Fünfter Tag

 

Mutter von der immerwährenden Hilfe, wenn ich dein liebes Bild betrachte, so erkenne ich, dass du mit Recht Mutter der Schmerzen genannt wirst. Das Kind in deinen Armen erzittert vor den Marterwerkzeugen, die die beiden Engel ihm vor Augen führen. Es empfindet im Geist jetzt schon den schmerzvollen Kreuzestod, der einst seinem Leben ein Ende machen wird. Auch du hast mit deinem Jesus diese bitteren Seelenqualen empfunden. Und dieses Schmerzensschwert marterte dein liebendes Mutterherz jeden Augenblick deines Lebens. Wahrhaftig, du bist die Mutter der Schmerzen, die Mithelferin am Erlösungswerk. Darum ist ja auch deine Macht so groß und deine Fürsprache so entscheidend bei Gott.

 

Siehe, o Mutter, ich habe Mitleid mit dir und deinem Jesus, und das umso mehr, da auch meine Sünden Jesus ans Kreuz genagelt und dein Mutterherz gefoltert haben.

 

Um deiner Schmerzen willen, Mutter, bitte ich dich, erflehe mir eine wahre Reue über meine Sünden und die Kraft, sie künftighin zu meiden. Gedenke auch der Bitte, die ich dir in dieser neuntägigen Andacht unterbreite, und erhöre sie.

 

Vater unser . . .

Ave Maria . . .

Ehre sei dem Vater . . .