Papst Leo I. - Die Unwiederholbarkeit der Taufe

 

Papst Leo I. (der Große): Papst vom 29. September 440 bis 10. November 461

 

Brief „Regressus ad nos“ an Bischof Nicetas von Aquileja vom 21. März 458

Die Unwiederholbarkeit der Taufe

 

"Diejenigen aber, die entweder durch Furcht gedrängt oder durch Irrtum verleitet wurden, die Taufe zu wiederholen, und jetzt erkennen, dass sie gegen das Sakrament des katholischen Glaubens gehandelt haben, müssen die Regelung beachten, dass sie nur durch das Heilmittel der Buße in unsere Gemeinschaft gelangen und durch die bischöfliche Handauflegung die Einheit der Gemeinschaft empfangen.

Denn diejenigen, die die Taufe von Häretikern empfangen haben, nachdem sie zuvor nicht getauft worden waren, sind allein unter Anrufung des Heiligen Geistes durch Auflegung der Hände zu firmen, weil sie nur die Form der Taufe ohne die Kraft der Heiligung empfangen haben. Und wir verkünden, dass diese Regel, wie ihr wisst, in allen Kirchen beachtet werden muss, dass nämlich das einmal empfangene Bad der Taufe durch keine Wiederholung verletzt werde, da der Apostel sagt: „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“ (Eph 4,5). Ihre Abwaschung darf durch keine Wiederholung entweiht werden; vielmehr ist, wie wir sagten, allein die Heiligung durch den Heiligen Geist anzurufen, damit man, was man von Häretikern nicht empfängt, von katholischen Priestern erhalte.“