Maria und die Heiligen

 

 

Hl. Dominikus (+ 6.8.1221):

 

Wen fürchten die Teufel am meisten

Im Leben des heiligen Dominikus wird uns erzählt: Als er einst vor sehr vielen Menschen predigte, brachte man zu ihm einen Besessenen. Bevor Dominikus die Teufel austrieb, fragte er sie, wen sie im Himmel nach Christus am meisten fürchten. Sie antworteten: „Das ist die Maria, die Muttergottes. Sie fürchten wir mehr als das ganze übrige Paradies, denn wir haben erfahren, dass eine einzige Bitte ihres Herzens oder Mundes mehr Barmherzigkeit Gottes erfleht, als alle Bitten der Engel und Menschen zusammen.“

Freuen wir uns, dass wir an Maria eine so starke Beschützerin haben. Danken wir Gott für diese seine Liebe und vertrauen wir uns unserer Mutter in allen Gefahren unseres Lebens an.

 

 

Hl. Pfarrer von Ars (+ 4.8.1859):

 

„Ohne jene dort oben hätten wir dich“

Aus dem Leben des heiligen Pfarrers von Ars wird folgendes Teufelgeschichtlein erzählt:

Eine Besessene hatte sich in seinen Beichtstuhl gekniet und hatte gegen seine Liebe zu den Sündern, gegen seinen Bußeifer gegeifert und sein priesterliches Wirken geschmäht.

Sie sprach: „Ah, du schwarze Kröte, was du mich leiden machst! Immer sagst du, du willst fortgehen. Warum führst du es nicht aus?... Hebe deine Hand auf und spreche mich los. Aha, du musst sie meinetwegen recht oft erheben. Ich kriege dich schon, warte nur! Ich habe Stärkere als du bist überwunden. Und du bist noch nicht gestorben. Ohne jene... (hier nannte Satan die reinste Jungfrau mit einer widerlichen Bezeichnung) ...dort oben hätten wir dich! Aber sie behütet dich...“

Hier durfte Johannes Vianney aus dem Mund Satans selbst vernehmen, dass die Reinste über seinem Leben gewacht, dass sie seiner kindlichen Liebe nie vergessen, dass sie Satan und all seine Macht und Tücke an ihm zu Schanden gemacht. Es muss gewiss für den greisen Priester im Beichtstuhl eine so unsägliche Freude gewesen sein, dass er dieses hasserfüllte und doch so glückselige Geständnis aus dem Mund der Besessenen hörte.

 

 

Eine Muttergottes-Erscheinung im Zimmer des hl. Pfarrers von Ars

 

Der heilige Pfarrer von Ars hatte eine kleine Schar „Freiwilliger“, die für seine vielen kirchlichen Werke keine Zeit und Mühe scheuten, denen kein Bettelgang zu weit und kein Wachen und Warten zu beschwerlich war. Zu dieser Schar gehörte auch ein Fräulein Etienette Durié aus Arfeuille. Am Morgen des 3. Mai 1840 traf sie mit einer beträchtlichen Geldsumme in Ars ein. Sie wollte das Geld Vianney persönlich übergeben. Sie erzählte nun von ihrem Gang ins Pfarrhaus folgendes: „Es hätte ein Uhr nachmittags geschlagen. Der Pfarrer war allein in seinem Zimmer; Katharina Lassagne öffnete mir die Tür zum Pfarrhaus. Ich betrat die Treppe, als ich Vianney sprechen hörte, wie wenn jemand bei ihm gewesen wäre. Ich steige leise hinauf. Ich lausche. Jemand sagte ihm mit milder Stimme: „Was verlangst du?“ „O meine gute Mutter, ich verlange die Bekehrung der Sünder, Tröstung für die Betrübten, Linderung für meine Kranken, insbesondere für eine Person, die seit langem leidet und die nach Sterben oder Genesung verlangt.“ Die Stimme antwortete: „Sie werden gesund werden, aber später.“ Bei diesen Worten betrat ich plötzlich das Zimmer, dessen Tür leicht offen gestanden hatte. Da ich an Krebs litt, war ich überzeugt, dass es sich soeben um mich gehandelt hatte. Wie groß war aber mein Erstaunen, als ich vor dem Kamin eine Dame stehen sah, von gewöhnlicher Größe, in ein Kleid von blendendem Weiß gehüllt, das von goldenen Rosen übersät war. An ihren Händen leuchteten die reichsten Diamanten. Ihre Stirn war von einem Sternenkranz umgeben, der wie die Sonne glänzte. Ich war davon geblendet. Als ich meine Blicke wieder auf sie richten konnte, sah ich sie gütig lächeln. „Meine Mutter“, sagte ich sofort, „nimm mich doch in den Himmel auf!“ „Später.“ „O es ist Zeit, meine Mutter!“ „Du warst immer mein Kind, stets werde ich deine Mutter sein!“

Als der heilige Vianney aus seiner Vision zu sich kam, war er anfangs erschrocken darüber, beobachtet worden zu sein. Schließlich sprach er sich ruhig über die wundersame Vision aus und gestand:

„Ich war überglücklich, meine Mutter zu sehen.“ „Mein guter Vater“, sagte Etienette Durié, „nur Ihnen habe ich es zu danken, dass ich sie geschaut habe ... wenn sie wieder kommt, müssen Sie mich ihr weihen, damit sie mich selbst ihrem göttlichen Sohn weiht.“ Das versprach ihr der Diener Gottes. Dann fügte er bei: „Sie werden gesund werden.“ „Aber wann, mein Vater?“ „Etwas später.“

Tatsächlich wurde Fräulein Durié in Ars dreieinhalb Monate später, am 15. August, dem Fest Mariä Himmelfahrt, von ihrem Krebs geheilt.

Wahrscheinlich hat der Pfarrer von Ars auf die wundersame Vision in seinem Zimmer angespielt, als er einem hochangestellten Besucher einmal erklärte: „Man würde es nicht wagen, den Fuß auf eine bestimmte Steinplatte zu setzen, wenn man wüsste, was sich dort begeben hat.“

 

 

Hl. Bruder Konrad (+ 21.4.1894):

 

An Pfingsten des Jahres 1934 wurde Konrad von Parzham feierlich heilig gesprochen. Über sein heiliges Leben hat Kapuzinerpater Josef Anton ein schönes Büchlein geschrieben. Darin nennt er Bruder Konrad den Ministrant Unserer Lieben Frau. Warum dies?

Bruder Konrad ministrierte im marianischen Heiligtum von Altötting 41 Jahre lang Tag für Tag bei der heiligen Messe. Morgens vor fünf Uhr stieg er regelmäßig zu diesem heiligen Dienst von seinem Kloster zur heiligen Kapelle mit dem Gnadenbild hinauf. Mit innigster Liebe hing er an diesem Heiligtum. Maria würdigte ihn oft wunderbarer Auszeichnungen. Auf ihre Feste bereitete er sich regelmäßig mit Fasten und durch Novenen vor. Vor allem aber bemühte er sich, die Tugenden seiner Königin nachzuahmen.

Diener Mariens muss jeder sein, der ein Kind der katholischen Kirche ist.

"Du bist ja die Mutter,

dein Kind will ich sein,

im Leben und Sterben

dir einzig allein!"

 

 

Hl. Johannes Berchmanns (+ 13.8.1621):

 

Es wird wohl unter den Heiligen wenige geben, welche die makellose Gottesmutter mit zarterer Liebe verehrt hätten als der jugendliche heilige Johannes Berchmanns aus der Gesellschaft Jesu. Seine Lieblingsgedanken, seine liebsten Gespräche galten ihr, oft und oft grüßte er sie jeden Tag. So verrichtete er bei Tisch, ehe er Speise und Trank zu sich nahm, stets zuvor ein Ave Maria zu Ehren der unbefleckt Empfangenen. Dasselbe tat er in den letzten Tagen seines Lebens allabendlich vor dem Schlafengehen. In seinem von Liebe durchglühten Herzen hatte er auch gelobt, sein erstes Buch seiner Lieben Frau zu widmen und darin vor allem ihre makellose Empfängnis zu verherrlichen. Unermüdlich sammelte er während seines Ordenslebens Beweise und Stellen aus den heiligen Vätern für diesen erhabenen Vorzug Mariens. Im letzten Jahr seines Lebens legte er mit Erlaubnis seines Seelenführers folgendes Gelübde ab: "Ich, Johannes Berchmanns, unwürdigster Sohn der Gesellschaft Jesu, gelobe dir und deinem Sohn, dessen Gegenwart im allerheiligsten Sakrament des Altars ich bekenne, immer wenn es die Kirche nicht anders bestimmt, ein unentwegter Verteidiger und Bekenner deiner unbefleckten Empfängnis zu sein. Dem zum Zeugnis bezeichne ich mit meinem eigenen Blut und setzte den Namen Jesu bei, das Zeichen der Gesellschaft. Anno 1620."  (IHS)

 

 

Der heilige Johannes Berchmanns verdankt Maria die Bewahrung seiner kindlichen Unschuld bis zum Tod

 

Der heilige Johannes Berchmanns starb in seinem 21. Lebensjahr. Er war ein besonders eifriger Verehrer der ewig preiswürdigen Mutter Gottes. Drei Dinge führte er immer bei sich: das Kruzifix, den Rosenkranz und das Regelbuch, in dem er die verschiedenen Vorschriften für die Mitglieder seines Ordens enthalten waren. Er pflegte zu sagen: "Mit diesen dreien will ich gerne sterben." Einige Augenblicke vor seinem Tod beteuerte er seinem Vorgesetzten in der Einfalt seines Herzens, dass er, soweit er sich vor Gott erinnern könne, sein Gewissen niemals mit einer schweren Sünde befleckt, dass er seine Unschuld und Herzensreinheit gewissenhaft bewahrt habe. Diese unaussprechliche Gnade, fügte er hinzu, habe ich niemanden zu verdanken, als der lieben Mutter Gottes, welche ich von Kindheit an innig geliebt habe."

 

 

Hl. Franziskus von Assisi (+ 4.10.1226):

 

Der heilige Franziskus hatte das Marienkirchlein in Portiunkula zu seiner bevorzugten Gebetsstätte erwählt. Dort hielt er sich am liebsten auf, dort kniete er oft stundenlang vor dem Bild Mariens. Der heilige Bonaventura schreibt darüber: "In der Kirche der jungfräulichen Gottesmutter verblieb ihr Diener Franziskus und flehte zu ihr mit steten Seufzern, sich doch zu würdigen, seine Fürsprecherin zu sein. In Portiunkula entspann sich ein geheimnisvoller Wechselverkehr zwischen Franziskus und Maria."

Aus kindlicher Hingabe an Maria erbaute er neben Portiunkula sein erstes Kloster, so dass er wie ein gutes Kind stets in der Nähe seiner Mutter weilen konnte. Als er sterbenskrank im Palast zu Assisi lag, zog es ihn mit Sehnsucht nach dem Marienkirchlein. Seine Jünger trugen ihn sterbend dahin. Und unter dem Schatten des Marienkirchleins starb der Heilige. Es war an einem Samstag, dem der Gottesmutter geweihten Tag. Dies geschah am 3. Oktober 1226.

 

 

Hl. Alphons von Liguori (+ 1.8.1787):

 

Vom heiligen Bischof und Kirchenlehrer Alphonsus von Liguori wird uns berichtet, dass er bei jedem Glockenschlag die Mutter des Herrn mit einem Ave begrüßte. Er unterbrach jedes Gespräch, mochten auch Personen höchsten Ranges bei ihm sein. Er pflegte zu sagen: "Ein Ave Maria ist mehr wert, als die ganze Welt." Er starb am 1. August, gerade als man den Angelus läutete.

 

 

Hl. Hedwig (+ 15.10.1243):

 

Von der heiligen Hedwig wissen wir, dass sie, um ihre Andacht zur seligsten Jungfrau zu vermehren, ein schönes Bild von ihr hoch in Ehren hielt. Dieses Bild hat Hedwig auch beim Hineingehen in die Kirche immer vor sich hergetragen, und, um die Kranken gesund werden zu lassen, mit diesem Bild den Segen über sie gegeben.

 

 

Hl. Theresia von Avila (+ 15.10.1582):

 

Die heilige Theresia erkannte in einer Offenbarung, dass sie ihre vollkommene Bekehrung der Fürbitte der seligsten Jungfrau und des heiligen Josef zu verdanken habe. Die Andacht zur Himmelskönigin war ihr daher immer besonders wichtig und eine große Freude.

 

 

Die hl. Theresia von Avila betrachtet sich als eine Tochter Mariens:

 

Als die heilige Theresia in ihrem sechsten Lebensjahr stand, begann bereits die Andacht zu Maria in ihrem Herzen tiefe Wurzeln zu schlagen. Im zwölften Lebensjahr starb ihre Mutter. Da warf sie sich vor einem Bild Mariens nieder, opferte sich ihr ganz auf und flehte aus tiefster Seele, Maria möge sich würdigen und bei ihr die Stelle einer Mutter vertreten. Von dem Augenblick an betrachtete sie sich als Tochter Marias. Maria aber zeigte sich auch als treue sorgfältige Mutter, indem sie die heilige Theresia mehrmals ihrer Erscheinungen würdigte.

 

 

Hl. Bernhard von Clairvaux (+ 20.8.1153):

 

Als der heilige Bernhard seine Missionen in Deutschland gehalten hatte, geschah es in der Domkirche zu Speier, dass er dreimal vor dem Bildnis der seligsten Jungfrau gleichsam in einer Verzückung wiederholte: "O milde, o gütige, o süße Jungfrau Maria!" Diese Worte wurden danach dem göttlichen Salve Regina hinzugefügt. Von dieser Zeit an begann man diese Antiphon täglich mit Feierlichkeit in der Domkirche zu singen. Sie wird ebenfalls täglich mit einer für Fremde ganz rührenden Andacht in dem Kloster á la Trappe gesungen. Es wird auch der heilige Bernhard wegen seiner Andacht und seiner Schriften zur Ehre der seligsten Jungfrau und Mutter Gottes von einigen Schriftstellern der Kapellan und Geheimschreiber der seligsten Jungfrau genannt.

 

 

O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria

 

Es war im Jahr 1147, als der heilige Bernhard Frankreich, Deutschland und die Schweiz durchzog, um im Auftrag des Papstes Fürsten und Völker zu einem neuen Kreuzzug, dem zweiten, aufzurufen und zu begeistern. Zu Speyer wurde ihm als dem Gesandten des Papstes ein feierlicher Empfang bereitet. In Prozession, mit Kreuz und Fahnen, führte man ihn in den Dom. Der Sängerchor sang das Salve Regina. Beim Anblick des herrlichen Gotteshauses aber, beim Anblick der ungeheuren Volksmenge, die andächtig auf die Knie sank und betete, da wallte das Herz des heiligen Mannes, der an der Seite des Kaisers Konrad III. in den Dom einzog, vor Rührung über. Als er vor dem Altar der Gottesmutter angelangt war, und der Chor das Salve Regina zu Ende gesungen hatte, da wiederholte mit bewegter Stimme der Heilige den Ruf: "O clemens, o gütige, o pia, o milde, o dulcis Virgo Maria, o süße Jungfrau Maria!" Was nun da so unwillkürlich aus dem Herzen des heiligen Bernhard hervorquoll, dieser rührende Seufzer, er ist der Ausdruck all der Andacht, all der Liebe, all des Dankes, all der kindlichen Gesinnung, welche das katholische Volk zur jungfräulichen Mutter des Herrn in seinem Herzen hegt. Daher bleiben diese Worte seitdem mit dem Salve Regina verbunden, werden in der ganzen katholischen Kirche gebetet und gesungen, und stehen in großen vergoldeten Buchstaben am Bogen des Hauptchores im Dom zu Speyer angeschrieben, damit jeder, der das erhabene Gotteshaus betritt, sie sehen und dem heiligen Bernhard nachbeten können:

"O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria!"

 

 

Hl. Bernardin von Siena (+ 20.5.1444):

 

Gott ließ den heiligen Bernardin an dem Tag Mariä Geburt auf die Welt kommen und an demselben Tag taufen. Schon in seiner Kindheit gewöhnte er sich an die Verehrung der Mutter Gottes und ging an Mariä Geburt in den Ordensstand (OFM), macht an eben diesem Tag die Profession, las an Mariä Geburt seine erste Messe, hielt seine erste Predigt, und versuchte durch seine Predigten und Schriften die Andacht zur seligsten Jungfrau auf alle Weise zu fördern.

 

 

Sl. Konstantin d. Große (+ 21.5.337):

 

Am 12. Mai 330 hat Konstantin der Große die zum zweiten Sitz des Reichs bestimmte Stadt Byzanz von den im Konzil von Nicäa versammelten Vätern einweihen und unter den Schutz der Mutter Gottes stellen lassen. Die Bischöfe hielten nach dem Konzil acht Tage lang Prozessionen und öffentliche Gebete und nannten die Stadt das neue Rom oder vom Namen des Stifters Konstantinopel. Außerdem sah das Königreich Ungarn die seligste Jungfrau als Patronin an und setzte auf die goldenen Münzen ihr Bildnis mit der Umschrift: Patrona regni Hungariä. Dann war vor Zeiten das Königreich England ihr gewidmet und Ludwig XIII. von Frankreich hat die Stadt Paris und das ganze Land ihrem Schutz unterstellt. Die Kirchen, die auf ihren Namen geweiht sind, sind fast unzählig, in Rom allein zählt man derer gegen 46.

 

 

Hl. Papst Sixtus III. (+ 19.8.440):

 

Um seine Andacht zur heiligsten Mutter Gottes zu bezeugen, hat der heilige Papst Sixtus die vom Papst Liberius errichtete Kirche, Maria Major genannt, prächtig neu erbauen lassen. Dazu hat er einen Altar von geschlagenem Silber gestiftet, eine große Menge Kelche, Leuchter, Rauchfässer und andere zum Gottesdienst gebräuchliche Gefäße von Gold und Silber. Außerdem hat er der Kirche "St. Mariä vom Taufstein" alle notwendigen Tauf-Geschirre von reinem Silber geschenkt.

 

 

Hl. Hieronymus Aemilianus (+ 8.2.1537):

 

Durch die Fürbitte der seligsten Mutter Gottes geschah die wunderbare Erlösung aus der Gefangenschaft, die sich im Jahre 1535 mit dem heiligen Hieronymus Aemilianus zugetragen hat. Er wurde von einem feindlichen Kriegsheer in dem Ort Castro novo gefangen genommen und an Händen und Füßen angekettet. Auf Anrufung der seligsten Jungfrau aber wurde er augenblicklich, ohne menschliche Hilfe, von den Fesseln befreit und durch die Mitte der Feinde nach Trivigli gebracht.

 

 

Hl. Koleta Boilletta (+ 6.3.1447):

 

Die heilige Koleta sah die heiligste Mutter Gottes als Urheberin ihrer Reform an; denn als sie weinend und trauernd wegen der Lauheit vieler Seelen im St. Clara-Orden voller Kummer war, kam es ihr vor, wie sie sagte, als sehe sie die seligste Jungfrau mit dem heiligen Franziskus, wie sie Koleta Christus dem Herrn als ein taugliches Werkzeug für eine Reform vorgestellt habe. Der Erfolg hat diese Erscheinung bestätigt.

 

 

Hl. Simon Stock (+ 16.5.1265):

 

Die Bestätigung der Scapulier-Bruderschaft und des Samstags-Ablasses im Jahre 1321 geht auf den heiligen Simon Stock, den sechsten General der Karmeliten, zurück, dem, wie sein Lebensbeschreiber meldet, die seligste Jungfrau erschienen ist und ihm wegen seiner großen Andacht zu ihr ein Stück ihrer Kleidung, allgemein Scapulier genannt, gegeben hat. Und all denen, die es wie vorgeschrieben zukünftig tragen werden, hat sie versprochen, dass durch sie jene, deren Seelen im Fegefeuer sein würden, am ersten Samstag nach ihrem Tod davon erlöst würden. Diese besondere Gnade haben die Päpste Johannes XXII., Alexander VI., Clemens VII., Gregor XIII., Sixtus V., Gregor XIV., Clemens VIII. und vor allem Paulus V. durch fünf Bullen bestätigt.

 

 

Hl. Hieronymus (+ 30.9.420):

 

"Liebt Maria, die ihr ehrt; ehrt Maria, die ihr liebt. Dann aber ehrt und liebt ihr Maria recht, wenn ihr derselben von ganzem Herzen nachfolgt."

 

 

Hl. Maria von Ägypten (+ 2.4.432):

 

Die Bekehrung der heiligen Büßerin Maria von Ägypten, ist durch die Fürbitte der seligsten Jungfrau, zu der sie sich am Eingang in die Kirche zu Jerusalem gewendet hatte, plötzlich bewirkt worden. Aus einer siebzehnjährigen Sünderin wurde eine siebzehnjährige Büßerin in der Einöde am Jordan.

 

 

Hl. Karl Borromäus (+ 3.11.1584):

 

Der heilige Karl Borromäus befahl, dass am Haupteingang aller Pfarrkirchen seiner Diözese ein Bild der Himmelskönigin angebracht werde, um die Gläubigen zur Liebe und zum Vertrauen auf Maria anzuhalten.

 

 

Hl. Odilo (+1.1.1049):

 

Der heilige Odilo war als Kind an allen Gliedern gelähmt. Er begab sich einst kriechend zum Altar der allerseligsten Jungfrau. Als er hier seine gesunden Glieder erlangt hatte, fasste er sen festen Entschluss, dieselben sein Leben lang für Gott und die gebenedeite Mutter durch Gehorsam und stete Hingabe zu verwenden. Als er Mönch und später Abt von Cluny geworden war, legte er eine Schnur um seinen Hals und schenkte sich seiner Retterin durch ein besonderes Gelöbnis zum Eigentum. Beim Besuch seiner Klöster ermahnte er die Brüder regelmäßig vor allem zur Verehrung der Muttergottes.

 

 

Hl. Ignatius von Loyola (+ 31.7.1556):

 

Als der heilige Ignatius von Loyola nach seiner Verwundung bei der Verteidigung von Pampelona wieder von seinen Wundengenesen war, wollte er sich ganz dem Dienst des Herrn weihen. Er begann damit, sich dem Dienst Mariä zu opfern und wollte sich von der Welt losmachen. Er begab sich zum Benediktinerkloster Monserato, wo ein berühmtes Marienbild war. Schon auf dem Weg dorthin verpflichtete er sich durch ein Gelübde zur ewigen Keuschheit, um so würdig vor der Himmelskönigin zu erscheinen. In der Kirche legte er unter heißen Bußtränen eine Lebensbeichte ab, wachte nach Art der Ritter eine ganze Nacht vor dem Bild Mariä unter Gebet und Betrachtung und hing seinen Degen an ihrem Altar auf, denn er wollte fortan nur ihr und ihrem göttlichen Sohn dienen. Und treu hat er Maria gedient bis an seinen Tod am 31. Juli 1556.

 

 

Hl. Thomas von Aquin (+ 7.3.1274):

 

Der heilige Thomas von Aquin hatte kaum als Kind das Schreiben erlernt, als er auch schon den Englischen Gruß auf ein Blättchen Papier schrieb, um dasselbe wie ein Kleinod immer bei sich zu tragen. Das merkte die Amme, deren Obhut er anvertraut war. Diese versuchte den Jungen auf alle mögliche Weise zu bewegen, ihr das Papierchen zu zeigen, um zu erfahren, was darauf geschrieben stände; umsonst, der Junge gab es nicht heraus. Da drang seine Mutter in ihn - unter Berufung auf das vierte Gebot Gottes. Jetzt also zeigte er es ihr: Sie erkannte an dem Papierchen mit freudigem Erstaunen, welche Liebe und Verehrung der kleine Thomas schon zur Gottesmutter trug. Thomas konnte in seiner kindlichen Einfalt fürchten, , es möchte ihm sein kleines Blättchen Papier mit dem Gruß an die glorwürdige Jungfrau weggenommen werden, daher verlangte er es zurück, nahm es in den Mund und verschluckte es.

 

 

Hl. Kasimir (+ 4.3.1484):

 

Der heilige Kasimir, Königssohn von Polen, hat das schöne Marienlied verfasst:

 

"Alle Tage sing und sage

Von Marias Herrlichkeit;

Die vor allen Gott gefallen,

Preise, Seele, jederzeit!"

 

Alle Tage reichten aber dem heiligen Kasimir nicht aus, der himmlischen Mutter seine Liebe, Treue und kindliche Dankbarkeit für ihren Mutterschutz zu bezeigen, er benutzte dazu auch alle Nächte; daher legte er sich sein Lied, das er zu Ehren der jungfräulichen Gottesmutter verfasst, des Nachts unter sein Haupt, um schlafend vom Lob Mariens zu träumen und wachend es zu singen. Was ihm im Leben süße Gewohnheit war, war gewiss auch seine Absicht im Tod, in der langen Nacht des Grabes zu tun. Daher legte man, als er im Jahre 1484, erst 26 Jahre alt, starb, sein Marienbild ihm unter das Haupt in den Sarg, wo man es bei Erneuerung seines Grabes (100 Jahre später) noch ganz unverletzt fand.

 

 

Hl. Antonius (+ 13.6.1231):

 

Als der heilige Antonius im Jahre 1231 in der Nacht einmal seinen ermatteten Gliedern etwas Ruhe gönnen wollte, erschien ihm der böse Feind und wollte ihn gewaltsam erwürgen; aber im Augenblick des Angriffes rief Antonius seine mächtige Schützerin Maria an und bezeichnete sich mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sofort verschwand der höllische Feind.

Die Gewohnheit, in allen Nöten zu Maria seine Zuflucht zu nehmen, hatte der Heilige sich schon in seiner Jugend angeeignet. Nach einer beständigen Überlieferung pflegte er seit seiner frühesten Kindheit seine Liebe zur seligsten Jungfrau Maria in den Worten des Kirchenliedes:

"O gloriosa domina", "O Gottemutter hoch und hehr" Ausdruck zu verleihen. Dieser Hymnus begleitete ihn das ganze Leben hindurch. In den letzten Augenblicken seines Lebens betete er ihn nochmals als Gruß an die Himmelskönigin und er durfte sie bald danach in ihrer Herrlichkeit und Schönheit schauen.

 

 

Hl. Bonaventura (+ 15.7.1274):

 

Der heilige Bonaventura saß zu Florenz in seiner Zelle in stiller Betrachtung. Eine Pieta, ein Bild mit der schmerzhaften Mutter mit dem Leichnam Jesu auf dem Schoß, stand vor ihm auf dem Tisch. Der Kirchenlehrer war versunken in heiliger Betrachtung des bitteren Leidens unseres Herrn und seiner Mutter. Er sah die Jungfrau zu Nazareth in ihrem Kämmerlein, sah sie mit dem göttlichen Kindlein im Stall zu Bethlehem, auf der Flucht nach Ägypten, wie sie den zwölfjährigen Jungen Jesus suchte und nach drei qualvoll langen Tagen im Tempel fand, sah sie zuletzt unterm Kreuz auf Golgatha, den Leichnam ihres Sohnes auf dem Schoß haltend.

Frühling war`s. Die Bäume blühten und die Blumen dufteten. In den Fliedergebüschen des Klostergartens sangen die Nachtigallen ihre bezaubernden Lieder. Rosige Abendwölkchen umsäumten den tiefblauen Himmel. Lichtwellen quollen durchs offene Fenster herein. Bonaventura umfasste mit einem einzigen Blick die Schönheit der Natur und die Wunder der göttlichen Allmacht. "Wie schön bist du, o Erde", rief er aus. "Ein Odem der Unendlichkeit geht von dir aus. Zu eng wird`s mir in der Zelle, ich muss hinab in den Garten." Er geht. Kühle Abendlüfte umfächeln seine heiße Stirn. Ihn drängt`s zur Kapelle, zum Altar der Gottesmutter, die in himmlischer Schönheit von den Abendstrahlen umflutet, lächelnd auf ihn niederschaut. Es wird ihm so wohl und wehe. Tränen entquillen seinen Augen. Bonaventura kann das ihm widerfahrene Glück nicht länger allein ertragen. Er muss es verkünden der ganzen Welt, muss ihr künden, wie hold und liebreich Maria sei und den Glockenstrang ergreifend, lässt er den Glockenton erklingen über Stadt und Land. Und wunderbar, an hunderttausend Orten zur gleichen Stunde läuten die Glocken und rufen: "Gegrüßet seist du, Maria!"

Das ist der Ursprung des Aveläutens, das noch jetzt jedes katholische Herz erfreut in der Morgenfrühe, mittags und in den Abendstunden.

 

 

Don Bosco (+ 31.1.1888) ein Werkzeug in den Händen Mariä:

 

Im Leben und Wirken des großen Heiligen und Jugendapostels Don Bosco lässt sich mit aller Klarheit erkennen, dass er ein Werkzeug in den Händen Mariens war. In seinem gesamten Wirken, das zahlreiche und wunderbare Züge aufweist, war er ganz und gar vom Vertrauen auf Maria und ihre wunderbare Hilfe getragen.

Schon als Kind wurde er von seiner Mutter der allerseligsten Jungfrau geweiht. „Als du zur Welt kamst“, sagte sie zu ihm, „habe ich dich der lieben Gottesmutter geweiht. Als du deine Studien angefangen hast, habe ich die Andacht zu ihr dir aufs wärmste anempfohlen; heute möchte ich dich ermahnen, dass du dich ihr ganz schenkst. Liebe die Kameraden, welche die Gottesmutter verehren und wenn du Priester wirst, so empfehle und verbreite immer und überall die Andacht zu Maria.“ Bei den letzten Worten war sie so ergriffen, dass sie dieselben kaum mehr aussprechen konnte. Ihr Sohn weinte: „Mutter“, sagte er zu ihr, „ ich danke dir für diese Ermahnung, sie soll nicht vergebens sein. Diese Worte sollen mir ein Schatz sein, aus dem ich für mein ganzes Leben schöpfen werde.“ Don Bosco war denn auch in der Tat ein besonderes Gnadenkind Mariens. Er war in Wahrheit ein Werkzeug in ihren Händen. Er selbst hat zum wiederholten Mal betont, dass er in seinem Werk in der Jugendpflege nichts anderes als ein ausführendes Werk in den Händen Mariä sei. Maria zeigte bereits dem neunjährigen Jungen Don Bosco in einem Traumgesicht sein zukünftiges Arbeitsfeld. Er selbst erzählt hierüber, dass er sich im Traum auf einer Wiese befand, auf der sich eine große Menge von Jungen herumtummelte. Es erschien eine erhabene Frau mit majestätischem Antlitz und strahlendem Mantel. "Schau„, sagte sie. „Ich blicke umher und bemerkte, dass alle Jungen verschwunden waren. An ihrer Stelle aber waren eine Menge Ziegenböcke, Hunde, Katzen, Bären und andere Tiere.“ „Siehe da dein Arbeitsfeld“, sagte die himmlische Frau, „die Verwandlung, die du jetzt an diesen Tieren wahrnehmen musst, die sollst du später an den Jungen vollbringen!“ „Ich sah wieder um mich und sah, dass aus den wilden Tieren plötzlich sanfte Lämmer geworden waren, die freudig blökend um die schöne Frau herumsprangen.“

Mit sechzehn Jahren hatte er wieder einen Traum, der mit jenem ersten in Verbindung steht. Er sah wiederum die himmlische Frau. Sie führte eine zahlreiche Herde mit sich und sagte ihm: „Johannes, diese Herde vertraue ich dir an.“ Auf seine Einwendung, wie er dies fertig bringen solle, da er keine Weideplätze kenne, erwiderte sie: „Fürchte dich nicht, ich werde dir beistehen.“

Und wirklich, sie ist ihm beigestanden! Und stets in wunderbarer Weise. Die Allerseligste begann selber durch Don Bosco das Werk für die Rettung der Jugend. Ein wilder Junge, welcher der Messe Don Boscos am 8. Dezember des Jahres 1841 im Kirchlein zum heiligen Franz von Assisi beiwohnte, empfing von ihm nach Schluss derselben einen kurzen religiösen Unterricht. Er begann den Unterricht mit dem Ave Maria. Und dieses Ave Maria, bezeugte Don Bosco später selber, bewirkte all das Gute, das zum Wohl der Jugend von ihm und seinen Söhnen gewirkt wurde. Das Jugendwerk war begonnen. Doch bald stellten sich Schwierigkeiten aller Art ein. Aber die Muttergottes war wiederum seine Helferin.

Die Zahl der Jungen, die sich bei Don Bosco nach und nach einstellten, vermehrte sich derart, dass er nicht mehr wusste, wo er sie unterbringen sollte. In dieser gedrückten Lage ermutigte ihn die Muttergottes wiederum durch einen Traum. Sie erschien ihm als Hirtenmädchen. Sie lud ihn ein, ihm zu folgen. Eine große Herde Tiere lief ihnen nach. Viele wandelten sich in Lämmer um. Nach einer kurzen Wegstrecke sah man einen geräumigen Hof, der von Säulenhallen umgeben war und an dessen Ende eine schöne Kirche stand. Die Zahl der Lämmer war außerordentlich groß geworden. Immer weiter ging der Weg. Eine herrliche Kirche wurde sichtbar. In ihrem Inneren glänzte ein blendend weißes Band mit der Inschrift: Hic domus mea inde gloria mea. Hier ist mein Haus, von hier wird meine Herrlichkeit ausgehen. Auch dieser Traum stärkte und ermutigte Don Bosco.

Die Zahl der Jungen wuchs von Tag zu Tag. Don Bosco konnte allein die Arbeit nicht mehr bewältigen. Er brauchte Helfer. Nun gab ihm die Muttergottes den Gedanken ein, eine religiöse Genossenschaft zu gründen. Sie kam ihm wieder mit einem Traum entgegen. Er erzählt: „Es schien mir, als befände ich mich in einer großen Ebene, umgeben von einer unabsehbaren Menge von Jungen. Die Muttergottes erschien mir wieder und befahl mir, inmitten dieser Jugend zu arbeiten. Ich begann zu predigen, Beichte zu hören, zu ermahnen, doch sah ich, dass ich allein wenig ausrichten konnte; einige Priester, die ich in der Nähe sah und zu meiner Hilfe herbeirief, verließen mich bald wieder. Da wandte ich mich wieder an die Himmelskönigin, um bei ihr Trost und Hilfe zu suchen. Da sprach sie zu mir:“ „Mein Sohn, willst du es wissen, wie du es machen sollst, damit dir deine Mitarbeiter nicht davon laufen? Nimm dieses Band und binde es ihnen auf die Stirn.“ „Auf dem Band stand das Wort: Gehorsam. Ich befolgte sogleich diesen Rat und die Wirkung war wunderbar. Keiner von denen, die dieses Band trugen, versuchte mehr, sich zurückzuziehen.“ Dies war die erste Anregung der Muttergottes zur Gründung einer Kongregation. In anderen Träumen wurde ihm der Plan zur Gründung einer eigenen Genossenschaft noch klarer gezeigt, so dass er wusste, welche Wege er zu gehen hatte.

Diese wunderbare Hilfe und Eingebung begleitete Don Bosco in seinem frommen Werk bis zu seinem Lebensende. Auf ihre Weisung erbaute er die Kirche zu Ehren Maria, der Hilfe der Christen. Ihrer Hilfe verdankte er die Gutheißung seiner Kongregation. Sie sorgte für Nachwuchs und Unterstützung des schönen Werkes. Sie erwies sich stets als Führerin und Erhalterin der frommen „Gesellschaft des heiligen Franz von Sales.“

Zuletzt rief sie ihren treuen Diener zur ewigen Belohnung. Auf seinem Sterbebett sprach er von Zeit zu Zeit mit lauter Stimme: „O Mutter, Mutter, morgen! O Mutter, Mutter, öffne mir die Pforten des Himmels!“

Als am 31. Januar 1889 auf der Maria-Hilf-Kirche der Engel des Herrn geläutet wurde, schwang sich seine Seele zum Himmel empor.

 

 

Hl. Elisabeth von Thüringen (+ 19.11.1231):

 

Maria wird zur Trösterin der Heiligen Elisabeth

Die heilige Elisabeth hatte nach dem Tod ihres tugendhaften Gemahls einen schweren Lebensweg voller Dornen und Leiden, so dass der Heiland selbst ihr öfter erschien, um sie zu trösten, zu stärken und er empfahl sie außerdem der besonderen Obhut seiner Mutter. „Wenn du meine Schülerin sein willst“, sprach Maria eines Tages zu ihr, „so will ich deine Meisterin sein; willst du meine Magd werden, so werde ich deine Frau, deine Herrin sein.“ Elisabeth überließ sich ganz der Leitung und Obhut Mariä, und diese gute Mutter führte sie auf den Weg der Heiligkeit von Tugend zu Tugend bis zur höchsten Stufe der Vollkommenheit. So wandelte die heilige Elisabeth auf ihrem Lebensweg, der ein dorniger Weg des Kreuzes war. Sterbend rief sie: „O Maria, komm mir zu Hilfe!“ und schlummerte hinüber in die Glückseligkeit des Himmels am 19. November 1231.

 

 

Hl. Franz von Sales (+ 28.12.1622):

 

Durch Gebet zu Maria von der Versuchung zur Verzweiflung befreit

Als der heilige Franz von Sales, Bischof von Genf, noch ein junger Student war, - er war damals siebzehn Jahre alt – da kam es ihm vor, als ob ihm jemand beständig die Worte zuflüstern würde: „Gott hat beschlossen, dich auf ewig zu verdammen; dir kann nichts mehr helfen.“ Der junge Student wurde dadurch so aufgeregt, dass er nicht mehr schlafen und nicht mehr essen konnte. Er magerte immer mehr ab und seine Gesundheit schien verloren zu sein. In dieser Bedrängnis nahm er seine Zuflucht zur Muttergottes; er ging oft in die Kirche, kniete dort vor dem Marienbild nieder und bat aufs inständigste um Hilfe. Das Gebet half; denn die Versuchung hörte plötzlich wieder auf; er wurde wieder gesund wie zuvor. Von dieser Zeit ab zeichnete er sich erst recht durch eine große Andacht zur Muttergottes aus.

 

 

Hl. Epiphanius ? :

 

Wenn die Hölle Maria in deinem Herzen sieht und ihren Namen von deinen Lippen hört, so schließt sie ihren Flammenabgrund und alle Teufel, die sie zu deinem Verderben absendete, kehren beschämt zurück.

 

(Es gibt mindestens vier Heilige mit diesem Namen. Auf welchen davon dieses Zitat zurückgeht, ist mir unbekannt:

Hl. Epiphanius - Bischof und Bekenner von Pavia + 21.1.496

Hl. Epiphanius - Bischof und Martyrer von Afrika + ?

Hl. Epiphanius - Bischof von Salamis in Cypern + 12.5.402

Hl. Epiphanius - Patriarch von Konstantinopel + 25.8.535)

 

 

Hl. Peter Claver (+ 8.9.1654):

 

Der heilige Peter Claver, der berühmte Apostel der Sklaven, wurde einst zu Cartagena, wie in seinem Leben berichtet wird, zu einem Sterbenden ins Spital gerufen. Dieser war ein verstockter Sünder; er hatte mit Gott gänzlich gebrochen und trug eine tödliche Feindschaft im Herzen, die er nicht aufgeben wollte, alles Zureden des Heiligen war umsonst. Er brach in schreckliche Flüche und Gotteslästerungen aus. Endlich sprach er, um so von den lästigen Ermahnungen frei zu werden: „Wenn der Kalviner dort auf dem Bett sich bekehrt, dann will ich mich auch mit Gott aussöhnen.“ Was tat nun der eifrige Missionar? Er sank auf die Knie und betete laut ein „Salve Regina – Gegrüßet seist du Königin!“ so inbrünstig, wie eben nur ein Heiliger zu beten vermag. Als er geendet, rief der Kalviner: „Pater! Helfen Sie mir! Ich möchte gerne katholisch werden und als Katholik sterben!“ Nun wandte sich der Heilige zunächst zu dem verstockten Sünder und sprach zu ihm: „Siehst Du mein Sohn! Die Mutter Gottes will Dich unbedingt retten. Sie will Dich in den Himmel haben.“ Jetzt war das Eis der Herzenshärte gebrochen. Ganz zerknirscht söhnte er sich mit Gott und mit seinem Todfeind aus. Als er dann wie ein bekehrter Schächer in den Armen des Heiligen seine Seele ausgehaucht hatte, begab sich dieser zum Bett des Kalviners, um auch diesen zu retten.

 

 

Hl. Papst Gregor der Große (+ 12.3.604):

 

Der heilige Papst Gregor der Große war ein eifriger Marienverehrer. Als in der Stadt Rom die Pest aufs heftigste wütete und viele Menschen hinwegraffte, ließ er das vom heiligen Evangelisten Lukas gemalte Bildnis der allerseligsten Jungfrau herumtragen und die furchtbare Krankheit wich. Maria hat geholfen.

 

 

Hl. Mechthild (+19.11.1299):

 

Der heiligen Mechthildis erschien an einem Samstag die allerseligste Jungfrau in himmlischer Majestät; auf der Brust trug sie in goldenen Buchstaben gestickt den „englischen Gruß“. Sie belehrte ihre Verehrerin, dass kein Mensch einen schöneren „Gruß“ finden könnte, als den, welchen Gott selbst ihr gesendet habe. Wer also in kindlicher Liebe seine Mutter im Himmel mit diesem, ihrem liebsten Gruß erfreut, darf wohl mit Vertrauen die Bitte anfügen: Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.