Januarius Maria

 

Pater Januarius Maria, ein Schüler des heiligen Alphons von Liguori, der auch im Ruf der Heiligkeit starb, liebte, gleich nach Gott, Maria über alles, und verehrte ganz besonders ihre unbefleckte Empfängnis. Um die Andacht zu dieser „Königin aller Heiligen“ zu verbreiten, teilte er eine große Menge von Skapulieren und Rosenkränzen aus: deshalb fand er – während der in der Kongregation üblichen Erholungsstunde nach dem Mittags- und Nachtessen – seine schönste Beschäftigung im Anfertigen von Skapulieren und Rosenkränzen.

 

Auch widmete er die herzlichste Verehrung dem Namen der heiligen Muttergottes. – Da er einst eine von einem sonst sehr eifrigen Priester gehaltenen Predigt über das allerheiligste Altarsakrament gehört hatte, war er von der Rede sehr befriedigt, aber er konnte nicht ohne Traurigkeit daran denken, dass er nicht ein einziges Mal den geliebten Namen „Maria“ ausgesprochen hatte. Darum bat er ihn dringend, in seinen künftigen Predigten den Namen der allerseligsten Jungfrau fortan nicht auszulassen, indem er ihm versicherte: er würde durch sein Wort dann weit mehr Früchte des Heils für sich und seine Zuhörer gewinnen. – Er freute sich seines Namens „Januarius Maria“ außerordentlich, und verhehlte nie seinen schmerzlichen Unwillen gegen denjenigen, der ihn nur mit dem Namen „Januarius“ anredete, ohne jenen „Maria“ beizusetzen.

 

Im Monat September, in dem die Feste „Maria Geburt“ und „Maria Namen“ gefeiert werden, pflegte er seine Freunde zu bitten, mit ihm der heiligen Muttergottes zu danken, dass sie ihm in diesem Monat die Gnaden, um die er gebeten hatte, immer gewährt habe. –

 

Ihm war es zur Gewohnheit geworden, des Nachts vor dem Schlafengehen den Rosenkranz um den Arm zu wickeln, um sich seiner liebenswürdigen Königin auch während der Nacht zu erinnern. Er vertraute auch einem seiner Freunde, dass er in seinen allerschwersten Mühen und Kämpfen gegen die Hölle sich immer außerordentlich gestärkt fühle, wenn er in den Händen den Rosenkranz halte.

 

Überall predigte er mit der höchsten Freude die Glorie Marias. In allen seinen Predigten empfahl er ihre Verehrung, und wirkte mit allen Kräften dahin, dass neuntägige Andachten (Novenen) zu ihrer Ehre gefeiert wurden. -

 

(Aus: Aufzeichnungen über die Redemptoristen-Congregation)