Goldene Ringe

 

1. Der Bruder der heiligen Brigitta, mit Namen Israel, ein Prinz von Schweden, erwies sich stets als ein ganz besonderer Verehrer der „Königin aller Heiligen“. – Als er während eines Feldzuges gegen die Ungläubigen erkrankte, begab er sich in eine Kirche und kniete vor dem Bildnis Marias andächtig nieder. Dann zog er den Ring von seinem Finger und opferte ihr ihn mit den Worten: „Sieh, o Maria, ich schenke mich dir und überlasse mich mit vollem Vertrauen deiner mütterlichen Barmherzigkeit! Weil ich nun dein Eigentum bin, so trage du auch gütige Sorge für mich, der ich zwar einer aus den geringsten, aber denn doch dich liebenden Dienern bin!“ –

 

2. Dem berühmten Gnadenbild der heiligen Muttergottes auf dem Monserrat in Spanien schickte Franz I., König von Frankreich, aus der Gefangenschaft seinen goldenen Ring mit den Worten: „Dies ist das einzige Geschenk, das ein gefangener König dir, o Himmelskönigin, machen kann!“

Der König gab Maria seinen einzigen Ring als Opferung, und die Himmelskönigin erwirkte ihm dafür von Gott die Befreiung aus seinen Banden.

Ein wahrer Gnadenring! –