Papst Gregor II. - Die Verehrung heiliger Bilder

 

Papst Gregor II.: Papst vom 19. Mai 715 bis 11. Februar 731

 

Brief an Kaiser Leon III. zwischen 726 und 730

Die Verehrung heiliger Bilder

 

„Und Du behauptest, dass wir Steine, Wände und Tafeln anbeten. Es ist nicht so, wie Du sagst, Kaiser, sondern zu unserer Erinnerung und zur Aufrüttelung, und weil unser träger und roher Geist emporgehoben wird durch diejenigen, um deren Namen, deren Anrufung und deren Abbilder es sich handelt; und nicht als Götter, wie Du sagst. Das sei ferne! Denn wir setzen die Hoffnung nicht darauf. Und wenn es ein Bild des Herrn ist, sagen wir: Herr, Jesus Christus, Sohn Gottes, komm uns zu Hilfe und rette uns. Wenn aber seiner heiligen Mutter, sagen wir: heilige Gottesgebärerin, Mutter des Herrn, lege Fürsprache ein bei deinem Sohn, unserem wahren Gott, um unsere Seelen zu retten. Wenn aber eines Martyrers: heiliger Erzmartyrer Stephanus, der du dein Blut für Christus vergossen hast, weil du freimütig geredet hast: Lege Fürsprache für uns ein. Und bei jedem Martyrer, der das Martyrium erlitten hat, sagen wir so, schicken wir solche Gebete durch sie empor. Und es ist nicht so, wie Du sagst, Kaiser, dass wir dabei die Martyrer als Götter bezeichnen.“