Siebzehnte Maiandacht - Ungerechtigkeit

 

Lied: Gott wohnt in einem Lichte

 

Gott wohnt in einem Lichte, dem keiner nahen kann.

Von seinem Angesichte trennt uns der Sünde Bann.

Unsterblich und gewaltig ist unser Gott allein,

will König tausendfaltig, Herr aller Herren sein.

 

Und doch bleibt er nicht ferne, ist jedem von uns nah.

Ob er gleich Mond und Sterne und Sonnen werden sah,

mag er dich doch nicht missen in der Geschöpfe Schar,

will stündlich von dir wissen und zählt dir Tag und Jahr.

 

Auch deines Hauptes Haare sind wohl von ihm gezählt.

Er bleibt der Wunderbare, dem kein Geringstes fehlt.

Den keine Meere fassen und keiner Berge Grat,

hat selbst sein Reich verlassen, ist dir als Mensch genaht.

 

Einleitungsgebet

 

V Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

A Amen.

 

V Ewiger Gott und Vater, wir erscheinen vor deinem heiligen Angesicht, um dir für die Gnaden und Vorzüge zu danken, die du der seligsten Jungfrau Maria verliehen hast. Du hast sie mit allen Gaben ausgestattet, die ihr hoher Beruf erfordert. Darum ehren und lieben wir sie und weihen ihr diesen Monat, in dem die Natur sich Jahr um Jahr in neuer Pracht und Schönheit kleidet.

A Herr und Gott, wie groß und wunderbar bist du. In die Hand der Jungfrau Maria hast du das Heil der Welt gelegt.

 

V Zu ihr kommen wir jeden Tag, freuen uns über ihre Größe und Heiligkeit und empfehlen ihrem mütterlichen Herzen alle unsere Bitten und Sorgen. Wir danken dir, dass du sie uns zur Mutter und Fürsprecherin gegeben hast, und hoffen vertrauensvoll auf ihren Schutz.

A Eine Mutter wird nie ihr Kind vergessen und immer Mitleid haben mit dem Kind ihres Schoßes.

 

V In Maria hast du uns ein Vorbild jeglicher Tugend gegeben. Sie ist die demütige Magd, die deinen Willen anbetet, die reine Jungfrau, deren Herz nur dir gehört, die heilige Mutter, die ihr Liebstes opfert, die starke Frau, die in der schwersten Stunde das Gottvertrauen nicht verliert, die Hohepriesterin des Neuen Bundes, die unter dem Kreuz ihres Sohnes zur Mittlerin der Gnaden wird. Zu ihr schauen wir auf, nach ihrem Beispiel wollen wir handeln.

A Wer auf mich hört, wird nicht zuschanden, wer sich um mich bemüht, wird niemals sündigen.

 

V So nimm das Lob in Gnaden an, das wir der Mutter deines Sohnes weihen. Was der Heilige Geist im Buch der Bücher schrieb, beten wir zu ihrer Ehre:

A Mein Herz wallt auf zu frohem Sang, ich weihe mein Lied dem König, meine Zunge ist dem Stift des schnellsten Schreibers gleich.

 

V Du bist der Schönste unter allen Menschenkindern, Anmut ist ausgegossen über deine Lippen, darum hat Gott auf ewig dich gesegnet.

A Umgürte deine Hüften mit dem Schwert, Allmächtiger, erhebe dich in deiner Pracht und Schönheit.

 

V Zieh aus mit Glück, tritt ein für Wahrheit, Güte und Gerechtigkeit, und deine Rechte wird dich wunderbar geleiten.

A Gar scharf sind deine Pfeile, Völker sinken vor dir hin, ins Herz getroffen sind des Königs Feinde.

 

V Dein Thron, o Gott, steht fest für alle Ewigkeit, dein Herrscherstab ist ein gerechtes Zepter.

A Du liebst das Recht, das Unrecht hassest du, darum hat dich der Herr, dein Gott, mit Freudenöl gesalbt vor deinen Brüdern.

 

V Wie duftet dein Gewand nach Myrrhe, Aloe und Kassia, in Elfenbeinpalästen erfreuen Königstöchter dich in deinem Ehrenschmuck.

A Zu deiner Rechten steht die Königin in golddurchwirktem Kleid, in Pracht gehüllt.

 

V Nun horche, Tochter, schau und neig dein Ohr, vergiss dein Volk und deines Vaters Haus.

A Nach deiner Schönheit sehnt der König sich, er ist der Herr, dein Gott, ihn bete an.

 

V Die Tyrustöchter flehen um deine Huld mit Ehrengaben, die Mächtigen des Volkes neigen sich vor dir.

A Die Herrlichkeit der Königstochter liegt in ihrem Innern, mit Gold ist ihr Gewand durchwirkt.

 

V Im Hochzeitsschmuck naht sie dem König, umgeben von jungfräulichem Geleit.

A Mit Jubel und Frohlocken führt man sie herbei, so ziehen sie in den Palast des Königs.

 

V Statt deiner Väter werden Söhne dir geboren, du setzt sie ein als Fürsten auf der ganzen Erde.

A Verkünden wird man deinen Namen allen kommenden Geschlechtern, und preisen werden dich die Völker immerdar.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

Zur Mutter mit dem Jesuskind

 

Mutter mit dem Jesuskind,

Mutter du vom guten Rat,

Da wir keinen Weg mehr finden,

Zeig uns du den rechten Pfad!

 

In deine lieben Hände

Leg ich meine ohne Bangen,

Nimm du mich mit,

Du kennst den Weg, den ER gegangen.

 

Es hat ihm niemals je gebrannt

Ein Herz so wie das deine,

Und keine Liebe hat erkannt

Wie du die seine!

 

Und seine unermessne Pein

Hat niemand so empfunden,

Du trugest tief im Herzen Dein

All seine Wunden!

 

Du warest Mutter, ihm zur Seit,

Der wankend schritt in Banden,

Und hast in namenlosem Leid

Am Kreuz gestanden.

 

Dir legten sie ihn in den Schoß,

In Weh und bittrem Klagen,

Entstellt und blutig, nackt uns bloß,

Den du getragen.

 

Und drum in deine Hände

Leg ich meine ohne Bangen,

Nimm du mich mit,

Du kennst den Weg, der ER gegangen!

 

Lied: Maria, dich lieben

 

Maria, dich lieben, ist allzeit mein Sinn;

dir wurde die Fülle der Gnaden verliehn:

du Jungfrau auf dich hat der Geist sich gesenkt;

du Mutter hast uns den Erlöser geschenkt.

 

Dein Herz war der Liebe des Höchsten geweiht;

du warst für die Botschaft des Engels bereit.

Du sprachst: "Mir geschehe, wie du es gesagt.

Dem Herrn will ich dienen, ich bin seine Magd."

 

Du Frau aus dem Volke, von Gott ausersehn,

dem Heiland auf Erden zur Seite zu stehn,

kennst Arbeit und Sorge ums tägliche Brot,

die Mühsal des Lebens in Armut und Not.

 

V Ewiger Vater, solange die Macht des Bösen auf Erden besteht, werden alle, die dir dienen wollen, Unrecht und Verfolgung leiden müssen. Jeremia, das große Vorbild deines Sohnes, wurde von seinem eigenen Volk angeklagt und des Todes schuldig befunden, weil er dein Wort verkündigt und deinen Auftrag erfüllt hatte. Dein Eingeborener, der die Unschuld selber war, wurde von Juden und Heiden in den Tod geschickt, obwohl ihm niemand ein Unrecht nachweisen konnte. Bewahre uns vor der Verblendung, in die Hass und Feindschaft den Menschen stürzen, und lass uns in jeder Lage unseres Lebens erkennen, was recht ist, und mutig danach handeln.

A Der Herr ist gerecht und liebt die Gerechtigkeit. Mit Wohlgefallen schaut er hin auf alles, was Recht ist.

 

V Wir lesen aus dem Buch Jeremia, wie der Prophet von den Priestern zum Tod verurteilt wurde:

Als Joakim König von Juda war, erging das Wort des Herrn an den Propheten Jeremia. Er trat in den Tempel und verkündigte allem Volk: So spricht der Herr: Wenn ihr nicht auf mich hört, mein Gesetz verachtet und die Worte der Propheten in den Wind schlagt, dann werde ich dieses Haus zerstören und diese Stadt dem Fluch preisgeben vor allen Völkern auf der Erde. Die Priester und das ganze Volk hörten, wie Jeremia diese Worte sprach. Voll Wut ergriffen sie ihn, und alles Volk rief: Er soll des Todes sterben, weil er gegen den Tempel und gegen die Stadt geweissagt hat. Als die Fürsten Judas davon hörten, gingen sie zum Tempel hinauf, und die Priester sprachen zu ihnen und zum ganzen Volk: Dieser Mann ist des Todes schuldig. Ihr habt mit eigenen Ohren gehört, was er gegen unsere Stadt geweissagt hat. Jeremia aber entgegnete: Wisset und bedenket, wenn ihr mich tötet, kommt unschuldiges Blut über euch, über die Stadt und ihre Bewohner. Der Herr hat mich gesandt. Von ihm sind die Worte, die ich zu euch geredet habe. Darum bessert euren Wandel und hört auf die Stimme eures Gottes. Darauf traten einige von den Ältesten des Landes auf und sagten: Er ist nicht des Todes schuldig; denn im Namen des Herrn hat er zu uns geredet. Und sie retteten ihn aus den Händen des Volkes. Den Urias, der die gleiche Weissagung verkündet hatte, ließ der König ergreifen, mit dem Schwert erschlagen und seinen Leichnam auf die Grabstätte des gemeinen Volkes werfen.

A Die Priester sprachen zum ganzen Volk: Dieser Mann ist des Todes schuldig.

 

V Sie reißen wider mich den Mund auf und rufen voller Schadenfreude: Ha, wir haben es gehört mit unseren eigenen Ohren.

A Wie es wirklich war, hast du gesehen, Herr. O schweige nicht, sei nur nicht fern von mir.

 

V Erhebe dich und sorge für mein Recht. Mein Gott und Herr, hab Acht auf meine Sache.

A Sie sollen nicht in ihrem Herzen sagen: Welche Lust für uns! Wir haben ihn vernichtet.

 

V Meinen Brüdern bin ich fremd geworden, die Söhne meiner Mutter kennen mich nicht mehr.

A Lass die nicht irre an mir werden, die auf dich vertrauen, Herr.

 

V Die Sünder lauern dem Gerechten auf und trachten, ihn zu töten.

A Der Herr errettet ihn aus ihrer Hand und lässt ihn nicht zu Grunde gehen im Gericht.

 

V Eine Ehrenkrone wirst du tragen vor dem Herrn, ein Diadem empfangen aus der Hand des Allerhöchsten.

A Mit einer Krone hat er dich geschmückt wie einen Bräutigam, wie eine Braut dich ausgestattet.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

Zur Mutter von der immerwährenden Hilfe

 

Jungfrau, Mutter Gottes mein,

lass mich ganz Dein eigen sein!

Dein im Leben, Dein im Tod,

Dein in Unglück, Angst und Not,

Dein in Kreuz und bitt'rem Leid,

Dein für Zeit und Ewigkeit.

 

Jungfrau, Mutter Gottes mein,

lass mich ganz Dein eigen sein!

Mutter, auf Dich hoff' und bau' ich.

Mutter, zu Dir ruf' und seufz' ich.

Mutter, Du Gütigste, steh mir bei.

Mutter, Du Mächtigste, Schutz mir leih'.

 

O Mutter, so komm, hilf beten mir!

O Mutter, so komm, hilf streiten mir!

O Mutter, so komm, hilf leiden mir!

O Mutter, so komm und bleib bei mir!

 

Du kannst mir ja helfen, o Mächtigste!

Du wirst mir auch helfen, o Gütigste!

Du musst mir nun helfen, o Treueste!

Du willst mir auch helfen, Barmherzigste!

 

O Mutter der Gnade, der Christen Hort!

Du Zuflucht der Sünder, des Heiles Port!

Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier!

Du Trost der Betrübten, Ihr Schutzpanier!

 

Wer hat je umsonst Deine Hilf' angefleht?

Wann hast Du vergessen ein kindlich Gebet?

Drum ruf' ich beharrlich in Kreuz und in Leid!

Maria hilft immer! - Sie hilft jederzeit!

 

Ich ruf' voll Vertrauen in Leiden und Tod:

Maria hilft immer - in jeglicher Not!

So glaub' ich - und lebe und sterbe darauf.

Maria hilft mir in den Himmel hinauf.

 

V Wir lesen aus dem Evangelium des heiligen Johannes, wie der Herr verurteilt wurde:

Als die Soldaten Jesus gegeißelt und mit Dornen gekrönt hatten, ging Pilatus aufs Neue zu den Juden hinaus und sprach: Seht, ich führe ihn zu euch heraus, damit ihr seht, dass ich keine Schuld an ihm finde. Und Jesus trat vor sie hin, die Dornenkrone auf dem Haupt und den Purpurmantel um die Schultern. Da sprach Pilatus: Sehet, welch ein Mensch! Sobald die Hohenpriester und ihre Diener ihn erblickten, schrien sie: Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz mit ihm! Pilatus entgegnete ihnen: Nehmt ihr ihn hin und kreuzigt ihn; denn ich finde keine Schuld an ihm. Da antworteten die Juden: Wir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz muss er sterben; denn er hat sich selbst zum Sohn Gottes gemacht. Als Pilatus das hörte, fürchtete er sich noch mehr.

A Sobald die Hohenpriester und ihre Diener ihn erblickten, schrien sie: Ans Kreuz mit ihm, ans Kreuz mit ihm!

 

V Sie kennen nicht den Weg des Herrn. Es ist kein Recht auf ihren Pfaden. Wer sie betritt, verfällt dem Unheil.

A Verderblich ist ihr Plan; zum Bösen eilt ihr Fuß; sie töten den, der schuldlos ist.

 

V Hört die Frage eures Gottes: War ich denn für Israel wie eine Wüste, wie ein Land, das keine Frucht hervorbringt?

A Warum sagt mein Volk: Wir haben ihn verlassen, wir wollen seine Herrschaft nicht?

 

V Er ist der König der Gerechtigkeit, sein Stammbaum ist von Ewigkeit. Heiden werden kommen, ihn zu schauen, Fürsten, um vor ihm zu dienen.

A Mit einem neuen Namen werden sie ihn nennen, den der Mund des Herrn genannt hat.

 

V Ich habe es bei mir selbst geschworen, spricht der Herr, dass jedes Knie sich vor mir beugen und jede Zunge mir lobsingen soll.

A Du bist in Wahrheit ein verborgener Gott, der Heiland deines ganzen Volkes Israel.

 

V Ich sah ein weißes Ross, auf dem ein Reiter saß. Er führte einen Bogen, und eine Krone wurde ihm gereicht.

A So zog er aus als Sieger, um alle zu besiegen.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

V Ewiger Vater, Pilatus stellte deinen Sohn dem Volk vor mit den Worten: Welch ein Mensch! Hilf uns immer mehr erkennen, was für ein Mensch er ist, wie göttlich groß die Lehren sind, die er uns in seiner Schmach und Erniedrigung gibt. Er hat als Gerechter für die Ungerechten gelitten, um uns zu dir zu führen. Wir gehören zu ihm und müssen mit ihm Unrecht leiden, um den Sieg des Guten über das Böse zu erringen. Lass uns in der Stunde unserer Prüfung teilhaben an der Kraft und Ergebung, welche die allerseligste Jungfrau bewies, als das Volk den Mörder Barabbas losbat und den Tod ihres unschuldigen Sohnes forderte. Zu ihren Füßen legen wir in Demut alles Unrecht nieder, das wir leiden müssen, und bringen durch sie unser Gebet vor den, der für uns ist mit Dornen gekrönt worden.

A Amen.

 

Lied: Maria, dich lieben

 

Du hast unterm Kreuze auf Jesus geschaut;

er hat dir den Jünger als Sohn anvertraut.

Du Mutter der Schmerzen, o mach uns bereit,

bei Jesus zu stehen in Kreuz und in Leid.

 

Du Mutter der Gnaden, o reich uns die Hand

auf all unsern Wegen durchs irdische Land.

Hilf uns, deinen Kindern, in Not und Gefahr;

mach allen, die suchen, den Sohn offenbar.

 

Von Gott über Engel und Menschen gestellt,

erfleh uns das Heil und den Frieden der Welt.

Du Freude der Erde, du himmlische Zier:

du bist voll der Gnade, der Herr ist mit dir.

 

Litanei von der Mutter Gottes

 

V/A Herr, erbarme dich.

V/A Christus, erbarme dich.

V/A Herr, erbarme dich.

 

V Christus, höre uns. A Christus, erhöre uns.

 

V Gott Vater im Himmel, A erbarme dich unser.

V Gott Sohn, Erlöser der Welt, A erbarme dich unser.

V Gott Heiliger Geist, A erbarme dich unser.

V Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, A erbarme dich unser.

 

V Heilige Maria, A bitte für uns.

Heilige Gottesgebärerin

Heilige Jungfrau der Jungfrauen

Mutter Christi

Mutter der göttlichen Gnade

Du reinste Mutter

Du keuscheste Mutter

Du unversehrte Mutter

Du unbefleckte Mutter

Du liebenswürdige Mutter

Du wunderbare Mutter

Du Mutter des guten Rates

Du Mutter des Schöpfers

Du Mutter des Erlösers

Du weiseste Jungfrau

Du ehrwürdige Jungfrau

Du lobwürdige Jungfrau

Du mächtige Jungfrau

Du gütige Jungfrau

Du getreue Jungfrau

Du Spiegel der Gerechtigkeit

Du Sitz der Weisheit

Du Ursache unserer Freude

Du geistliches Gefäß

Du ehrwürdiges Gefäß

Du vortreffliches Gefäß der Andacht

Du geheimnisvolle Rose

Du Turm Davids

Du elfenbeinerner Turm

Du goldenes Haus

Du Arche des Bundes

Du Pforte des Himmels

Du Morgenstern

Du Heil der Kranken

Du Zuflucht der Sünder

Du Trösterin der Betrübten

Du Hilfe der Christen

Du Königin der Engel

Du Königin der Patriarchen

Du Königin der Propheten

Du Königin der Apostel

Du Königin der Märtyrer

Du Königin der Bekenner

Du Königin der Jungfrauen

Du Königin aller Heiligen

Du Königin, ohne Makel der Erbsünde empfangen

Du Königin des heiligen Rosenkranzes

Du Königin des Friedens

 

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A verschone uns, o Herr.

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A erhöre uns, o Herr.

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A erbarme dich unser.

 

V Bitte für uns, heilige Gottesmutter, A dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

 

V Lasset uns beten. Wir bitten dich, Herr und Gott, verleihe, dass wir als deine Diener uns der beständigen Wohlfahrt der Seele und des Leibes erfreuen und auf die glorreiche Fürsprache der seligen allzeit jungfräulichen Mutter Maria von der gegenwärtigen Trübsal befreit und der ewigen Freude teilhaftig werden, durch Christus, unsern Herrn. A Amen.

 

Lied: Gott wohnt in einem Lichte

 

Er macht die Völker bangen vor Welt- und Endgericht

und trägt nach dir Verlangen, lässt auch den Ärmsten nicht.

Aus seinen Glanz und Lichte tritt er in deine Nacht;

und alles wird zunichte, was dir so bange macht.

 

Nun darfst du in ihm leben und bist nie mehr allein,

darfst in ihm atmen, weben und immer bei ihm sein.

Den keiner je gesehen noch künftig sehen kann,

will dir zur Seite gehen und führt dich himmelan.

 

V Auf die Fürsprache der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria segne uns der allmächtige Gott, der Vater + und der Sohn + und der Heilige + Geist.

A Amen.