Maria, die Trösterin der Betrübten


Maria!

Kein Lied klingt so rein und hell wie dieses Wort.

Keines so innigtief und warm.

Nach dem Namen Jesus ist es der schönste Name,

den wir kennen und nennen.



Es gibt so bittre Stunden

im wirren Lebenslauf,

da brechen alte Wunden

mit neuen Schmerzen auf.

Der Frühling ist verdorben,

der Sonnenschein erstorben,

und trüb und schwer der Mut:

dann denk ich dein, Maria,

und gleich ist alles gut.


Und wenn mich niederzwingen

Unmut und Überdruss,

weil gar nichts will gelingen

von allem, was ich muss:

wag ich, zu Gott zu treten

und recht um Rat zu beten

in rechter Andachtsglut

und denke dein, Maria,

dann ist schon alles gut.

Friedrich Wilhelm Weber