Maria keinen je vergisst, der sie mit frommem Ave grüßt

 

Von einem Einsiedler wird erzählt, er habe die Muttergottes oft mit einem Ave gegrüßt. In einer Nacht wurde es nun auf einmal hell in seinem Zimmer wie am Mittag. Und Maria in himmlischer Pracht stand vor ihm. Sie trug einen Mantel und auf diesem Mantel waren, von schönstem Gold gestickt, viele hundertmal die Worte zu lesen: Ave Maria! Der fromme Klausner war darüber ganz verwundert. Da sprach Maria zu ihm: "Siehe, diese schöne Goldstickerei hast du mir gemacht, dein Engel hat hier jedes Ave mit Gold eingesetzt." Dann setzte sie hinzu:

"Bald ist der Schmuck des Kleides fertig,

Dann - sei des ewigen Lohns gewärtig!"

Und der, welcher die Geschichte erzählt, macht den Schluss:

"Maria keinen je vergisst,

Der sie mit frommen Ave grüßt!"