Die Kongregation der Kinder Marias

 

(Aus: Leben des P. Xaver von Ravignan von P. A. von Ponlevoy)

 

Die Regel der Kongregation

 

Die Kongregation der Damen aus der vornehmen Welt, die jetzt in der Kapelle des Sacré-Coeur (heiligen Herzens) in der Straße von Varennes zu Paris besteht und den Namen „Kinder Marias“ trägt, verdankt nicht nur ihre gegenwärtige Blüte, sondern auch ihre erste Einrichtung dem P. Xaver von Ravignan aus der Gesellschaft Jesu, diesem berühmtesten Geistesmann und Kanzelredner aus der Neuzeit Frankreichs. Die Statuten des besagten frommen Unternehmens, von seiner eigenen Hand geschrieben, die den Titel führen: „Regel, welche einige christliche Frauen verfasst und angenommen haben“, lauten:

 

„Die wahrhaft christlichen Endzwecke, für die man sich im Geist und im Gebet vereinigen muss, sind:

Am ersten Freitag eines jeden Monats werden wir uns in dem Gedanken vereinen, für alle Lästerungen genug zu tun, die ohne Unterlass unserem Heiland im allerheiligsten Sakrament des Altars widerfahren. Wir werden ihn dabei gegenseitig für einander um den Fortschritt in einem innerlichen gesammelten Leben bitten und um die Liebe zum Leiden, die dazu die Grundlage ist.

 

Am Samstag, dem Tag der Verehrung des heiligen Herzens Mariä, werden wir diesem die Sünder anempfehlen, und für einander um die Gnade bitten, einige Herzen zu Jesus Christus zurückführen zu können.

 

Wir werden in jedem Monat einen Tag der Vorbereitung auf den Tod widmen und dabei für einander um die Gnade eines guten Todes bitten, eines Todes im trostvollen Glauben an die Barmherzigkeit Gottes und der Heiligen, die uns alsdann gleich treuen und mächtigen Freunden zu Hilfe kommen werden.

 

Die darauffolgende heilige Kommunion kann dann für unsere verstorbenen Eltern und für die eines jeden aus uns aufgeopfert werden.

 

Die nächstfolgende heilige Kommunion dagegen für alle unsere Kinder, und um die Gnade zu erlangen, ihnen und unseren Familien gegenüber unsere Pflichten gut zu erfüllen.

 

Ein anderes Mal für die heilige katholische Kirche, ihre Missionare und Priester. Wenn man der großen Gnaden gedenkt, deren sie bedürfen, so erkennt man, dass die Gläubigen durch ihre Gebete diesen erhabenen Beruf unterstützen müssen.

 

Ein anderes Mal für unsere noch lebenden Verwandten, und für alle Menschen, die sich in unser Gebet empfohlen haben.

 

Wieder ein anderes Mal für unsere armen Pfarrkirchen auf dem Land. Es gibt dort so viel geistiges Elend, und ist daher so viel Hilfe zu erflehen für diese Seelen! Wir werden gegenseitig für einander um die Gnade bitten, diese Pfarreien durch unseren Wandel zu erbauen, und einiges Gute dort zu wirken.

 

Die Mittel nun, wodurch man sich in der Tat eben so leicht als nützlich vereinigen kann, sind folgende:

 

Was uns die größte Sicherheit gewährt, uns vor Gott zu vereinigen, ist das Bestreben, uns mit der Meinung der Kirche innig zu verbinden, den Geboten, die sie vorschreibt, zu folgen, ihre Feste zu feiern, und die Heiligen, die sie verehrt, anzurufen. So werden wir uns in der Liebe Gottes wiederfinden, die da ist das Band der Auserwählten im Himmel und auf der Erde.

 

Wir werden uns auf eine besondere Weise durch pünktliche Übung der heiligen Betrachtung vereinen, und darum jeden Morgen eine Stunde darauf verwenden.

 

Wir werden jede einen besonderen Punkt wählen, über den wir uns wenigstens ein Mal des Tages, z.B. am Abend, erforschen müssen. Und so werden wir, indem wir uns der Sammlung und dem inneren Leben widmen, das beste Bedürfnis unseres Herzens erfüllen, das der Selbstüberwindung und Abtötung.

 

Wir werden uns auch sorgfältig bemühen müssen, unsere Andachtsübungen anderen lieb und annehmbar zu machen, und würden ohne Bedenken frommen Tröstungen entsagen, um das leiseste Ärgernis in unseren Familien zu vermeiden.“

 

Die erste Versammlung der „Kinder Marias“ fand am 1. Mai 1846 bei der Gräfin Sophia Swetschine statt, und zwar in ihrer von Gold und Edelsteinen strahlenden Kapelle in der Straße des heiligen Dominikus.

 

Diese Versammlungen, die ganz rasch die zahlreichste Teilnahme fanden, waren von nun an die Lebensaufgabe des P. von Ravignan, die er bis zu seinem im Jahr 1858 erfolgten Tod fortsetzte. Jeden Monat hielt er ihnen zwei Ansprachen, eine bei der Feier der Heiligen Messe, die andere am Abend vor der Ausspendung des Segens. Jedes Jahr gab er ihnen außerdem eine Retraite. Er hatte ihnen deren sechs gehalten, er, der nur einen Weg des Heils kannte: den Weg des Kreuzes in der Nachfolge Jesu und Mariä.

 

Zu diesen Retraiten (geistliche Übungen) der „Kinder Marias“ in der Kapelle des Sacré-Coeur kamen eine Menge Anfragen, und schon von Beginn des Jahres bis zur heiligen Fastenzeit stritt man sich um die Eintrittskarten. Doch ergingen auch Einladungen, und die frivolsten Weltdamen fanden sich neben den christlichen Frauen dabei ein. Ja sogar Protestanten mischten sich unter die Katholiken. Und wenn die Kapelle, die Tribünen, ja sogar der Chor bis zu den Altarstufen besetzt gewesen, so konnte man im Auditorium ungefähr sechstausend Damen aus den glänzendsten Salons von Paris zählen.

 

Man wird leicht begreifen, dass dieses Unternehmen trotz des tausendfältigen Lärms von Paris nicht nur einen Wiederhall fand, sondern auch einen wirklichen, heilsamen Einfluss ausüben musste. Wie viele Seelen haben in diesem Heiligtum und unter der Wirkung dieser so mächtigen und überzeugenden Sprache, die auf das hehre Tugendvorbild und die Macht der Fürbitte und die Huld der allerseligsten Jungfrau Maria hinwies, die Gnaden und den Frieden Gottes gefunden. Es ist nicht zu leugnen, dass die Frivolität zuweilen ernste durch den Eifer eingegebene und durch die Stimme des Gewissens gerechtfertigte Worte nach ihrer Art und Weise auslegte, doch was lässt sich aus diesen vereinzelten Angriffen auf den gottinnigen Führer der „Kinder Marias“ schließen? Weiß man doch zur Genüge, dass die Welt immer Welt bleiben wird, und dass der Missbrauch stets verfährt wie der Irrtum: der eine nennt etwas gut, was er verdorben, der andere etwas wahr, was er entstellt hat.

 

Übrigens war der Ordensmann in diesen Retraiten für Damen ganz derselbe, wie man ihn bei den Retraiten der Männer gesehen hat: immer dem Buch der Exerzitien des heiligen Ignatius von Loyola folgend, stets dieselben Wahrheiten wiederholend, ohne je die nämlichen Ausdrücke zu gebrauchen. Seine Sprache, von dem innigsten Glauben und von der feurigsten Liebe beseelt, war von einer ernsten Rührung durchdrungen, die sich seinen Zuhörern mitteilte, gewöhnlich dieselben ermutigte, sie zuweilen auch niederdonnerte. Es galt ihm ja nur, seine Zuhörer von der Welt abzulösen und zu Jesus und Maria hinzuführen – zu ihrer Heiligung und dereinstigen ewigen Beseligung.

 

Darum kannte die bereits genannte Gräfin Sophia Swetschine (eine Konvertitin), diese durch ihren moralischen und schriftstellerischen Ruhm schon so ausgezeichnete Frau, bald nicht mehr Worte genug finden, um dem P. von Ravignan genügend auszudrücken: wie viel Freude und Nutzen sie mit ihren frommen Freundinnen, den „Kindern Marias“, aus diesen monatlichen Zusammenkünften schöpfe.

 

„Mein teurer und verehrter Pater,“ schrieb sie ihm eines Tages, „ich freue mich schon im Voraus auf jene glückselige Stunde, die uns am Freitag erwartet!“ – Ein anderes Mal sagte sie: „Auf Wiedersehen am Freitag, mein guter Pater! Freitag, Tag des Trostes für uns alle, ein Tag, dem meine Dankbarkeit schon vorauseilt!“ – Ein drittes Mal: „Wie gut sind Sie! Mein Herz nimmt alles, was mir von Gott durch Maria kommt, als eine Gnade an, und Ihre Ermutigungen sind nicht die geringsten von denen, für welche ich ihm täglich danke!“

 

Not und Tod eines dieser Kinder Marias

 

Man wird diese Kongregation der „Kinder Marias“ aber noch mehr schätzen, wenn man erfährt, wie diese Damen aus der großen Welt darin gottergeben dulden und gut sterben lernten.

 

Aus den vielen, vielen Beispielen – nur Eins!

In Paris lebte eine junge Frau, die als eine jener seltenen Personen bekannt war, die alle Erfordernisse des Glücks, die man sich auf dieser Welt nur denken kann, in sich vereinigte: einen berühmten Namen, viele Reichtümer, den Glanz der Schönheit und die Erhabenheit des Charakters, dazu endlich alle Segnungen des Familienlebens, glückliche Gattin und Mutter dreier Kinder, verband sie mit all der Pracht des Reichtums und der Gaben der Natur noch die kostbarsten Gnaden des Himmels: sie erwies sich als die „Blume der Kinder Marias“. Jolande von Polignac, Tochter des Fürsten gleichen Namens, der Minister des Königs Carl X. von Frankreich gewesen, wurde 1830 geboren, während ihr edler und unglücklicher Vater, ob seiner Treue gegen den König Carl X., in einem Staatsgefängnis der Todesstrafe entgegensah. Sie wuchs heran in den Betrübnissen der Verbannung, doch ihre Seele schöpfte den Glauben aus den Traditionen ihrer Familie, und die Stärke aus der Trübsal. – Nach Frankreich später zurückgekehrt, ward sie Gemahlin des Grafen Sosthenes von La-Rochefoucauld, Herzogs von Bisaccia, und wurde so durch diese Heirat – Enkelin jenes Herzogs Matthäus von Montmorency, der nach einem tief christlichen Leben so schön zu sterben verstanden hatte.

 

All ihren irdischen Glückseligkeiten fehlte nur eins: jene Verzichtleistung, die niemanden verheißen ist, eine – Sicherheit gegen den Tod. Er kam, schwang seine Sense im Schoß dieser Familie. Alle wurden verwundet, und diejenigen, die dabei nicht erlagen, waren nicht am wenigsten zu beklagen.

 

Mitten im stärksten Winter, als die Straßen weiß waren von Schnee, hielt, neun Tage nacheinander, in früher Morgenstunde eine mit großem Wappen versehene Equipage vor dem Portal der Kirche „Unserer Lieben Frau vom Sieg“. Eine junge, elegante und zarte Frau stieg aus und ging hinein, um unter Tränen zur heiligen Muttergottes daselbst zu beten, die man die „Trösterin der Betrübten“ nennt. Sie flehte um die Erhaltung ihres Gatten, der von den Ärzten aufgegeben war. Am letzten Tag des Novembers genas der Sterbende wie durch ein Wunder, und die ganze Familie war mit innigster Freude erfüllt.

 

Doch sollte dieser Schrecken nur ein Vorbote schwereren Jammers sein, und gar bald der Tod mit größerer Sicherheit seine Streiche führen. Es zeigt sich plötzlich eine grauenvolle und ansteckende Krankheit, von der alle Kinder zugleich ergriffen, und eines schnell dahingerafft wird. An der Wiege, in der das Söhnchen eben die letzten Seufzer ausgehaucht hatte, schrieb die arme Mutter an die Herzogin von Montmorency folgenden, wirklich heroischen Brief, in dem sie ihren eigenen Schmerz so weit beherrscht, dass sie den der anderen schonen und mit aller Vorsicht die traurige Nachricht mitteilen kann:

 

„Meine geliebte Mutter!

 

Ich bin recht in Sorgen um meinen kleinen Leopold. Das Übel verschlimmert sich, und ich fürchte, es möchte die Bräune daraus entstehen, denn das Atmen wird ihm schwer und seine Stimme ist sehr verändert. Überlassen wir uns den Händen Gottes. Alles, was er tut, ist wohlgetan! Sollte das teure Kind später nicht zur Ehre Gottes und Marias dienen, so muss man den Mut haben, zu bitten: dass er es jetzt zu sich nehmen möge, wo es noch rein und gut ist.

 

Die Ärzte verlassen ihn soeben: ich hatte Recht, meine liebe Mutter, er hat eine bösartige Bräune, es ist keine Hoffnung mehr . . .

 

Neun Uhr abends. Meine teure Mutter! Mein Kind ist bei Jesus und Maria im Himmel. Es verschied soeben ohne Schmerzen. Noch einmal habe ich ihm gesagt: es möge für Sie beten, da Sie es so sehr lieben, und für uns alle. Ich erlangte von Sosthenes, dass er nicht zu ihm kam, denn die Ansteckung ist groß. Er fühlt sich sehr unglücklich, befindet sich aber im Übrigen wohl. Sie können beruhigt sein: Gott wird es nicht zulassen, dass er wieder erkranke, und ich werde ihn schon gut pflegen. – Was mich betrifft, so drückt mich schwerster Jammer, aber er ließ kein bitteres Gefühl in meinem Schmerz. Der Gedanke an die unendliche Seligkeit meines Kindes ist fast der einzige, der mich beschäftigt, und ich kann in der Tat nicht ganz unglücklich sein, wenn ich es so glücklich weiß. Gott hilft mir durch die Fürsprache Marias, und ich lobpreise ihn tausendmal, dass er mich zum Leiden, mein Kind aber zur Glorie und zur Glückseligkeit auserwählt hat! – Auf Wiedersehen, meine teure Mutter! Lassen Sie uns stets wiederholen: Teurer kleiner Engel, bitte für uns!“

 

Sicher hat der Engel gebetet, denn die Mutter, das fromme „Kind Marias“, folgte bald ihrem Söhnlein nach. – Während sie ihren Gatten fern hielt, näherte sie sich selbst der Gefahr zu sehr, drückte ihre Lippen auf die Stirn ihres Sohnes und sog mit diesem Kuss die Krankheit ein. Allsogleich davon ergriffen, legte sie sich nieder und fühlte, dass sie sterben würde. Da nun begann eine andere Novene zu Unserer Lieben Frau vom Sieg. Der Mann begehrte für seine Frau, was sie für ihn verlangt hatte. Aber dieses Mal siegten die Wünsche des Himmels über jene der Erde, und – am neunten Tag war die glückliche Mutter mit ihrem „kleinen Engel“ vereinigt.

 

Einige Zeit danach, als am Fest des heiligen Joseph, des Nährvaters Jesu, die „Kinder Marias“ eine Versammlung hatten, erzählte P. von Ravignan diesen heiligen Tod, von dem er selbst Zeuge gewesen war. Er war tief bewegt, und, wie er sich ausdrückte, dieser Stoff verlangte eher Tränen als Worte.

 

Seine Ansprache lautete:

 

„Wenn man ein Leben enden sieht, das hienieden das vollständige Bild des Glücks darbot, so scheint es, als ob Gott uns dadurch eine große Lehre geben wolle. Dieser jungen Frau hatte er nichts von alledem versagt, was man auf Erden wünschen kann: Schönheit, Reichtümer, zärtlichste Liebe. Allein all dies, in einem Augenblick wird es von Gott vernichtet. Nichts ist also das Leben, und anderswohin gehen unsere Schritte. Was dabei aber tröstet, ist die Erkenntnis jenes lebendigen Glaubens, der zum Himmel führt.

 

Und gewiss in dieser jungen Seele, die ich gut gekannt habe, lebte ein inniger Glaube. Als die Krankheit, die schon ihr Kind geraubt hatte, nun auch sie ergriff, ließ sie mich rufen und sprach: „Reden Sie mir viel von der Seligkeit des Himmels!“ Auch sagte sie weiter: „Ich weiß, dass ich sterben werde!“ und sie selbst verlangte die heiligen Sterbesakramente. Sie empfing sie in voller Ruhe und mit Heiterkeit. Sie ließ mich mehrere Male zu sich bitten und wollte eine Generalbeicht ihres ganzen Lebens ablegen. Nachdem dies geschehen war, empfahl sie mir noch alles, was ich tun sollte: „Nicht wahr, Sie geben mir die General-Absolution!“ sagte sie. „Sie werden viel für mich beten und auch meinem Mann sagen, dass er viel für mich beten lässt!“

 

Lasset es mich Euch sagen, Ihr Kinder Marias, dass dieses Kind eine zärtliche Liebe und ein unendliches Vertrauen zu Maria hatte. Seit ihrer ersten heiligen Kommunion, die sie hier in diesem ehrwürdigen Haus empfangen hatte, ließ sie nicht einen einzigen Samstag vorübergehen, ohne das kleine Offizium von der unbefleckten Empfängnis Marias zu beten. Und in ihrem fünfstündigen Todeskampf, wenn der Name Marias über meine Lippen kam, wiederholte sie, obgleich sie schon in den Armen des Todes lag, gar oft und mit rührendem Ausdruck: „Maria! Maria! Maria!“

 

Am Vorabend ihres Todes schrieb sie mir: „Ich sterbe!“ und zwar waren diese Worte von ihrer eigenen Hand mit Bleistift geschrieben. Am letzten Tag verlangte sie nochmals die heilige Wegzehrung, und, Ihr wisst es, mit diesem Tag schloss die Gebets-Novene, die Ihr für sie gehalten habt. Sie schloss mit dieser Gnade, gleichwie mit einem Vorboten der himmlischen Glorie.

 

Endlich als die Stunde kam, wo wir uns entschließen mussten, sie aus dieser Welt scheiden zu sehen, war sie allein ruhig, war sie liebevoll und teilnehmend für die Ihrigen und schon strahlend im Hinblick auf ihre eigene Seligkeit. Ich hatte sie gefragt: ob irgendetwas sie beunruhige? – sie erwiderte mir: „Nein, mein Pater!“

 

Der Augenblick des Abschiednehmens war gekommen. Sie wendete sich zu jedem im Besonderen, zu ihrer Mutter, zu ihren Brüdern, zuletzt an ihren Gatten, reichte ihm die Hand und sprach: „Und dich, Sosthenes, liebe ich von ganzem Herzen!“ – „Aber Jolande“, antwortete er, „Gott über alles!“ – Bei dieser erhebenden Erinnerung erbebt die junge Sterbende mit dem ganzen Aufleuchten ihres Glaubens, erhebt sich auf ihrem Lager und vollendet ihr Leben mit diesen Worten vollkommener Liebe: „Ja, ja, Sosthenes, Gott über alles!“

 

So, meine Damen, bleibt demnach auch uns nichts übrig, als Gott. Und Maria muss unsere Stütze sein, zu Gott zu gelangen! Amen.“