Ein duftender Kranz um Maria mit dem Kinde

Blumenlegenden von Ina Hertin



Regens Dr. Michael Rackl von Eichstätt schrieb am 4. Dezember 1927 im Vorwort zu dem Büchlein:

"Mit großer Freude habe ich mich in das Manuskript vertieft, das den Titel trägt: "Ein duftender Kranz um Maria mit dem Kinde. Blumenlegenden von Ina Hertin". Es sind reizende Legenden, denen ich eine Drucklegung herzlichst wünschen würde. Freude an der schönen Gottesnatur und Freude an unserer heiligen Religion müssen in jedem empfänglichen Gemüt erblühen, das diese sonnige Naturbetrachtung auf sich wirken lässt und die Naturschönheiten benützt, um daraus einen Kranz für die liebe Himmelsmutter zu flechten.

Was Bischof von Keppler in seinem goldenen Buch "Mehr Freude" geschrieben und gefordert hat in dem Kapitel "Freude und Naturgefühl", das finde ich in den herzigen Legenden von Ina Hertin verwirklicht: "Es sollte auch alles zusammenhelfen, um im Gemüt unseres Volkes das Naturgefühl wieder aus dem Schlaf zu wecken . . . Der Sinn fürs Kleine und die Fähigkeit sich am Kleinen zu erfreuen, ist auch hier sehr wichtig. Wer das hat, findet überall in der Natur Freudenblumen mit milchreichem Stengel und honigsüßer Glocke. Am Kleinen muss man dem Kind Verständnis für die Natur, Achtung, Schonung, Pietät gegen sie anerziehen: an der Blume, am Baum, am Quell, am Vogel." Ganz besonders liefern die Legenden eine prachtvolle Illustration zu dem Gedanken von Keppler: "Eine gesunde Religiosität wird gern den Bund eingehen mit der Liebe zur Natur, und ein edles Naturgefühl wird der Religiosität viel Nahrung und Schwung zu bieten vermögen."

Ich würde es deswegen außerordentlich bedauern, wenn es nicht gelänge, diese anmutigen, sinnreichen, belehrenden und erbaulichen Legenden von Ina Hertin durch Drucklegung einem weiteren Leserkreis zugänglich zu machen."