Vierte Maiandacht - Freudige Mitarbeit

 

Lied: Maria durch ein Dornwald ging

 

Maria durch ein Dornwald ging,

Kyrie eleison,

Maria durch ein Dornwald ging,

der hat in sieben Jahrn kein Laub getragen.

Jesus und Maria.

 

Was trug Maria unter ihrem Herzen?

Kyrie eleison.

Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,

das trug Maria unter ihrem Herzen.

Jesus und Maria.

 

Da haben die Dornen Rosen getragen,

Kyrie eleison,

als das Kindlein durch den Wald getragen,

da haben die Dornen Rosen getragen.

Jesus und Maria.

 

Einleitungsgebet

 

V Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

A Amen.

 

V Ewiger Gott und Vater, wir erscheinen vor deinem heiligen Angesicht, um dir für die Gnaden und Vorzüge zu danken, die du der seligsten Jungfrau Maria verliehen hast. Du hast sie mit allen Gaben ausgestattet, die ihr hoher Beruf erfordert. Darum ehren und lieben wir sie und weihen ihr diesen Monat, in dem die Natur sich Jahr um Jahr in neuer Pracht und Schönheit kleidet.

A Herr und Gott, wie groß und wunderbar bist du. In die Hand der Jungfrau Maria hast du das Heil der Welt gelegt.

 

V Zu ihr kommen wir jeden Tag, freuen uns über ihre Größe und Heiligkeit und empfehlen ihrem mütterlichen Herzen alle unsere Bitten und Sorgen. Wir danken dir, dass du sie uns zur Mutter und Fürsprecherin gegeben hast, und hoffen vertrauensvoll auf ihren Schutz.

A Eine Mutter wird nie ihr Kind vergessen und immer Mitleid haben mit dem Kind ihres Schoßes.

 

V In Maria hast du uns ein Vorbild jeglicher Tugend gegeben. Sie ist die demütige Magd, die deinen Willen anbetet, die reine Jungfrau, deren Herz nur dir gehört, die heilige Mutter, die ihr Liebstes opfert, die starke Frau, die in der schwersten Stunde das Gottvertrauen nicht verliert, die Hohepriesterin des Neuen Bundes, die unter dem Kreuz ihres Sohnes zur Mittlerin der Gnaden wird. Zu ihr schauen wir auf, nach ihrem Beispiel wollen wir handeln.

A Wer auf mich hört, wird nicht zuschanden, wer sich um mich bemüht, wird niemals sündigen.

 

V So nimm das Lob in Gnaden an, das wir der Mutter deines Sohnes weihen. Was der Heilige Geist im Buch der Bücher schrieb, beten wir zu ihrer Ehre:

A Mein Herz wallt auf zu frohem Sang, ich weihe mein Lied dem König, meine Zunge ist dem Stift des schnellsten Schreibers gleich.

 

V Du bist der Schönste unter allen Menschenkindern, Anmut ist ausgegossen über deine Lippen, darum hat Gott auf ewig dich gesegnet.

A Umgürte deine Hüften mit dem Schwert, Allmächtiger, erhebe dich in deiner Pracht und Schönheit.

 

V Zieh aus mit Glück, tritt ein für Wahrheit, Güte und Gerechtigkeit, und deine Rechte wird dich wunderbar geleiten.

A Gar scharf sind deine Pfeile, Völker sinken vor dir hin, ins Herz getroffen sind des Königs Feinde.

 

V Dein Thron, o Gott, steht fest für alle Ewigkeit, dein Herrscherstab ist ein gerechtes Zepter.

A Du liebst das Recht, das Unrecht hassest du, darum hat dich der Herr, dein Gott, mit Freudenöl gesalbt vor deinen Brüdern.

 

V Wie duftet dein Gewand nach Myrrhe, Aloe und Kassia, in Elfenbeinpalästen erfreuen Königstöchter dich in deinem Ehrenschmuck.

A Zu deiner Rechten steht die Königin in golddurchwirktem Kleid, in Pracht gehüllt.

 

V Nun horche, Tochter, schau und neig dein Ohr, vergiss dein Volk und deines Vaters Haus.

A Nach deiner Schönheit sehnt der König sich, er ist der Herr, dein Gott, ihn bete an.

 

V Die Tyrustöchter flehen um deine Huld mit Ehrengaben, die Mächtigen des Volkes neigen sich vor dir.

A Die Herrlichkeit der Königstochter liegt in ihrem Innern, mit Gold ist ihr Gewand durchwirkt.

 

V Im Hochzeitsschmuck naht sie dem König, umgeben von jungfräulichem Geleit.

A Mit Jubel und Frohlocken führt man sie herbei, so ziehen sie in den Palast des Königs.

 

V Statt deiner Väter werden Söhne dir geboren, du setzt sie ein als Fürsten auf der ganzen Erde.

A Verkünden wird man deinen Namen allen kommenden Geschlechtern, und preisen werden dich die Völker immerdar.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

Die Muttergottesrosen

 

An eines klaren Bächleins Rand

Maria einst in Demut stand;

Sie wäscht ein Kleidlein weiß und fein

Für Jesus, ihren Knaben, klein,

Und sieht sich um nach sich´rer Stätte,

Wo es die Sonn´ getrocknet hätte.

 

Doch nackt war alles ringsumher,

Ein Rosenstrauch nur, kahl und leer,

Hing wild am schroffen Felsenrain;

Kein Blättlein grünt im Sonnenschein,

Kein rotes Röslein freundlich nickt,

Maria fragend zu ihm blickt:

 

"Du Armer, willst du freundlich nützen?

Willst meines Lieblings Kleidchen schützen?"

Die Holde spricht´s und hängt gewandt

Das Kleidchen auf mit zarter Hand

Und kehrt mit liebevollem Blick

Zu ihrem süßen Kind zurück.

 

Schaut seines Schlummers wonnig Glühn,

Der Wänglein zarte Rosen blühn,

Die Äuglein selig zugeschlossen,

Vom hellen Himmelsschein umgossen,

So wunderschön, wie Engel sind,

Und doch ein holdes Erdenkind;

 

Mit ird´schen Zügen ist´s geschmücket,

Doch was durch sie das Herz entzücket,

Das ist auf Erden nicht entsprossen,

Das ist ja höh´rem Licht entflossen.

Maria neigt sich liebend hin

Und flüstert mit bewegtem Sinn:

 

"O Kind, wie bist Du engelschön!

Möcht´ and´res nicht auf Erden sehn;

Was ist´s, was mir bei Dir das Herz

Erregt in Wonne und in Schmerz?

Wie bin ich neben Dir so klein,

Und doch so reich, denn Du bist mein!"

 

Noch lange stand sie betend so,

Bewacht ihr Kindlein fromm und froh,

Dann aber eilet sie geschwinde,

Ob trocken sie sein Kleidchen finde

Vom Sonnenschein, vom Windeshauch,

Zurück zu jenem Rosenstrauch.

 

Doch welch ein Wunder sie erschaut!

Dem eignen Blicke kaum sie traut,

Als ihr der dürre Strauch in Pracht

Mit Blüt´ und Duft entgegenlacht.

Die grünen Blätter sonder Zahl,

Sie wiegen sich im Sonnenstrahl,

 

Und hell, wie Morgenröte glüht,

Sind holde Röschen aufgeblüht,

Die auf den schlanken, leichten Zweigen

Sich grüßend ihr entgegenneigen.

Ein leiser, wunderbarer Hauch

Umwallet sanft den heil´gen Strauch,

 

Auf jedem Blatt ein Duft, so süß,

Als weht´ er aus dem Paradies.

Maria steht und atmet kaum,

Sie meint, es sei ein frommer Traum;

Sie nimmt mit zitternd leiser Hand

Herab das heilige Gewand.

 

Und küsst den Zweig, auf dem´s gehangen,

Mit scheuer Lust, mit frommem Bangen.

Sie kehrt zu ihrem Kind zurück,

Das schaut sie an mit hellem Blick,

Und reicht die Ärmchen ihr entgegen

Gleich einem reichen Himmelssegen.

 

Doch sie mit demutvollem Sinn

Fällt vor dem heil´gen Kindlein hin,

Und betet still den Ew´gen an,

Der Großes hat an ihr getan.

Und immer noch so hoch erhöht

Die "Muttergottesrose" steht,

 

Noch immer schwebet Duft und Glanz

Um ihren grünen Blätterkranz.

Im dunklen Wald sieht man sie stehn,

Als Frühlingswunder anzusehn,

Und selbst des Gartens Königin

Ist nicht so hold in meinem Sinn.

 

Und strömet mir auf wilden Wegen

Ihr zarter Blütenhauch entgegen,

Und seh´ ich sie so lieblich blühn,

Fühl´ ich mein Herz in Andacht glühn;

Es dünket mir der Duft so süß,

Ein Gruß aus Gottes Paradies,

 

Der Felsenklippe öder Raum

Umspielt von einem Engelstraum.

O du mein Heiland, Himmelslicht,

Das durch des Lebens Wüste bricht:

Nimm hin mein Herz, sieh´s gnädig an,

Wie du´s dem armen Strauch getan!

 

Lied: Maria Mutter, Friedenshort

 

Maria Mutter, Friedenshort,

wir kommen in bedrängten Tagen

und bitten dich, ein Mutterwort

für uns bei deinem Sohn zu sagen.

 

Sei du um uns wie ein Gebet,

vor dem die Stürme knien müssen.

Wenn deine Bitte mit uns fleht,

kann sich dein Sohn uns nicht verschließen.

 

Du weißt, was uns im Herzen bebt

an gläubigem und kühnem Wagen.

Wenn deine Hand die Schatten hebt,

wird uns ein Fest der Gnaden tagen.

 

Dein Haus ist wie ein Lobgesang,

in dem die stummen Steine beten.

All unser Bitten wird zum Dank

und schweigt von seinen dunklen Nöten.

 

V Ewiger Vater, nach deinem Willen sollen alle Menschen deine Kinder sein und untereinander eine große Familie bilden, die Freude und Leid gemeinsam trägt. Die Sünde hat diese Gemeinschaft zerstört, der Erlöser hat sie wiederhergestellt. Er will alle Kinder Adams von neuem in heiliger Liebe vereinigen. Jethro kam in der Wüste zu Mose und teilte mit ihm die Freude über die Errettung Israels aus Ägypten. Maria eilte nach der Verkündigung des Engels in das Haus des Zacharias und ließ Elisabeth an ihrer Freude teilnehmen.

A Wie gut und schön ist es, wenn Menschen in brüderlicher Eintracht miteinander wohnen.

 

V Wir lesen aus dem zweiten Buch Mose, wie sein Schwiegervater Jethro ihn in der Wüste besuchte:

Als Jethro gehört hatte, was Gott an Mose und seinem Volk getan, und wie er Israel aus Ägypten befreit hatte, machte er sich auf, um Mose in der Wüste aufzusuchen. Mose ging ihm entgegen, verneigte sich vor ihm, umarmte ihn, und sie begrüßten einander mit Worten des Friedens. Als sie in das Zelt getreten waren, berichtete Mose seinem Schwiegervater alles, was der Herr dem Pharao und den Ägyptern um Israels willen getan hatte. Er erzählte von all den Mühsalen, die sie unterwegs erlitten hatten, und schilderte, wie der Herr sie immer wieder errettet habe. Jethro freute sich über all diese Dinge, besonders über die Rettung aus der Knechtschaft Ägyptens, und sprach: Gepriesen sei der Herr, der euch aus der Gewalt der Ägypter und der Hand des Pharao befreit und sein Volk aus der Knechtschaft erlöst hat. Jetzt sehe ich, wie der Herr erhaben ist über alle Götter und jeden demütigt, der sich gegen ihn erhebt. Dann brachte Jethro dem Herrn ein Opfer dar, und Aaron und alle Ältesten Israels kamen, um mit ihm vor dem Herrn das Opfermahl zu halten.

A Mose machte sich auf, ging seinem Schwiegervater entgegen und begrüßte ihn mit den Worten des Friedens.

 

V Mit Freuden erzählte er ihm, was der Herr für Israel getan und wie er sie aus Ägypten errettet hatte.

A Und Jethro sprach: Gepriesen sei der Herr, der euch aus der Hand des Pharao befreit und sein Volk aus der Knechtschaft erlöst hat.

 

V Ein Mensch mit gütigem Verstehen ist wie ein großer Freund, sein Werk wiegt einen Bruder auf.

A Wir wollen uns lieben mit brüderlicher Liebe, mit Teilnahme einander begegnen.

 

V Das Ohr, das mich hörte, pries mich selig, und das Auge, das mich sah, wusste mich zu schätzen.

A Weil ich ein Herz hatte für den Verlassenen und Liebe für den, der einsam war.

 

V Im Glück erkennt man den Freund, und im Unglück bleibt der Feind nicht verborgen.

A Der Böse stiftet Uneinigkeit, und Gottes Engel ist gegen ihn.

 

V Durch den Neid des Teufels ist der Tod in die Welt gekommen.

A Und die ihm angehören, ahmen ihm nach.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

Zur Mutter von der immerwährenden Hilfe

 

Jungfrau, Mutter Gottes mein,

lass mich ganz Dein eigen sein!

Dein im Leben, Dein im Tod,

Dein in Unglück, Angst und Not,

Dein in Kreuz und bitt'rem Leid,

Dein für Zeit und Ewigkeit.

 

Jungfrau, Mutter Gottes mein,

lass mich ganz Dein eigen sein!

Mutter, auf Dich hoff' und bau' ich.

Mutter, zu Dir ruf' und seufz' ich.

Mutter, Du Gütigste, steh mir bei.

Mutter, Du Mächtigste, Schutz mir leih'.

 

O Mutter, so komm, hilf beten mir!

O Mutter, so komm, hilf streiten mir!

O Mutter, so komm, hilf leiden mir!

O Mutter, so komm und bleib bei mir!

 

Du kannst mir ja helfen, o Mächtigste!

Du wirst mir auch helfen, o Gütigste!

Du musst mir nun helfen, o Treueste!

Du willst mir auch helfen, Barmherzigste!

 

O Mutter der Gnade, der Christen Hort!

Du Zuflucht der Sünder, des Heiles Port!

Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier!

Du Trost der Betrübten, Ihr Schutzpanier!

 

Wer hat je umsonst Deine Hilf' angefleht?

Wann hast Du vergessen ein kindlich Gebet?

Drum ruf' ich beharrlich in Kreuz und in Leid!

Maria hilft immer! - Sie hilft jederzeit!

 

Ich ruf' voll Vertrauen in Leiden und Tod:

Maria hilft immer - in jeglicher Not!

So glaub' ich - und lebe und sterbe darauf.

Maria hilft mir in den Himmel hinauf.

 

V Wir lesen aus dem Evangelium des heiligen Lukas, wie Maria ihre Base Elisabeth besuchte:

In jenen Tagen machte sich Maria auf und ging eilends über das Gebirge in eine Stadt im Stamm Juda. Sie trat in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Sobald Elisabeth den Gruß Marias vernahm, frohlockte das Kind in ihrem Schoß. Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes. Woher wird mir die Gnade, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, sobald dein Gruß an mein Ohr klang, frohlockte das Kind vor Freude in meinem Schoß. Selig, die du geglaubt hast, dass in Erfüllung gehen wird, was dir vom Herrn gesagt ward.

A Sie trat in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.

 

V Steh auf, meine Freundin, und komm. Der Winter ist vorüber, der Regen hat aufgehört.

A Mein Geliebter ist da, er springt über die Berge und eilt über die Hügel.

 

V Schon steht er an unserer Mauer, spricht durch das Fenster und schaut durch das Gitter.

A Blumen sprossen hervor, die Weinberge blühen, und der Feigenbaum setzt seine Frucht an.

 

V Woher wird mir die Gnade, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

A Vor Freude frohlockte das Kind in ihrem Schoß.

 

V Dienet einander mit der Gnade, die ihr empfangen habt, und seid treue Verwalter der Gaben Gottes.

A Keiner sei nur auf sich bedacht, jeder habe ein Herz für den andern.

 

V Meine Freude ist vollkommen, wenn ihr eines Sinnes seid, verbunden in Liebe, in Güte und Eintracht.

A Einer segne den andern; denn der Herr hat euch berufen, Segen zu erben.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

V Ewiger Gott und Vater, du hast die allerseligste Jungfrau in das Haus des Zacharias geführt, um Elisabeth das Geheimnis der Erlösung zu offenbaren und ihr das wunderbare Wirken deiner Gnade zu zeigen. Wir begleiten die heilige Jungfrau im Geist auf ihrem Gang durch das Gebirge und bitten dich, gib auch uns ein tiefes Verstehen für das, was du in den Seelen der Menschen durch deine Gnade beginnen und erreichen willst. Wir wollen dein Wirken in den Herzen anderer voll Glaube und Vertrauen unterstützen und mit siegreicher Liebe alle Hindernisse und Schwierigkeiten überwinden im Gedanken an Jesus, den die Jungfrau zu Elisabeth getragen hat.

A Amen.

 

Lied: Maria Mutter, Friedenshort

 

Dein Mantel ist ein goldnes Zelt,

gewebt von mütterlicher Liebe.

Breit ihn als Heimat um die Welt,

dass keiner ohne Mutter bliebe.

 

Dein Kind ist unser Himmelreich,

das Licht von tausend klaren Sonnen

kommt doch nicht seinem Glanze gleich,

sein Herz verschenkt uns alle Wonnen.

 

Gib, dass wir unser Pilgersein

in deines Kindes Licht vollenden.

Hüll uns in deinen Mantel ein

und führe uns an deinen Händen.

 

Maria, Mutter, Königin,

im Jubel der erlösten Chöre

gibt unser Herz als Lied sich hin:

dir, Mutter, und dem Sohn zur Ehre.

 

Litanei von der Mutter Gottes

 

V/A Herr, erbarme dich.

V/A Christus, erbarme dich.

V/A Herr, erbarme dich.

 

V Christus, höre uns. A Christus, erhöre uns.

 

V Gott Vater im Himmel, A erbarme dich unser.

V Gott Sohn, Erlöser der Welt, A erbarme dich unser.

V Gott Heiliger Geist, A erbarme dich unser.

V Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, A erbarme dich unser.

 

V Heilige Maria, A bitte für uns.

Heilige Gottesgebärerin

Heilige Jungfrau der Jungfrauen

Mutter Christi

Mutter der göttlichen Gnade

Du reinste Mutter

Du keuscheste Mutter

Du unversehrte Mutter

Du unbefleckte Mutter

Du liebenswürdige Mutter

Du wunderbare Mutter

Du Mutter des guten Rates

Du Mutter des Schöpfers

Du Mutter des Erlösers

Du weiseste Jungfrau

Du ehrwürdige Jungfrau

Du lobwürdige Jungfrau

Du mächtige Jungfrau

Du gütige Jungfrau

Du getreue Jungfrau

Du Spiegel der Gerechtigkeit

Du Sitz der Weisheit

Du Ursache unserer Freude

Du geistliches Gefäß

Du ehrwürdiges Gefäß

Du vortreffliches Gefäß der Andacht

Du geheimnisvolle Rose

Du Turm Davids

Du elfenbeinerner Turm

Du goldenes Haus

Du Arche des Bundes

Du Pforte des Himmels

Du Morgenstern

Du Heil der Kranken

Du Zuflucht der Sünder

Du Trösterin der Betrübten

Du Hilfe der Christen

Du Königin der Engel

Du Königin der Patriarchen

Du Königin der Propheten

Du Königin der Apostel

Du Königin der Märtyrer

Du Königin der Bekenner

Du Königin der Jungfrauen

Du Königin aller Heiligen

Du Königin, ohne Makel der Erbsünde empfangen

Du Königin des heiligen Rosenkranzes

Du Königin des Friedens

 

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A verschone uns, o Herr.

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A erhöre uns, o Herr.

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A erbarme dich unser.

 

V Bitte für uns, heilige Gottesmutter, A dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

 

V Lasset uns beten. Wir bitten dich, Herr und Gott, verleihe, dass wir als deine Diener uns der beständigen Wohlfahrt der Seele und des Leibes erfreuen und auf die glorreiche Fürsprache der seligen allzeit jungfräulichen Mutter Maria von der gegenwärtigen Trübsal befreit und der ewigen Freude teilhaftig werden, durch Christus, unsern Herrn. A Amen.

 

Lied: Tauet, Himmel, den Gerechten

 

Tauet, Himmel, den Gerechten,

Wolken, regnet ihn herab!

rief das Volk in bangen Nächten,

dem Gott die Verheißung gab,

einst den Mittler selbst zu sehen

und zum Himmel einzugehen;

denn verschlossen war das Tor,

bis der Heiland trat hervor.

 

Gott der Vater ließ sich rühren,

dass er uns zu retten sann;

und den Ratschluss auszuführen,

trug der Sohn sich selber an.

Schnell flog Gottes Engel nieder,

brachte diese Antwort wieder:

Sieh, ich bin des Herren Magd,

mir gescheh, wie du gesagt.

 

In des Fleisches armer Hülle

steigt herab nun Gottes Sohn;

Leben, Licht und Gnadenfülle

bringt er uns vom Himmelsthron.

Erde, jauchze auf in Wonne

bei dem Strahl der neuen Sonne!

Fernhin bis zum Niedergang

werde alles Lobgesang!

 

V Auf die Fürsprache der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria segne uns der allmächtige Gott, der Vater + und der Sohn + und der Heilige + Geist.

A Amen.