Päpstliche Verlautbarungen und Lehrentscheidungen - eine Auswahl

 

Schon die Apostel haben Gesetze erlassen und Urteile gefällt, haben z.B. den Genuss des Opferfleisches verboten, haben für die Abendmahlfeier Regeln aufgestellt, haben öffentliche Sünder aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.Es sah sich also sogar die noch junge und ganz kleine Kirche bei all ihrer ersten Begeisterung auf derartige Hilfsmittel angewiesen. Das war nichts anderes als die Ausübung des Hirtenamtes, das der Herr selber den Aposteln übertragen hatte. Es war die praktische Anwendung der Gesetzes- und der Strafgewalt, die ihnen Christus mit den Worten anvertraut hatte: "Wahrlich ich sage euch, was ihr auf Erden binden werdet, wird auch im Himmel gebunden sein; und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, wird auch im Himmel gelöst sein."

Unser Herr hat eben von vornherein gewusst, was der menschlichen Natur angemessen ist, was seiner aus unvollkommenen Menschen bestehenden Kirche not tut. So werden eben auch wir uns damit abfinden müssen, dass wir noch nicht im Himmel, sondern hier auf der Erde, dass wir noch nicht am Ziel, sondern noch auf der mühsamen Pilgerschaft sind, wo ohne derartige Hilfsmittel nun einmal nicht auszukommen ist.

Hier nun findest Du eine kleine Auswahl kirchlicher Lehrentscheidungen und Verlautbarungen aus verschiedenen Zeiten der Geschichte der Kirche, die in einem gewissen Zusammenhang mit den Inhalten dieser Webseite stehen.

Matthias Hergert

 

Papst Klemens VII.

 

 

Textquelle:

Heinrich Denzinger,

Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen,

2014, Herder