen Tür, die du auf dem Altar siehst.“ „Vater, ich möchte so gerne Jesus sehen“, bat das Kind. „Aber die Tür ist ja geschlossen, mein Kind“, sagte der Vater, „zudem ist er auch verborgen unter einem Kleid und du würdest ihn doch nicht sehen.“ Doch das Kind wiederholte: „Ich möchte so gern Jesus sehen!“ Darauf gingen sie in eine protestantische Kirche. Dort gab es weder Lampe noch Tabernakel. „Aber Vater, warum ist denn hier keine Lampe?“ „Weil Jesus nicht da ist, mein Kind!“ Das Kind öffnete erst ganz verwundert seine großen, unschuldigen Augen, dann war es still und in sich gekehrt. Von da an wollte es nur mehr in die katholische Kirche gehen, „wo Jesus ist“, und selbst der protestantische Vater konnte es nicht mehr in seine Kirche zum Gottesdienst bringen. „Ich will dahin gehen, wo Jesus ist“, sagte es immer, „hier ist er nicht“. Auf den Vater machte das einen fürchterlichen Eindruck, er wurde erschüttert. Er begann mit seinem Kind zu fühlen, dass es nur dort gut sein könne, wo Jesus ist. Doch er musste abschwören und verlor dadurch seine Stelle, das war sehr hart, denn er verlor einen Gehalt von 2000 Mark, von dem er und seine Familie lebte. Und er brachte dieses Opfer und seine Frau mit ihm. Sie sagten mit ihrem Kind: „Ich will dahin gehen, wo Jesus ist“, suchten sich eine Anstellung und fanden sie auch, die sie reichlich ernährte.

„Ave Maria“, Februar 1911

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Das Gebet hat einen langen Arm

 

Als im Jahr 1837 der edle Bekenner-Bischof Klemens August von Köln auf der Festung Minden gefangen saß, besuchte ihn eines Tages ein Freund, der furchtsam, wie er war, dem Erzbischof die Bemerkung machte, er fürchte für die Sache der Kirche in Deutschland einen schlimmen Ausgang. Der Erzbischof kannte sich aber besser aus in der göttlichen Weltregierung als der zaghafte Mann und erwiderte ihm: „Sei ohne Sorge, das Gebet hat einen langen Arm!“ Er wollte sagen: wegen dieser über Deutschland hereinbrechender Stürme brauche der Kirche nicht bange zu werden; denn dadurch würden die Katholiken aufgerüttelt, lernten wieder beten, und das Gebet reiche hinauf bis zur Allmacht und Güte Gottes, die alles vermag.

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Es gibt einen Gott

 

Der Gottesleugner Whytney in Amerika hat ein sehr auffälliges Ende genommen und sein Tod bestätigte die Wahrheit: „Gott lässt seiner nicht spotten.“ Das liberale Weltblatt „New York Herald“ brachte im Dezember 1904 nachstehenden Bericht:

 

Whytney befand sich in der Stadt Baltimore im Wirtshaus in Gesellschaft von mehreren Freunden und Kameraden. Das Gespräch kam auch auf religiöse Dinge und im Besonderen auf die Frage, ob es einen Gott gebe. Während die ganze Gesellschaft ihren Glauben an das Dasein Gottes einmütig bekannte, leugnete Whytney diese Fundamentallehre des Christentums und fügte seinen Worten noch folgende Gotteslästerung bei: „Der Beweis, dass es keinen Gott gibt, besteht darin, dass ich diesen sogenannten Allmächtigen jetzt auffordere, mich auf der Stelle zu töten. Das wird er aber hübsch bleiben lassen, weil er eben nicht besteht.“ Und was geschah? Kaum hatte der Gottesleugner diese gotteslästerliche Rede gesprochen, als er sofort tot niederfällt. Die Versuche seiner Freunde, ihn wieder zum Leben zurückzurufen, waren umsonst, er war und blieb tot! Das Ereignis machte in der ganzen Stadt einen ungeheuren Eindruck.

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Ein britischer Minister zum „Vater unser“

 

Aus „The Tablet“, London, 17. Januar 1948

 

Sir Stafford Cripps erklärte auf der Tagung des Evangelischen Weltbundes:

 

„Jeder in diesem Saal hat gelehrt erhalten zu beten: „Zu uns komme dein Reich“. Wenn wir einen Mann auf der Straße fluchen hören, verurteilen wir dies und erklären, er führe den Namen Gottes vergebens. Aber es gibt eine zehnmal schlimmere Art, den Namen Gottes vergebens zu führen. Dies ist der Fall, wenn wir Gott um etwas bitten, was wir gar nicht wollen! Ein solches Gebet liebt der Herr nicht. Wenn ihr etwas nicht wollt, dann bittet auch nicht darum! Wenn ihr Sein Reich nicht wollt, dann betet auch nicht darum! Aber wenn ihr es wollt, dann müsst ihr mehr tun als nur darum beten; ihr müsst dafür arbeiten. Unser Leben wäre in der Tat düster und ziellos, wenn wir denken müssten, dass das Ende von allem in unserem Leben das wäre, Besitz anzuhäufen und dann zu sterben, um diesen Besitz anderen zu ihrer Freude zu hinterlassen. Unser christlicher Glaube ist es, der unser Leben erst lebenswert macht, aber nur, wenn wir einen absoluten Glauben haben. Dieser Glaube ist entweder alles oder nichts. Wenn wir uns an die göttliche Wahrheit halten, dann muss sie unser ganzes Leben regieren und lenken. Glauben wir aber nicht daran, dann ist alles nur eine Täuschung. Glaube ohne Werke ist das gleiche wie eine Glaubensverleugnung. Gebet ohne entsprechendes Handeln ist eine Beleidigung Gottes.“

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"Jede Reformation, die nicht aufmerksam darauf achtet, dass das zu Reformierende im Grunde jeder Einzelne ist, ist Sinnenbetrug."

 

Kierkegaard

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Das gilt auch heute noch!

 

„Wer Korn, Fleisch und Wein aufkauft, um deren Preis in die Höhe zu treiben und auf Kosten anderer Geld zu erbeuten, ist nach den Satzungen des kirchlichen Rechtes ein gemeiner Verbrecher. In einem guten Gemeinwesen muss der willkürlichen Verteuerung der für Nahrung und Kleidung unentbehrlichen Dinge entschieden vorgebeugt werden; in Zeiten der Not kann man Kaufleute, die solche Waren besitzen, zwingen, dieselben zu einem gerechten Preis zu verkaufen. Denn in jedem Gemeinwesen kommt es vor allem darauf an, wie die Kirchenväter lehren, und schon die Natur der Sache verlangt, dass für die Gesamtheit der Angehörigen gesorgt werde, nicht dass eine kleine Anzahl sich zum Nachteil und Verderben der großen Menge ungebührlich bereichere und mit ihrem Reichtum schmarotze und buhle.“

 

So schrieb der berühmte Benediktinerabt Johann Trithemius von Sponheim schon vor über 500 Jahren. Der Abt lebte von 1462 bis 1516.

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Ein nützlicher Zeitvertreib

 

Sprichwörter sind nicht immer "Wahrwörter". Es gibt Sprichwörter, die oft missdeutet und missbraucht werden und so zu falschen Sprichwörtern werden. Denken wir einmal darüber nach, welche falschen Deutungen bei den folgenden Sprichwörtern gebraucht werden. Das ist so interessant wie das Lösen eines Rätsels, nur das es nützlicher ist:

 

  1. Einmal ist keinmal.

  2. Man ist nur einmal jung.

  3. Man lebt nur einmal auf der Welt.

  4. Selber essen macht fett.

  5. Jeder ist sich selbst der Nächste.

  6. Gedanken sind zollfrei.

  7. Was mich nicht brennt, das blas` ich nicht.

  8. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

  9. Es hat jeder Mensch seine Fehler.

10. Andere machen es auch so.

11. Wer unter den Wölfen ist, muss mit ihnen heulen.

12. Jugend muss sich austoben.

13. Jugend hat keine Tugend.

14. Rom ist auch nicht an einem Tage erbaut worden.

15. Morgen ist auch noch ein Tag.

16. Kommt Zeit, kommt Rat.

17. Ende gut, alles gut.

 

Vielleicht weißt Du noch andere Sprichwörter, und Redensarten, die oft missbraucht werden?

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Der Schriftsteller Friedrich Leopold Graf zu Stolberg berichtet Folgendes:

Ich las in diesen Tagen, was ein 19jähriger Schäferknabe, der in menschlichen Dingen ungelehrt, in göttlichen aber erleuchtet war, einem frommen Priester sagte:

 

Gott fordert nur drei Dinge von uns, nämlich dass wir die Ewigkeit der Zeit, die Vernunft den Sinnen und den Schöpfer den Geschöpfen vorziehen.

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Dankbar an die Quelle denken !

 

Mir als Chinesen ist es unmöglich, Christus anzubeten, ohne seine Mutter zu ehren. Ein chinesisches Sprichwort sagt: "Eine Mutter wird geehrt wegen ihres Sohnes; ein Sohn wird geehrt wegen seiner Mutter". So sind Mutter und Sohn unzertrennlich. Den Sohn zu ehren und gleichzeitig die Mutter zu verunglimpfen, ist der Höhepunkt der Torheit und Barbarei.

 

So sagt uns Jesus: "Den Baum erkennt man an seinen Früchten". Da nun Jesus die Frucht ihres Schoßes ist, ist es leicht, auf die Tugend unserer Mutter zu schließen, würde der Chinese sagen. Denn wir haben ein Sprichwort, das charakteristisch ist für unsere Lebensphilosophie. Es lautet: "Wenn du Wasser trinkst, musst du dankbar an die Quelle denken!"

 

Die heilige Dreifaltigkeit ist die Quelle von allem. In der Menschwerdung stieg das Wort herab, um aus einer menschlichen Quelle, der allerseligsten Jungfrau, zu fließen. Wenn Jesus unser Erlöser ist, wie dankbar sollten wir da derjenigen sein, die ihn geboren hat.

 

Dr. John Wu, ehem. Gesandter Chinas beim Heiligen Stuhl

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Wenn man nach außen

den Menschen misst,

ich weiß es von mir,

wie falsch es ist.

 

Da scheint oft arm,

was innen reich.

Da scheint oft hart,

was innen weich.

Da scheint oft eng,

was innen weit.

Da scheint oft Lust,

was innen Leid.

Da scheint oft schwarz,

was innen Licht.

 

Drum: Richte nicht !

 

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Sechs Stücke vom guten Sterben

 

Die soll der Mensch sich alle Tage vornehmen, bis dass er wohl zu sterben gelernt hat:

 

1. Das erste ist, dass der Mensch sich soll kehren zu Gott mit einer wahren ganzen Reue und dem Vorsatz, dass er eine Todsünde nimmermehr tun will.

 

2. Das andere: es soll sich der Mensch von allen zeitlichen Dingen abwenden und soll sich kehren zum ganzen himmlischen Hof der Engel und Heiligen, sie zu bitten, dass sie ihm ein Geleit seien von diesem vergänglichen in das ewige Leben.

 

3. Das dritte ist: er soll sich kehren zu den heiligen Wunden unseres lieben Herrn und dahinein seine Zuflucht nehmen.

 

4. Das vierte ist, dass sich der Mensch opfern soll als ein lebendiges Opfer unserem lieben Herrn, sich ergeben in das Leiden und den Tod, aus Dank, für Jesu Tod aus der Begier, bei Christus zu sein.

 

5. Das fünfte ist: der Mensch soll lang im voraus wünschen und Begehren, dass all sein Todesweh fruchtbar und geheiligt werde im Leiden und Sterben unseres lieben Herrn.

 

6. Das sechste ist: so der Mensch sterben soll, soll er sich gründlich und fest senken in den christlichen Glauben und darin bleiben und soll sich dann Gott gänzlich lassen, in Seinen Willen, mit ganzem festem Vertrauen, dass Er ihn nicht lassen wolle, und sich Ihm ganz befehlen in allen Dingen.

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Eine Umwandlung der Herzen haben wir uns zum Ziel gesetzt,

 

ohne Feldgeschrei, ohne Waffengetöse,

ohne Worte des Zorns und der Drohung,

ohne Prahlen mit Macht und Sicherheit.

 

Ich fühle mich im Gewissen verpflichtet, unseren Gegnern öffentlich diese Antwort zu geben, da sie in der Tätigkeit der Katholiken immer einen Anschlag auf die öffentlichen Einrichtungen sehen und sie vor dem Volk als Störer der öffentlichen Ordnung brandmarken.

Papst Pius X.

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Das ist so des Menschen Art: wenn ihm aller Ausweg abgeschnitten ist, wenn nichts mehr verfangen will aus eigenen Kräften, dann erst, aber leider auch dann erst, beginnt er den rechten Helfer, Gott, zu suchen.

Adolf Kolping

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Die Sprache der Dome

 

Als Heine vor dem alten, wunderbaren gotischen Dom von Antwerpen stand, rief er voll Erstaunen: "In jenen Zeiten hatten die Menschen eben Dogmen! Wir haben nur Meinungen. Mit Meinungen lassen sich keine Dome bauen."

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Weisheit

 

Die Menschen von heute verschwenden zu viel Zeit, auf Reden und Gedanken anderer Menschen zu horchen. Es wäre viel besser, wenn sie sich mehr Ruhe gönnten, um ihren eigenen Gedanken zu lauschen. Wissen können wir von anderen lernen, Weisheit müssen wir uns selbst lehren. Der Quell zum Born der Weisheit entspringt auf unserem eigenen Boden, in der schweigenden Tiefe unserer einsamen Gedanken und Träume. Das Wasser der Quelle ist klar und kalt wie die Wahrheit, aber der Geschmack ist bitter wie Tränen.

 

Axel Munthe

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Churchill und seine Zigarre

 

Von Churchill, dem ehemaligen britischen Premier, und seiner Zigarre erzählt man sich manch nette Anekdote. Die beste erzählte P. Mario von Galli bei der Karlsruher Papstfeier: 1945 wurde Churchill von Papst Pius XII. in Audienz empfangen. Nach einstündiger Unterredung mit dem Papst kam der Expremier schwitzend aus dem Audienzraum, setzte sich auf einen Stuhl, zog das Taschentuch, trocknete den Schweiß von der Stirn und bat seine Begleitung um die beste Zigarre. „Eine solche Feierstunde“, meinte Churchill, „ist es wert, dass ich die beste Zigarre rauche; denn ich habe den größten und bedeutendsten Menschen gesehen, den die Erde heute trägt.“

 

Aus „Der Sonntag“, Kirchenzeitung für das Bistum Limburg, 25. April 1948

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Der Sozialismus will die Menschen glücklich machen. Zeigen wir, dass wir das gleiche Anliegen haben. In diesem Kern wollen wir uns treffen. Kein sauertöpfisches Christentum mit ständiger Leichenbittermiene, sondern das Christentum der acht Seligkeiten!

P. Alexander Bredendick

 

Jesus sagt:

 

Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig  die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.

Selig  die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.

Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.

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Wer eine hochstehende Moral will, der muss auch sorgen, dass Familienleben auf Erden möglich sei. Er muss Wohnungen bauen, er muss für ausreichenden Lohn eintreten.

 

Friedrich Muckermann S.J.

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Löst die soziale Frage!

 

Noch kein Arbeiter ist an Christus irre geworden, wohl aber an den satten, ihre christliche Sendung nicht mehr lebenden Christen. Das Christentum hat die Sklaverei abgeschafft, es muss auch die der Arbeiterschaft und das moderne Unterproletariat der Heimatlosen abschaffen. Die Entscheidung, ob Christus oder das Chaos herrschen wird, hängt davon ab, ob die Christen selbst das Christentum konsequent leben. Die Revolution zur Lösung der verzweifelten Zustände muss von der verwandelnden Kraft christlichen, gelebten Glaubens ausgehen.

Pater P. Leppich auf einer Versammlung der CAJ in Münster

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Man kann . . .

 

Man kann

ein Opfer bringen und einen Verzicht leisten mit einem heiteren Gesicht und ohne zu murren!

 

Man kann

wenn man über den lieben Nächsten spricht, zur Abwechslung auch einmal etwas Gutes sagen!

 

Man kann

ein gutes Wort und ein freundliches Lächeln auch dann noch den anderen schenken, wenn man sonst nichts mehr zu schenken hat!

 

Mann kann

für Tun und Lassen seiner Mitmenschen eine Entschuldigung finden, von der man wünscht, dass sie in ähnlichem Fall auch für uns gefunden würde!

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Ährenträger

 

Bist du schon einmal durch die sommerlichen Felder gegangen zur Zeit der Kornblüte? Hast du da nicht die wogenden Kornfelder betrachtet? Welche Kraft in diesem Körnermeer! Welche Souveränität in einem einzigen Kornhalm! Steil emporstrebend, in seinen Stockwerken festgeknotet bis zum ährengekrönten Haupt.

Es gibt keinen Wolkenkratzer in der verhältnismäßig gleichen Größe. Er würde einstürzen wie der babylonische Turm. Der Mensch beherrscht die Baugesetze solchen Wachstums nicht. Gott lässt wachsen. Der Mensch verfügt über die Frucht. Zu seinem Nutzen - zu seinem Schaden. In seiner Hand liegt es, ob aus dem Korn Brot werde oder Alkohol, ob es Kraft bringe oder Fluch.

So ist es mit dem Christentum. Nicht das Christentum versagt, sondern der Mensch. Bei dir allein liegt es, ob es Segen werde oder Ärgernis. Fange an, heute noch. Neige dich wie der wogende Kornstängel vor Gott, deinem Herrn. Du, der Knecht, die Magd. Neige dich vor deinem Bruder, vor deiner Schwester. Du, sein Diener, ihre Dienerin. Neige dich vor dir selbst. Du, ein Kind Gottes - ein dreufach geknoteter Ährenträger!

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„Ein Christ, noch mehr ein Ordensmann soll immer auf einen guten Tod vorbereitet sein, und in diesem Fall hat ein schneller Tod seine Vorteile. Wir ersparen uns und unseren Mitbrüdern, die uns in der Krankheit bedienen, so manche Gelegenheit zur Ungeduld. Und der Teufel hat nicht Zeit, uns zu versuchen. Jedenfalls ist die Art des Todes für uns die beste, die Gott uns zuschickt.“

 

hl. Johannes Nepomuk Neumann, Bischof von Philadelphia, + 5. Januar 1860

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Wenn die Christen nur einmal anfingen, Ernst zu machen mit ihrem Glauben, dann wäre das eine Revolution, wie die Weltgeschichte noch keine gesehen hat; es würde sich hernach nicht mehr lohnen, noch irgendeine Revolution zu machen.

 

Georges Clemenceau

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Was das Gedächtnis leisten kann

 

Die Bogomilen, eine Sekte im Mittelalter, lernten die Bibel auswendig, und einer ihrer Bischöfe erklärte öffentlich, dass in seiner Diözese von 4.000 Mitgliedern nicht ein Erwachsener zu finden wäre, der nicht die ganze Bibel ohne Fehler hersagen könne.

Der englische Philologe Richard Porson konnte fast alle griechischen und lateinischen Klassiker und viele englische Dichter und Humoristen auswendig, so dass er seine Gäste stets mit Rezitationen unterhalten konnte.

Aus dem Altertum ist bekannt, dass Themistokles die Namen der 21.000 Bürger von Athen, Cyrus den Namen eines jeden Soldaten in seiner Armee wusste und auch Cäsar ein ausgezeichnetes Gedächtnis besaß.

Seneca konnte 2.000 unzusammenhängende Wörter in der genauen Reihenfolge hersagen, in der sie ihm nur einmal vorgesprochen worden waren.

Sein Freund Latio wusste alle Reden, die er einmal gehalten hatte, auswendig, ohne auch nur ein Wort vergessen zu haben.

Kyneas, der Gesandte des Königs Pyrrhus, lernte an einem einzigen Tag die Namen aller Teilnehmer an der Volksversammlung.

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Das unlösliche Problem

 

Der Mensch kann um die Erde reisen, ohne den Boden zu berühren; er kann andere auf eine Entfernung von vielen Meilen töten; er kann die Sterne des Himmels wiegen; er kann Öl aus dem Innern der Erde herausholen; er kann einen Wasserfall zwingen, sein Essen Hunderte von Meilen entfernt zu kochen; er kann eine Million Zeitungen in einer Stunde drucken; er kann eine Henne dazu bringen, 365 Eier im Jahr zu legen; er kann Hunde dressieren, Pfeife zu rauchen und Seelöwen, Gitarre zu spielen. Mit anderen Worten, der Mensch ist ein Ausbund von Erfinder.

Aber wenn dieses erstaunliche Genie es mit einem bestimmten Problem zu tun hat, zieht es sich geschlagen in seine Behausung zurück. Zeige ihm sechs Leute ohne Geld und sechs Laibe Brot, die Leuten gehören, die keine Verwendung dafür haben, aber Geld dafür wollen, und frage ihn nun, wie die sechs hungrigen Leute in den Besitz der sechs überflüssigen Laibe Brot kommen können. Dann schau dir einmal den findigen Menschen an. Er beruft Konferenzen ein, ernennt Ausschüsse, hält Wahlen ab und schreit, eine Krise sei hereingebrochen. Er macht eine Menge nutzloser Dinge und zieht sich schließlich zurück und lässt das jämmerliche Bild der sechs hungrigen Menschen und der sechs unantastbaren Laibe Brot weiter bestehen.

 

Aus „Kolping Banner“, Januar 1948

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Duldsamkeit

 

Wenn ein anderer etwas tut, so ist es frech; wenn du es aber tust, dann ist es Mut.

Wenn er auf etwas beharrt, dann ist er dickköpfig; wenn du es aber tust, dann ist es Charakterstärke.

Wenn er deine Freunde nicht mag, dann ist er voreingenommen; wenn du seine nicht schätzt, dann zeigst du damit nur, dass du ein guter Menschenkenner bist.

Wenn er versucht, jemanden gut zu behandeln, dann ist er ein Schmeichler; wenn du es aber tust, dann zeigst du nur dein gutes Benehmen.

Wenn er sich Zeit zu etwas lässt, dann ist er ein langweiliger Mensch; wenn du es aber so machst, dann handelst du überlegt.

Wenn er etwas kritisiert, dann ist er ein alter Nörgler; wenn du es aber machst, dann bist du scharfsinnig und hast ein gutes Urteil.

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Wo ist mehr Demokratie?

 

Ich habe nichts übrig für die, die sich über den Reichtum und die Schönheit einer Kirche in einem armen Land aufregen. Um einen Peso mehr in der Woche ist es kaum wert, dass man die Armen um eine solche Schönheit und Ruhe beraubt, wie man sie hier in der Kathedrale von Mexiko findet. Ich habe noch nie gehört, dass sich Leute über die luxuriösen Kinos aufregen und fordern, man möge das Geld statt dessen für Wohlfahrtszwecke ausgeben. Und doch gibt es im Kino keine Demokratie: Wer mehr bezahlt, bekommt einen besseren Platz. In der Kirche aber besteht eine absolute Demokratie. Der Reiche und der Arme knien unterschiedslos nebeneinander an der Kommunionbank, und vor dem Beichtstuhl muss der Reiche genau so warten, bis er an die Reihe kommt, wie der Arme.

 

Aus Graham Greene "Das andere Mexiko",

Verlag Viking 1940

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"Nur die Kirche stellte sich gegen Hitler. Nie hatte ich ein übermäßiges Interesse für sie an den Tag gelegt, doch jetzt empfinde ich für sie eine große Ehrfurcht und Bewunderung: denn sie allein besaß den Mut, das Recht in Schutz zu nehmen und die geistige Freiheit zu fördern. Das alles erklärt hinreichend, warum ich jetzt so zur Kirche aufblicke, die ich ehemals so gering geschätzt habe."

 

Prof. Albert Einstein

zu einem Vertreter des "Catholic Herald",

Katholischer Digest, Mai 1948,

Paul Pattloch Verlag Aschaffenburg

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Das Alter

 

Im Alter von 50 Jahren begann Webster siebzehn verschiedene Sprachen zu lernen und Franklin Philosophie zu studieren.

Im Alter von 80 Jahren begann Cato Griechisch zu lernen, Plutarch nahm seine erste Lateinstunde, und Sokrates fing an, Musikspielen zu lernen. Den zweiten Teil des Faust schrieb Goethe mit 80 Jahren.

Mit 85 Jahren lernte Watt Deutsch.

Tom Scott begann das Studium des Hebräischen mit 86 Jahren.

Mit 89 Jahren malte Michelangelo seine unsterblichen Gemälde.

Dies alles und noch mehr beweist die Wahrheit des bekannten Wortes, dass der Mensch nur so alt ist, wie er sich fühlt.

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Die Welt ohne Religion

 

Indem wir die Religion ausschalten, d.h. das Band, das die Menschen und die Dinge mit Gott verbindet, haben wir alle anderen Bande, welche die Menschen unter sich, die Dinge unter sich und die Menschen mit jedem Element des Wirklichen verbunden, durchschnitten. Dieser Mensch ist nicht mehr als ein zerbrochener Hanswurst, dessen Glieder zerstreut sind. Er hat seine innere Einheit verloren, während die Welt um ihn herum zu einem Blendwerk von Erscheinungen ohne einheitliches Prinzip wird.

 

Gonzague de Reynold in "Das tragische Europa"

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Vergiss nie, dass du verantwortlich bist

 

für

 

jedes Wort,                                                              das du sprichst,

den Einfluss,                                                           den du bewusst oder unbewusst ausübst,

das Beispiel,                                                            das du gibst,

den Rat,                                                                  den du erteilst,

jeden Klatsch,                                                          den du weiter trägst,

jedes begütigende, augleichende Wort,                  das du nicht sprichst,

jede Träne,                                                              die um dich geweint wird,

das Verhältnis                                                          zu deinem Nächsten!

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Der Tag der Ruhe ist nicht ein natürliches, sondern auch ein geheiligtes Recht des Menschen. Es gibt keine Entproletarisierung ohne Sonntag, keinen Sonntag ohne Glauben, keinen Glauben ohne Messe.

Joseph Cardjin

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Ein Rufer in der Wüste

 

Ein "Shitstorm" vor 85 Jahren aufgrund folgender geschriebener Worte:

 

"Gott schütze Deutschland vor Männern, die es in den Abgrund stürzen! Die Gebote Gottes missachten heißt aber ein Volk in den Abgrund stürzen."

"Wir sagen den christlichen und unchristlichen Politikern: Die Politik kann ein Volk nicht retten, wenn es treulos geworden ist gegen Gott ... Herrgott, rette unser Volk und vernichte die Pläne derer, die hochmütigen Herzens sind!"

"Herr Hitler, wer hat Sie gewählt?"

 

Die Reaktion auf die veröffentlichten Worte des P. Ingbert Naab waren unzählige Todesandrohungen. In zahllosen Briefen und persönlichen Anrempelungen auf der Straße war ihm der Tod angedroht worden.

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St. Augustinus:

"Biete ihnen die Stirn, frei und frank die Stirn!

Was fürchtest du für deine Stirn,

die du doch mit dem Zeichen des Kreuzes bewehrt hast?

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Es gibt Leute, die leichthin von den Armen als den unteren Klassen sprechen. Vom Standpunkt unseres Herrn aus aber sind sie - die höheren Klassen. Und wenn ihre Armut eine freiwillige ist, dann sind sie Gottes Aristokratie.

Aus "Fortnightly Review"

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Aus einem Reisebericht

 

"... Wir waren Gäste des Fürstabtes Benno Hut von Maria Einsiedeln, das mit Kevelaer, Altötting und Mariazell zu den vier größten marianischen Pilgerstätten Mitteleuropas gehört. Die von ihm geleitete Abtei zählt über 100 Mönche, hat eine stattliche Bibliothek von 70.000 Bänden und 1.200 Handschriften und führt ein bekanntes Gymnasium. An unserem hohen Gastgeber bewunderten wir jene Güte und jenen Humor, die uns allenthalben auch sonst als vorbildliche Eigenschaften der Schweizer entgegentraten. "Der Humor scheint mir", so versicherte der Fürstabt, als er am nächsten Tag mit uns in der Bahn fuhr, "neben der heiligmachenden Gnade das wichtigste Geschenk Gottes an einen Menschen zu sein." Unwillkürlich musste ich denken, ob nicht gerade in der Not unserer Tage auch in unserem deutschen Volk manches sich leichter ertragen ließe, wenn auch wir ein wenig mehr Güte und mehr Humor hätten. Die Grundlage des Humors muss nicht unbedingt die Gesichertheit der materiellen Existenz sein, Humor ist eine Herzenseigenschaft, die, wie uns das Beispiel vieler Heiliger zeigt, auch unter widrigsten äußeren Umständen zur Geltung kommen kann ..."

Dr. Emil Janik,

"Romfahrt unseres Diözesanbischofs" im Passauer Bistumsblatt,

14. Dezember 1947

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An einem von drei Kreuzen

 

Es wurden an einem Tag, wie uns die Schrift erzählt, drei Kreuze aufgerichtet: davon an einem unser Erlöser verschied, an den zwei anderen die zwei Mörder starben.

 

An einem dieser Kreuze muss jeder Mensch sterben - entweder mit Christus in der Unschuld oder wie der reumütige Schächer in der Buße oder wie der am Linken Kreuz in Sünde und Laster.

J. M. Sailer

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Wohltaten, die nichts kosten, aber kostbar in den Augen Gottes sind

 

Ein freundliches Gesicht bei der Eintönigkeit des alltäglichen Dienstes.

Ein vorsichtiges Schweigen, wenn man die Fehler anderer sieht.

Ein Wort der Anerkennung für das Gute des Nebenmenschen.

Ein kleiner Dienst, dem erwiesen, der uns untergeben ist.

Ein Wort des Scherzes für die Lieblinge Gottes, die Kinder.

Ein warmer Händedruck für den, der traurig ist.

Ein geduldiges Sprechen mit Ungeduldigen und Lästigen.

Ein Blick des Mitgefühls für den, der verborgenes Leid trägt.

Ein freundlicher Gruß für den kleinen Mann.

Ein Bekennen der eigenen Schwachheit.

Ein ehrliches Bekenntnis des begangenen Unrechts.

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Einer Dame, die in fragte, ob es erlaubt sei, Puder und Schminke anzuwenden, antwortete der heilige Franz von Sales: "Die einen sind dagegen, die anderen finden nichts dabei; daher rate ich Ihnen, den guten Mittelweg zu nehmen und erlaube Ihnen, sich auf einer Seite zu schminken."

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Das "Buch der Bücher"

 

Täglich habe ich das Neue Testament gelesen, und ich werde es lesen, solange meine Augen sehen können, und wo immer es Licht ist, sei es im Schein der Sonne oder im Schein eines Herdes, am hellen Tag oder in finsterer Nacht, im Glück oder im Unglück, in gesunden oder in kranken Tagen, in gläubiger oder in verzweifelter Stimmung, im Aufschwung der Seele oder in der Depression. Immer ist es mir, als läse ich etwas ganz Neues, etwas bisher Ungeahntes, etwas, das ich niemals bis in seine Tiefe und bis zu seinem letzten Ende werde durchdringen können. - Der Goldschnitt meines Buches ist abgegriffen, das Papier ist vergilbt, der Ledereinband ist zerfallen, und der Rücken hat sich gelockert. Einige Seiten sind lose, es müsste frisch gebunden werden, aber ich kann mich nicht entschließen, es fortzugeben. Ich schrecke vor dem Gedanken zurück, mich auch nur ein paar Tage davon zu trennen . . .

Dmitri Sergejewitsch Mereschkowski

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Du und die Geschichte

 

Beschäftigung mit der Geschichte ist produktiv: wir schöpfen aus ihr Gedanken, Erfahrungen, Lebensgesetze für das Hier und Heute und damit für die Gestaltung dieses Heute und des Morgen.

Es gibt aber in der Geschichte eine Heilige Geschichte, die in noch viel höherem Maße lehrreich und fruchtbar für die Gegenwart ist: die Biblische Geschichte. Hier spricht Gott, also das Licht, die Kraft und der Trost, in noch viel höherem Maße als in der gewöhnlichen Weltgeschichte zu uns.

Pater Franziskus Maria Stratmann O.P.

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Es stimmt! Denken Sie nur einmal darüber nach!

 

Es gibt keine Gottesleugner in der Hölle, und im Himmel keinen, der an Gott glaubt.

 

Francis J. McPhilips im "Catholic Mirror", Oktober 1947

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Ein Katholik kann zu Beginn eines neuen Jahres nur Worte der Zuversicht aussprechen, da er sich auf einem so sicheren Schiff weiß, das selbst die schwersten Stürme überdauern wird.

Europa wird in dem Maße wieder neu erstehen, in dem es noch eine Christenheit bilden wird.

 

Francois Mauriac 1947 im Vatikanischen Rundfunk

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Wir leben in einer Zeit . . .

 

. . . der Verkehrstechnik. Zu Wasser, zu Land und in der Luft kommen wir in Stunden, ja Sekunden zusammen, werden über Länder und Erdteile hinweg "verbunden" und können miteinander kommunizieren.

Und doch standen sich die Menschen und Völker und Religionen noch nie so fremd und abgeschlossen, so verständnislos und feindlich gegenüber, getrennt durch Grenzen und Sperren und Mauern, wie heute.

 

. . . der Medizin. Verblüffend, was nicht alles geleistet wird. Erfolge über Erfolge. Zeitalter der Hygiene und Gesundheitsämter. Von Kindesbeinen an werden wir geschützt, geimpft, geröntgt und überwacht.

Und doch gab es noch nie solche Millionenfriedhöfe junger Menschen, Leichenreihen mitten in den Städten unter ungeräumten Trümmern. Noch nie so lange Listen Vergifteter, Ermordeter, Verkrüppelter. Kaum einmal so viel Hungernde, Leidende, Entkräftete und Erschöpfte.

 

. . . der Schulen. Mit sechs Jahren gehts in der Regel los, vor 25 KJahren kommt fast keiner (in unseren Breitengraden) von der Schulbank weg. Alles lernt, lehrt, studiert. Grund-, Ober,- Fach- und Hochschulen. Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, "soziale Medien", Computer, Lehrer, Vorträge, Bildung in wahren Bergen.

Und doch war die Unwissenheit über das Notwendige, über Gott, nie größer. Ohne diese Weisheit ist alle Bildung Torheit.

 

. . . der Versicherungen. Feuer-, Hagel-, Wasser-, Sterbe-, Auto-, Rechtsschutz-, Lebensversicherung. Alles ist versichert.

Und doch gab es nie eine größere Unsicherheit und Angst als heute.

 

Es steckt also in unserer Zeit ein gewaltiger Rechenfehler, der mit aller menschlichen Kunst und bestem Geschick nicht gelöst werden kann.

 

Oder doch?

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Es gab eine Zeit !

 

Es gab eine Zeit, da galt der Handschlag als Eid. Und die Tugend war heilig. Da liebte das Alter die Jugend. Und die Jugend ehrte das Alter.

 

Es gab eine Zeit, da war die Frau eine Frau. Und der Mann war ein Mann. Das Zuhause war heilig wie eine Tempelstatt.

 

Es war eine Zeit, da waren die Kinder wie Ölzweige am Tisch der Eltern. Und die Treue war in allen Herzen.

 

Es gab eine Zeit, da zog der Mann den Hut vom Kopf, wenn er an einer Kirche vorüberschritt.

 

Es gab eine Zeit, da faltete der Arbeiter die Hände, wenn das Aveglöcklein erklang.

 

Es gab eine Zeit, da pflegte jeder, der etwas fand, es an an einem Kruzifix zu befestigen. Und niemand als der Verlierer selbst nahm es ab.

 

Es gab eine Zeit, da war das Herz derb wie der Stiefel. Und die Seele war rein wie gute Wolle.

 

Es gab eine Zeit. Wann kommt sie wieder? Wann? Ich habe Heimweh danach.

 

(Sehnsuchtsvolle Worte einer Unbekannten - geschrieben 1947)

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Was tun in kritischer Zeit?

 

1. Hab Vertrauen auf Gott, in die Menschen und in dich selbst! Hab auch Vertrauen auf die Staatslenker und in Gottes Führung, der sie für seine Zwecke führt!

 

2. Sei eine Insel der ruhigen Zuversicht inmitten einer Welt des Aufruhrs! Glaube an die Allmacht Gottes, dessen Vorsehung über uns wacht!

 

3. Sei freundlich und gütig zu jedem, dem du begegnest! Trag dein Teilchen an Güte bei im Verkehr mit den Menschen, damit der Hass überwunden wird!

 

4. Bete immerzu, indem du dir bewusst wirst, dass dir damit eine überwältigende Kraft gegeben ist!

 

5. Übe dich und erziehe dich dazu, Zweifel und Angst aus deinem Innern zu verbannen! Sprich keine zersetzenden Gedanken aus, sondern verbreite aufbauende Gedanken! Gib dir jeden Abend darüber Rechenschaft!

 

6. Sage dir immer wieder, dass es für alle Ereignisse, so niederdrückend sie auch sein mögen, eine sinnvolle Antwort geben muss!

 

7. Betrachte dich stets als ein Kind Gottes und liebe deinen Nächsten wie dich selbst!

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DU SOLLST ZU DIR SELBER SAGEN

 

Es war einmal ein Mensch, der ging von Jerusalem nach Jericho und fiel unter die Räuber, die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen fort und ließen ihn halbtot liegen. - Wenn du nun liest: "Doch zufällig zog ein Priester desselben Wegs, und als er ihn sah, da ging er vorüber", dann sollst du zu dir selber sagen: "Das bin ich". Du sollst keine Ausflüchte machen, noch weniger witzig werden, sollst nicht sagen: "Das bin ja nicht ich, es war ja ein Priester, und ich bin kein Priester, während ich es ausgezeichnet finde vom Evangelium, es einen Priester sein zu lassen, denn die Priester sind ja immer die schlimmsten." Nein, wenn du Gottes Wort liest, dann soll es dir ernst sein, und du sollst zu dir selber sagen: "Dieser Priester, das bin ich. Ach, dass ich so unbarmherzig sein konnte, gerade ich, der ich mich doch Christ nenne - und insofern bin ich ja auch ein Priester . . ."

Kierkegaard

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Und doch können wir der Welt nur helfen, indem wir das uns zugeloste Leiden Gott darbieten als unsere eigene, von uns erbrachte Gabe und alle Not der Völker auf uns laden als unsere eigene Not. So fließt doch der Segen weiter auf die Menschen, die ja niemals wissen, aus welchem Brunnen sie schöpfen und trinken.

 

Reinhold Schneider

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Ich sage es wieder und wieder, ich werde nicht müde, es laut zu verkünden: der gegenwärtige Zustand der Welt ist eine Schande für die Christenheit . . . Wir klagen unablässig, dass die Welt unchristlich wird. Aber nicht die Welt hat Christus empfangen - wir haben ihn für sie empfangen; aus unserem Herzen entfernt sich Gott, wir, wir Elende, wir werden unchristlich.

 

Georges Bernanos

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Es ist mir ergangen wie einem Seefahrer, der ausfuhr, geistig Neuland zu entdecken, und jedesmal, wenn ich glaubte, ein geistig Neuland zu finden, war`s beim nahem Zusehen unsere alte Bibel und das Testament! Über die alten Weisheiten gibt es nichts.

 

August Strindberg

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Voltaire und die Bibel

 

Der französische Freigeist Voltaire prophezeite vor 250 Jahren: "In 20 Jahren wird die Kirche in Frankreich gestorben und in 100 Jahren die Bibel in der Welt vergessen sein!"

 

Nach 20 Jahren starb Voltaire, und nicht die Kirche. Und seine Prophezeiungen über die Bibel?

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Die Liebe zur Kirche

 

Liebst du die Kirche?

 

Das Verhältnis der Menschen zur Kirche bewegt sich innerhalb der Gegenpole Hass und Liebe, zwischen denen die Stufen Gleichgültigkeit, Achtung und Bewunderung liegen. Jeder einzelne Mensch kann im Laufe seines Lebens diese Gefühlsstufen durchschreiten, aufwärts und leider auch abwärts steigend. Wie ist dein Verhältnis zur Kirche? Liebst du die Kirche?

 

Wenn es dich drängt zu wissen, wie es der Kirche ergeht, nicht nur in deinem eigenen Land, sondern an allen Ecken und Enden der Welt – dann liebst du die Kirche.

 

Wenn die Erfolge der Kirche dein Herz mit Freude erfüllen und in deinen Alltag hineinstrahlen wie die Fortschritte in deinem eigenen Schaffen – dann liebst du die Kirche.

 

Wenn du, wo dir das geistliche Gewand der Kirche an einem Priester, an einem Mönch, einer Klosterfrau auf der Straße begegnet, dich freust über diese Begegnung mit der Kirche und unwillkürlich ihr den Gruß der Freundschaft entbietest – dann liebst du die Kirche.

 

Wenn du der lehrenden Kirche nicht nur dem Buchstaben nach gehorchst, sondern, dem Gebot zuvorkommend, der besorgten Mutter die Wünsche an den Augen abliest – dann liebst du die Kirche.

 

Wenn die Sorgen der Kirche auch dir auf den Nägeln brennen und du die ihr zugefügten Beleidigungen wie einen Faustschlag ins eigene Gesicht empfindest – dann liebst du die Kirche.

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Der Philosoph

 

Über die Straße der Vielen schreitet der Philosoph, der Lebensweise. Den nach innen gekehrten Blick hat er zum Himmel erhoben und achtet nicht auf den Weg. Da stürzt er in den Brunnen, und eine Magd, die Zeuge des Vorfalles ist, bricht in ein schallendes Gelächter aus. Der alte griechische Philosoph Plato, der uns diese Geschichte erzählt, fügt hinzu, dass dieser Sturz und dieses Gelächter niemals aus der Welt verschwinden werden.

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"Im Jahr des Herrn"

 

Die ganze menschliche Geschichte wird vor und nach der Geburt unseres Herrn gerechnen, d.h. "Anno Domini", dem Jahr des Herrn. Ich frage mich, ob die Welt im allgemeinen sich dessen bewusst wird, dass sie, wenn sie z.B. ihre Briefe und ihre Zahlungen "2015" datiert, unbewusst Christus Tribut zollt. Juden, Mohammedaner, Götzendiener und Ungläubige, ob sie es wollen oder nicht, müssen alle der christlichen Welt folgen und vom "Jahr des Herrn" ausgehen. Es ist ein erhebender Gedanke, dass noch in einigen tausend Jahren, wenn die Welt so lange besteht, und bis zum Ende der Zeit es immer das Jahr unseres Herrn bleiben wird, eine Tatsache, die die Politiker aller Völker sich wohl vor Augen halten sollten, wenn sie ihre Verträge und Beschlüsse auf den Konferenzen datieren. Es erscheint mir wie ein großer Triumph unseres Herrn, wie ein täglicher Hinweis und wie ein weiterer Beweis für seine Göttlichkeit.

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"Christus kann nur einen Leib haben"

 

Christus kann nur einen Leib haben. Deshalb kann es auch nicht viele Kirchen geben. Jede gestern nachmittag oder heute morgen gegründete Kirche ist zu weit von Pfingsten entfernt, als dass sie der Leib Christi sein könnte. Von Anfang an müssen Leib und Seele, die Kirche und der Heilige Geist, beisammen gewesen sein.

Fulton John Sheen

(* 8. Mai 1895 in El Paso, Illinois; † 9. Dezember 1979)

war römisch-katholischer Bischof in den USA

und einer der einflussreichsten christlichen

US-Medienpersönlichkeiten im 20. Jahrhundert

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Moderner Aberglaube

 

„Wo kein Glauben ist, da ist Aberglauben“, sagt ein geflügeltes Wort. Und dabei braucht man gar nicht so sehr an das „Finstere Mittelalter“ zu denken, denn auch in unserer modernen Zeit ist – trotz Raumfahrt, Computertechnik und Digitalisierung – noch gar manches dunkel, und wir finden einen abgrundtiefen Aberglauben bei vielen Leuten, ob gebildet oder nicht, ob reich oder arm. Wenn auch nur wenige Menschen wieder an Hexen glauben, so finden wir bei vielen neben Esoterik und anderen Modereligionen den Glauben an die Sterne. „Den Himmel überlassen wir den Spatzen“, haben einmal Kritiker des katholischen Glaubens gesagt, aber die gleiche Sorte von Leuten klammert sich in ihrer Weglosigkeit und ihrer Ratlosigkeit an die Sterne, an das wenige, das die Menschheit überhaupt von den Sternen weiß. Hier wird das Magische und das Mystische zu einer wahren Ersatzreligion, die um so schwerer zu widerlegen ist, als sie zuletzt für solche Menschen zur Gefühlssache, zur Glaubensangelegenheit wird. Dass dieser Aberglauben in allen Bevölkerungsschichten zu finden ist, zeigt uns ein Blick in zahlreiche unserer Illustrierten, Wochenzeitschriften, Tageszeitungen, Fernsehprogramme und Internetseiten, welche ihren Lesern und Zuhörern mit derlei Sachen aufwarten. „Die Welt will betrogen sein“, sagt ein anderes bekanntes Wort.

Die Astrologie ist neben oder mit der Esoterik die heute verbreitetste Form des modernen Aberglaubens. Sie entspringt der Zukunftslüsternheit und den Wunschträumen des heutigen Menschen. Sie ist das Zeichen der inneren Leere und der seelischen Not. Sicher ist auch das moderne Lotteriewesen schuld an diesem Bestreben, in die Geheimnisse der Zukunft einzudringen und dem blinden Schicksal etwas nachzuhelfen. Von dieser Astrologie des einfachen Menschen rückt die sogenannte „wissenschaftliche“ Astrologie entschieden ab. Diese will die Sterndeutung neu aufbauen und als Hypothese in die Wissenschaft einführen. Die Astrologie lehrt die Einwirkung von kosmischen Strahlungen, als solche von den Sternen, Sonne, Mond, den Planeten und von ihren Einflüssen auf den Menschen. Die Stellung der Gestirne bei der Geburt eines Menschen soll auch sein Lebensschicksal in sich schließen. Man nennt dies bekanntlich ein Horoskop.

Bei kritischer Beleuchtung der astrologischen Regeln stößt man auf ein bedenkliches Durcheinander symbolischer, rationaler und moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse. Zudem ist heute erwiesen, dass die alten Völker, wie zum Beispiel die Babylonier, ganz andere Deutungsregeln hatten als die modernen Astrologen. Damit ist auch die Illusion zerstört, dass es sich in der Sterndeutung um ein Urwissen der Völker handelt und dass die astrologischen Regeln aus einer Zeit herrühren, in der die Menschen noch derart naturverbunden waren, dass sie die Gestirnausstrahlungen unmittelbar empfingen und gleichsam spürten, wie etwa „Venus“, „Saturn“ oder „Steinbock“ wirkten. Demnach müssten auch alle Urvölker, wie Chinesen, Hindus, Ägypter usw. dieselben Deutungsregeln haben. Nach der Völkerkunde sind aber selbst die Hauptelemente ihrer Sterndeutung verschieden. Damit ist auch eine andere wesentliche astrologische These wissenschaftlich unhaltbar geworden.

Das gleiche gilt auch von den Grundelementen des Horoskops: dem Himmelsgewölbe, den Tierkreiszeichen, den Planeten; sie sind eine reine Annahme und nichts als eine willkürliche Zusammenfassung scheinbar einander naheliegender Gestirne zur Orientierung am Sternhimmel. Die Sterne des Großen Bären zum Beispiel gehören ganz verschiedenen Sternströmungen an; sie fließen auseinander, und in fünfzigtausend Jahren werden sich ganz andere Gruppierungen ergeben. Wie soll da ein Mars einen Widder, Venus und Stier oder Merkur die Jungfrau regieren?

Das Christentum sah von Anfang an (Paulus im Galaterbrief 4,10) den Sternenkult als das Erbe der heidnischen Antike und als Verrat am Vorsehungsglauben an. Und wenn die Katholische Kirche auch der sogenannten „wissenschaftlichen“ Astrologie mit einer großen Reserve gegenübersteht, so tut sie dies nicht nur, um sich nicht selber in ein wirres Chaos zu verlieren, sondern auch aus einem Gebot pastoraler Klugheit heraus, nämlich um nicht die schier unübersehbare Schar der Astrologen in ihrem dunklen Gewerbe zu unterstützen und so mitzuhelfen, die Massen an die Kioske und die digitalen Verkaufsstände astrologischen Schwindels zu treiben. Erfreulicherweise haben auch Freikirchen, Evangelikale und Pfingstkirchen dieser vom christlichen Denken emanzipierten Astrologie den schärfsten Kampf angesagt.

 

Katechismus der Katholischen Kirche (2116) von 1993:

„Sämtliche Formen der Wahrsagerei sind zu verwerfen: Indienstnahme von Satan und Dämonen, Totenbeschwörung oder andere Handlungen, von denen man zu Unrecht annimmt, sie könnten die Zukunft „entschleiern“ (vgl. Dtn 18,10; Jer 29,8). Hinter Horoskopen, Astrologie, Handlesen, Deuten von Vorzeichen und Orakeln, Hellseherei und dem Befragen eines Mediums verbirgt sich der Wille zur Macht über die Zeit, die Geschichte und letztlich über die Menschen, sowie der Wunsch, sich die geheimen Mächte geneigt zu machen. Dies widerspricht der mit liebender Ehrfurcht erfüllten Hochachtung, die wir allein Gott schulden.“

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Der Christ in der Politik

 

Papst Pius XII. hat klar ausgesprochen, dass ein echter Christ die Politik nicht unbeachtet lassen darf, „wenn immer lebenswichtige Interessen auf dem Spiel stehen, wo Gesetze beraten werden, welche die Gottesverehrung, die Ehe, die Familie, die Schule, die soziale Ordnung betreffen, wo immer durch die Erziehung der Geist einer Nation geschmiedet wird.“

Die wirkliche Aufgabe des Christen ist nicht, über die Welt zu urteilen, sondern sie zu retten. In dem großen Kampf zwischen Gut und Böse ist keine Front wichtiger als die politische. Das bedeutet nicht, dass jeder einen politischen Posten haben oder auch nur aktiv in einer Parteiorganisation tätig sein solle. Aber jede menschliche Gesellschaft ist politisch aktiv, und jedes erwachsene Mitglied einer solchen Gesellschaft hat die Pflicht, sich für die Politik zu interessieren. Wer erklärt: „Politik ist ein schmutziges Geschäft, mit dem ich nichts zu tun haben will“, weicht nicht nur seiner Bürgerpflicht, sondern auch seiner Christenpflicht aus.

Was kennzeichnet den wahren Christen in der Politik? Es ist nicht notwendigerweise der, den man am häufigsten an öffentlichen religiösen Veranstaltungen teilnehmen oder sich mit christlichen Führern unterhalten sieht; auch nicht der, der am lautesten behauptet, dass seine Ansicht die christliche sei, und ebensowenig der, der aus jeder Sache einen „Kreuzzug“ macht.

Der wahre Christ in der Politik ist der, dessen Entscheidungen oder dessen Unterstützung von Entscheidungen die Sache der Gerechtigkeit fördern. Wenn ein politisches Problem auf die einfache Frage gebracht werden kann, den Hungrigen zu speisen oder nicht, den Schutzlosen aufzunehmen oder nicht, dann kann es keinen Zweifel über die Stellung des Christen geben. Er wird mit Problemen wie Überbevölkerung, Heimatvertriebene und politische Flüchtlinge – soweit er irgend kann – so verfahren, wie Christus mit ihnen verfahren wäre.

Der Christ in der Politik muss ständig auf der Hut sein, die Rechte des Einzelnen und die der religiösen Einrichtungen vor Verletzung durch den Staat zu schützen. Er sollte auch der erste sein, der eine totalitäre Bedrohung erkennt und sich ihr widersetzt, woher immer sie kommen mag, von innerhalb oder außerhalb seines eigenen Staates.

Er sollte den Namen Christi vor Missbrauch und Profanierung schützen und selbst jede unberechtigte Berufung auf die Religion vermeiden. Er hat die besondere Pflicht, die Dinge Gottes von denen des Kaisers zu trennen.

Er sollte stets die Wahrheit sagen und Verleumdung und Ehrabschneidung, die ihm widerfährt, nur mit Wahrheit und Ehrlichkeit bekämpfen, selbst auf das Risiko einer Niederlage um der Wahrheit willen hin.

Er sollte eher optimistisch als pessimistisch sein, da die Hoffnung eine christliche Tugend ist. Sein Optimismus aber braucht nicht blind oder töricht zu sein; denn der wahre Christ weiß, dass Irren menschlich ist. Seine Haltung sollte vielmehr das hoffnungsvolle Vertrauen eines Mannes sein, der weiß, dass er sich auf Gott verlassen kann.

Der Christ in der Politik sollte auch Respekt vor der Meinung und den Motiven der anderen haben. Er kann dies, ohne dass er seine eigene Überzeugung aufgibt oder zugibt, dass diejenigen, die anderer Meinung sind, recht haben.

Und schließlich – und das ist das Wichtigste von allem – sollte er demütig sein, und in seinem Tun sollte sich widerspiegeln, dass er sich des großen Geheimnisses der Erlösung und der Würde aller Menschen bewusst ist.

Eugene J. McCARTHY

Aus „Commonweal“, New York, 1955

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Zum Thema Kirchenasyl:

 

Wenn es in alten Zeiten einem Verbrecher gelang, auf der Flucht vor der Polizei eine Kirche zu erreichen, konnte er nicht mehr festgenommen werden. Dieser Brauch erstreckte sich aber nicht auf alle Übeltaten, wenn auch auf recht viele. Manchmal war der Flüchtende sogar schon sicher, wenn er sich innerhalb einer Meile Entfernung von einer bestimmten Kirche befand. An anderen Orten konnte er nicht mehr gefasst werden, wenn er nur die Hand auf die Türklinke gelegt hatte. Dieser Brauch begann in England unter König Ethelbert von Kent im Jahre 600 und hörte in der Reformationszeit gänzlich auf. 

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Die marianische Europa-Flagge:


Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel:

eine Frau, mit der Sonne bekleidet;

der Mond war unter ihren Füßen

und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.

Offb 12,1


Maria und Europa

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Der heilige Klemens Hofbauer (+ 15. März 1820) hat Großartiges zum Heil der Seelen in Wien gewirkt. Immer aber wies er auf Maria, die selige Jungfrau hin und sagte, dass niemand in den Himmel komme außer durch die Mutter Gottes. Gerade damals wurde die altehrwürdige Andacht zum Rosenkranz von den hochmütigen Philosophen und aufgeklärten Gebildeten verhöhnt. Für die Diener und Dienerinnen Gottes aber war der Rosenkranz die Quelle der Weisheit, der Rosenkranz war seine beste Waffe. Gerne nannte er ihn seine „Bibliothek“, weil er nämlich dabei das Leben und Leiden des Herrn und der göttlichen Mutter betrachten und Nahrung für seine Predigten daraus schöpfen konnte. Beinahe immer, auf all seinen Wegen und im Beichtstuhl, hielt der Diener Gottes einen kleinen Rosenkranz, den er von Pius VII. zum Geschenk erhalten hatte, in seinen Händen und betete ihn beständig.

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Maria in tausend Bildern

Warum so viele verschiedene Bildnisse Unserer Lieben Frau?

 

Was hat es eigentlich für einen Sinn, dass wir Katholiken so viele verschiedene Bilder Unserer Lieben Frau verehren? Es gibt doch nur eine Liebe Frau, Maria von Nazareth, und sie ist überall dieselbe!

Das ist richtig. Aber warum werden z.B. von der Weltreise der Königin Elisabeth so zahlreiche Fotos und Reportagen veröffentlicht? Warum wurden von Königin Wilhelmine, Königin Juliane oder Königin Astrid so viele Bücher mit einer Unmenge Fotos herausgegeben: von ihrer Jugend, ihrer Verlobung und ihrer Ehe, ihrem ersten Mutterglück, ihrer Anteilnahme bei nationalen Festen und nationalen Katastrophen, ihren Besuchen in Waisenhäusern, Invaliden- und Altersheimen usw.? Und warum hebt ein Kind zahlreiche Fotos seiner Mutter aus allen Lebensabschnitten auf? Ganz einfach: weil man möglichst alle Erinnerungen an die verschiedenen Lebensalter und die wechselnden Äußerungen der stets gleichbleibenden Güte und Fürsorge einer allen teuren Königin und Mutter bewahren will. Echte Liebe und Verehrung hören nie auf, Erinnerungen zu bewahren und so viele Eindrücke wie nur möglich festzuhalten. Ist es also wirklich so abwegig, dass das katholische Volk von seiner glorreichen und unendlich anziehenden Himmelskönigin, seiner über alles geliebten himmlischen Mutter zahlreiche Darstellungen verehrt und bewundert?

Jedes neue Bild und jede neue Darstellung lassen die unerschöpfliche Macht und Erhabenheit, die endlos sorgende Güte, das vorbehaltlose Erbarmen und die überirdische Anziehungskraft Mariens erneut deutlich werden. Man könnte ebenso gut fragen: Warum so viele verschiedene Titel für Maria in der Lauretanischen Litanei? Und warum so viele Marienfeste im liturgischen Kalender, zu denen zusätzlich noch Feste der Diözesen, Orden und Kongregationen kommen? Maria, die für uns Gottes Mutter ist, ist wirklich und vollständig auch unsere Mutter. Daher das so tief katholische mittelalterliche Wort: „De Maria nunquam satis“ (von Maria nie genug). Und daher auch die große Zahl der verehrten Abbildungen Unserer Lieben Frau für den gläubigen Katholiken, die uns Reichtum und Gewinn bedeuten.

Maria hat ihren Kindern im Laufe der Jahrhunderte in vielen Ländern, an vielen Orten und in vielen Nöten und Gefahren Hilfe und Trost, Rat und wunderbare Heilung gewährt, wenn sie vor einem bestimmten Bildnis oder unter einem bestimmten Titel vertrauensvoll angerufen wurde – oft aber auch ungefragt; denn der Anfang so mancher Verehrung ist von ihrer spontanen Initiative und mütterlichen Zuneigung ausgegangen. Immer wieder hat sie sich der seelischen oder körperlichen Not ihrer Kinder erbarmt. Daher die Gnadenbilder der verschiedensten Orte, Gegenden und Länder in tausenderlei äußeren Formen.

Für die Marienerscheinungen vor einem oder wenigen Bevorrechteten gilt das Wort: „Ihr Antlitz erstrahlt einem, ihre Liebe strahlt auf alle.“ Es gilt genauso für die Gunsterweise, die Maria an den Gnadenorten sichtbar zuteilwerden lässt. Sie sind Beweise ihrer Liebe zu all ihren Kindern, auch denen, die nicht sichtbar gesegnet werden oder nicht in der Lage sind, einen Gnadenort zu besuchen. Die Vielzahl der Bilder kann uns die Unbegrenztheit der Liebe und Fürsorge der Mutter nahebringen, welcher der Vater die Sorge für seine Kinder anvertraut hat. Liebevoll passt Maria sich den Bedürfnissen und Umständen an, so dass man gerade von ihr sagen kann, was für jede Mutter gilt: „Sic tota singulis, quam tota omnibus“ (sie ist ebenso für jeden einzelnen wie für alle da).

Von dieser Unermesslichkeit und Unteilbarkeit von Marias Mutterherzen sind die vielen Bilder Unserer Lieben Frau der sprechende Beweis. Und da der Hl. Vater (Papst Pius XII.) in seiner Enzyklika „Fulgens Corona“ vorsieht, dass die Gläubigen in großer Zahl bei den Marienheiligtümern zusammenkommen sollen und die Diözesen zahlreiche Gnadenorte besitzen, ist es klar, dass die Verehrung der verschiedensten Bilder Unserer Lieben Frau echt katholischem Sinn entspricht.

Aber wenn wir die Geschichte der Marienverehrung untersuchen, wie sie im Entstehen der zahllosen Gnadenorte zum Ausdruck kommt, dann steigt die Frage auf: Sind auch wir noch so einfach und kindlich gläubig wie unsere Vorfahren? Und sind unser Glaubensleben und unser Vertrauen noch so groß, dass sie gewisser maßen für Maria die unwiderstehliche Aufforderung bilden, auch uns mit den Zeichen ihrer Mutterliebe zu überhäufen?

J. de Vreese S.J.

aus „De Bode van het heilig Hart“

abgedruckt in „Katholiek Vizier“

Amsterdam 1954

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Gönne Dich Dir selbst:

 

Wo soll ich anfangen? Am besten bei Deinen zahlreichen Beschäftigungen, denn ihretwegen habe ich am meisten Mitleid mit Dir.

Ich fürchte, dass Du, eingekeilt in Deine zahlreichen Beschäftigungen, keinen Ausweg mehr siehst und deshalb Deine Stirn verhärtest; dass Du Dich nach und nach des Gespürs für einen durchaus richtigen und heilsamen Schmerz entledigst. Es ist viel klüger, Du entziehst Dich von Zeit zu Zeit Deinen Beschäftigungen, als dass sie Dich ziehen und Dich nach und nach an einen Punkt führen, an dem Du nicht landen willst.

Du fragst an welchen Punkt? An den Punkt, wo das Herz anfängt, hart zu werden. Frage nicht weiter, was damit gemeint sei; wenn Du jetzt nicht erschrickst, ist Dein Herz schon so weit.

Das harte Herz ist allein; es ist sich selbst nicht zuwider, weil es sich selbst nicht spürt. Was fragst Du mich? Keiner mit hartem Herzen hat jemals das Heil erlangt, es sei denn, Gott habe sich seiner erbarmt und ihm, wie der Prophet sagt, sein Herz aus Stein weggenommen und ihm ein Herz aus Fleisch gegeben.

Wenn Du Dein ganzes Leben und Erleben völlig ins Tätigsein verlegst und keinen Raum mehr für die Besinnung vorsiehst, soll ich Dich da loben?

Darin lobe ich Dich nicht. Ich glaube, niemand wird Dich loben, der das Wort Salomos kennt: „Wer seine Tätigkeit einschränkt, erlangt Weisheit“ (Sir 28,25). Und bestimmt ist es der Tätigkeit selbst nicht förderlich, wenn ihr nicht die Besinnung vorausgeht.

Wenn Du ganz und gar für alle da sein willst, nach dem Beispiel dessen, der allen alles geworden ist (1 Kor 9,22), lobe ich Deine Menschlichkeit – aber nur, wenn sie voll und echt ist. Wie kannst Du aber voll und echt sein, wenn Du Dich selbst verloren hast? Auch Du bist ein Mensch. Damit Deine Menschlichkeit allumfassend und vollkommen sein kann, musst Du also nicht nur für alle anderen, sondern auch für Dich selbst ein aufmerksames Herz haben.

Denn, was würde es Dir sonst nützen, wenn Du – nach dem Wort des Herrn (Mt 16,26) – alle gewinnen, aber als einzigen Dich selbst verlieren würdest? Wenn also alle Menschen ein Recht auf Dich haben, dann sei auch Du selbst Mensch, der ein Recht auf sich selbst hat. Warum solltest einzig Du selbst nicht von Dir alles haben? Wie lange bist Du noch ein Geist, der auszieht und nie wieder heimkehrt (Ps 78,39)? Wie lange noch schenkst Du allen anderen Deine Aufmerksamkeit, nur nicht Dir selber? Ja, wer mit sich schlecht umgeht, wem kann der gut sein?

Denk also daran: Gönne Dich Dir selbst. Ich sage nicht: Tu das immer, ich sage nicht: Tu das oft, aber ich sage: Tu es immer wieder einmal. Sei wie für alle anderen auch für dich selbst da, oder jedenfalls sei es nach allen anderen.

 

Bernhard von Clairvaux (1090-1153)

schreibt an Papst Eugen III.,

der früher sein Mönch gewesen war.

 

 

Wenn ich auch mein Herz zum Schweigen bringen und all der Wohltaten nicht mehr gedenken wollte, die mir diese gute Mutter zukommen ließ, die Stimme aller Jahrhunderte würde mich erdrücken, in dem Echo, das durch die Unendlichkeit tönt:

Wie bist du voll Güte, o Maria!

Die Güte Gottes selbst wohnt in ihrem Herzen, der ihr aufgetragen hat, die Schätze seiner Barmherzigkeit über die Erde zu ergießen. Sünder, Kranke, Leidende und Trauernde aller Art sagt selbst:  nicht wahr,

Wie gut sie ist, Maria?

Ihre sanfte Hand trocknet die Tränen des Schmerzes, die Strahlen ihrer Mildherzigkeit erleuchten die Verirrten. Ihr mächtiger Schutz hebt den Mut niedergeschlagener Seelen. Ihr zärtlich liebendes Herz ladet alle Ruhelosen ein, den Frieden bei ihr zu suchen. O ihr, die ihr sie noch nicht kennt, wüsstet ihr:

Wie gut sie ist, Maria!

Ein Wort! Ein Blick! Ein Seufzer! und sie versteht euch, sie unterstützt euch, sie zerstreut eure Furcht, eure Ängste, sie stützt eure Kräfte, sie erleichtert die Bürde der Prüfung. Habt Vertrauen, kommt, betet, und bald werdet ihr mit der ganzen Kirche wiederholen müssen: Wer hat jemals zu ihr gefleht, ohne ausgerufen zu haben:

Wie gut sie ist, Maria!

O gute!, o liebreiche!, o allerreinste Jungfrau Maria! Ja, lass es mich dir tausendmal und immer von neuem wiederholen, dass ich dich liebe, ja dass ich dich liebe, und dich immer lieben und dir immer dienen will!

Abbé Leguillon

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Der eine acht´s,

Der andre verlacht´s,

Der dritte betracht´s,

Was macht´s?

 

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Wozu sind wir auf Erden?

 

Wir sind auf Erden, um Gott zu erkennen,

ihn zu lieben, ihm zu dienen

und einst ewig bei ihm zu leben.

Katholischer Katechismus

der Bistümer Deutschlands 1960

 

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Wenn wir recht handeln, dann mag die Welt schreien, kritisieren, murren, so viel sie will: Hören wir alles ruhig an, leiden wir es, entsetzen wir uns über nichts, sondern fahren wir mit Treue und Festigkeit in unserem Tun fort.

Heiliger Franz von Sales

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Heiliger Bonifatius, Apostel Deutschlands, bitte für uns!

Deo gratias et Mariae - Gott und Maria sei Dank