Papst Sixtus IV. - Die Unbefleckte Empfängnis Mariens

 

Papst Sixtus IV.: Papst vom 9. August 1471 bis 12. August 1484

 

Konstitution „Cum praeexcelsa vom 27. Februar 1477

Die Unbefleckte Empfängnis Mariens

 

„Wenn wir die ganz hervorragenden Zierden der Verdienste, mit denen die Himmelskönigin, die glorreiche Jungfrau und Gottesgebärerin, an ätherischen Stätten thronend, gleichsam als Morgenstern vor den Gestirnen erglänzt, in demütig betrachtender Erwägung durchforschen, so erachten wir es für angemessen, ja vielmehr für unabdingbar, alle Christgläubigen mit Ablässen und Sündenvergebungen einzuladen, dem allmächtigen Gott (dessen Vorsehung von Ewigkeit her auf die Niedrigkeit dieser Jungfrau schaute und sie – um die menschliche Natur, die durch den Fall des ersten Menschen dem ewigen Tod verfallen war, mit ihrem Schöpfer wieder zu versöhnen – durch die Vorbereitung des heiligen Geistes zur Wohnstätte seines Einziggeborenen bestimmte, dass er aus ihr das Fleisch unserer Sterblichkeit für die Erlösung seines Volkes annehme und sie nichtsdestoweniger nach der Geburt unbefleckte Jungfrau bliebe) für die wunderbare Empfängnis der unbefleckten Jungfrau Dank und Lob darzubringen, die deswegen in der Kirche Gottes eingerichteten Messen und anderen göttlichen Offizien zu lesen und an ihnen teilzunehmen, damit sie dadurch aufgrund der Verdienste dieser Jungfrau und ihrer Fürsprache der göttlichen Gnade würdiger werden.“