Sechzehnte Maiandacht - Seelengröße

 

Lied: O Haupt voll Blut und Wunden

 

O Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voller Hohn,

o Haupt, zum Spott gebunden mit einer Dornenkron,

o Haupt sonst schön gekrönet mit höchster Ehr und Zier,

jetzt aber frech verhöhnet: gegrüßet seist du mir.

 

Du edles Angesichte, vor dem sonst alle Welt

erzittert im Gerichte, wie bist du so entstellt.

Wie bist du so erbleichet, wer hat dein Augenlicht,

dem sonst ein Licht nicht gleichet, so schändlich zugericht´t.

 

Die Farbe deiner Wangen, der roten Lippen Pracht

Ist hin und ganz vergangen; des blassen Todes Macht

hat alles hingenommen, hat alles hingerafft,

und so bist du gekommen von deines Leibes Kraft.

 

Was du, Herr, hast erduldet, ist alles meine Last;

Ich, ich hab es verschuldet, was du getragen hast.

Schau her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat;

gib mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad.

 

Einleitungsgebet

 

V Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

A Amen.

 

V Ewiger Gott und Vater, wir erscheinen vor deinem heiligen Angesicht, um dir für die Gnaden und Vorzüge zu danken, die du der seligsten Jungfrau Maria verliehen hast. Du hast sie mit allen Gaben ausgestattet, die ihr hoher Beruf erfordert. Darum ehren und lieben wir sie und weihen ihr diesen Monat, in dem die Natur sich Jahr um Jahr in neuer Pracht und Schönheit kleidet.

A Herr und Gott, wie groß und wunderbar bist du. In die Hand der Jungfrau Maria hast du das Heil der Welt gelegt.

 

V Zu ihr kommen wir jeden Tag, freuen uns über ihre Größe und Heiligkeit und empfehlen ihrem mütterlichen Herzen alle unsere Bitten und Sorgen. Wir danken dir, dass du sie uns zur Mutter und Fürsprecherin gegeben hast, und hoffen vertrauensvoll auf ihren Schutz.

A Eine Mutter wird nie ihr Kind vergessen und immer Mitleid haben mit dem Kind ihres Schoßes.

 

V In Maria hast du uns ein Vorbild jeglicher Tugend gegeben. Sie ist die demütige Magd, die deinen Willen anbetet, die reine Jungfrau, deren Herz nur dir gehört, die heilige Mutter, die ihr Liebstes opfert, die starke Frau, die in der schwersten Stunde das Gottvertrauen nicht verliert, die Hohepriesterin des Neuen Bundes, die unter dem Kreuz ihres Sohnes zur Mittlerin der Gnaden wird. Zu ihr schauen wir auf, nach ihrem Beispiel wollen wir handeln.

A Wer auf mich hört, wird nicht zuschanden, wer sich um mich bemüht, wird niemals sündigen.

 

V So nimm das Lob in Gnaden an, das wir der Mutter deines Sohnes weihen. Was der Heilige Geist im Buch der Bücher schrieb, beten wir zu ihrer Ehre:

A Mein Herz wallt auf zu frohem Sang, ich weihe mein Lied dem König, meine Zunge ist dem Stift des schnellsten Schreibers gleich.

 

V Du bist der Schönste unter allen Menschenkindern, Anmut ist ausgegossen über deine Lippen, darum hat Gott auf ewig dich gesegnet.

A Umgürte deine Hüften mit dem Schwert, Allmächtiger, erhebe dich in deiner Pracht und Schönheit.

 

V Zieh aus mit Glück, tritt ein für Wahrheit, Güte und Gerechtigkeit, und deine Rechte wird dich wunderbar geleiten.

A Gar scharf sind deine Pfeile, Völker sinken vor dir hin, ins Herz getroffen sind des Königs Feinde.

 

V Dein Thron, o Gott, steht fest für alle Ewigkeit, dein Herrscherstab ist ein gerechtes Zepter.

A Du liebst das Recht, das Unrecht hassest du, darum hat dich der Herr, dein Gott, mit Freudenöl gesalbt vor deinen Brüdern.

 

V Wie duftet dein Gewand nach Myrrhe, Aloe und Kassia, in Elfenbeinpalästen erfreuen Königstöchter dich in deinem Ehrenschmuck.

A Zu deiner Rechten steht die Königin in golddurchwirktem Kleid, in Pracht gehüllt.

 

V Nun horche, Tochter, schau und neig dein Ohr, vergiss dein Volk und deines Vaters Haus.

A Nach deiner Schönheit sehnt der König sich, er ist der Herr, dein Gott, ihn bete an.

 

V Die Tyrustöchter flehen um deine Huld mit Ehrengaben, die Mächtigen des Volkes neigen sich vor dir.

A Die Herrlichkeit der Königstochter liegt in ihrem Innern, mit Gold ist ihr Gewand durchwirkt.

 

V Im Hochzeitsschmuck naht sie dem König, umgeben von jungfräulichem Geleit.

A Mit Jubel und Frohlocken führt man sie herbei, so ziehen sie in den Palast des Königs.

 

V Statt deiner Väter werden Söhne dir geboren, du setzt sie ein als Fürsten auf der ganzen Erde.

A Verkünden wird man deinen Namen allen kommenden Geschlechtern, und preisen werden dich die Völker immerdar.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

Die Unbefleckte

 

O preiset all die Lilie klar,

So wunderbar wie keine!

Die Sünde hat mit ihrem Hauch

Sie nie befleckt, die reine,

 

Wie herrlich blüht sie und wie schön!

O zartes Laub, umschling mich!

Ihr holder Duft erfüllt die Luft:

O Himmelsduft, durchdring mich!

 

Ihr süßer Duft dringt durch die Luft

Hinauf zu Gottes Throne;

Und Gott vom Thron schickt seinen Sohn,

Dass unter uns er wohne.

 

Wie innig flehten Tausend schon:

O wolle uns bewahren!

Und sie bewahrt die Tausend all

Vor Sünden und Gefahren.

 

Drum will auch ich stets kindlich flehn:

Du Reinste unter allen!

O reinige mein unrein Herz,

Dann wird es Gott gefallen.

 

Lied: Mein Zuflucht alleine

 

Mein´ Zuflucht alleine,

Maria, die reine,

von Herzen ich meine zu rufen an:

dass sie mich regiere,

mit Gnaden mich ziere,

ganz treulich mich führe

auf rechtem Plan.

 

Ach Krone der Frauen,

mit höchstem Vertrauen,

bitt´, wollest anschauen die Seele mein:

Errett´ mich Elenden

aus feindlichen Händen,

tu niemals abwenden

die Augen dein!

 

Recht alle dich nennen,

mit Lippen bekennen,

von Herzen erkennen der Menschen Heil.

Drum darf ich es wagen,

die Sorgen und Plagen

dir, Jungfrau, zu klagen.

Hilf mir, in Eil´!

 

V Ewiger Vater, du lässt die Menschen die Folgen ihrer Sünden tragen, damit sie zur Einsicht kommen und ihr Leben bessern. Samson wurde von den Philistern tief gedemütigt und fand im Leid seine frühere Stärke wieder. Dein eingeborener Sohn hat die Qual der Dornenkrönung und den Spott der Soldaten ertragen, um uns zu zeigen, wie verwerflich Stolz und Empfindlichkeit vor deinen Augen sind. Wir bewundern die Seelengröße, mit der er alle Schmach und Schmerzen hinnahm, und bitten dich, lass uns an seinem Beispiel erstarken, damit wir Zorn und Ungeduld überwinden und Maria, der demütigen Magd des Herrn, ähnlich werden.

A Die Einsicht des Menschen erkennt man an seiner Geduld, und groß ist, wer Unrecht zu tragen vermag.

 

V Wir lesen aus dem Buch der Richter über Samsons Verspottung und Tod:

Als Dalila auf Anraten der Philister dem Samson keine Ruhe ließ und beständig in ihn drang, um das Geheimnis seiner Stärke zu erfahren, wurde seine Seele schwach. Er entdeckte ihr die Wahrheit und sprach: Ich bin ein Gottgeweihter vom Mutterschoß an. Wenn ein Schermesser über mein Haupt kommt, wird die Stärke von mir weichen, und ich werde schwach sein wie andere Menschen. Während er schlief, rief sie einen Scherer, der die Locken seines Hauptes abschnitt, und fing an, sich von ihm loszumachen und ihn von sich zu stoßen. Nun war die Stärke von ihm gewichen. Die Philister ergriffen ihn, fesselten ihn mit Ketten, stachen ihm die Augen aus und schleppten ihn ins Gefängnis, wo er die Getreidemühle drehen musste. Seine Haare aber wuchsen wieder, und es kam der Tag, an dem die Fürsten der Philister zu Ehren ihres Gottes Dagon Siegesfeiern hielten und ein großes Festgelage veranstalteten. Triumphierend riefen sie mit allem Volk: Dagon hat unsern Feind Samson in unsere Hand gegeben. Dann ließen sie den Samson herbeiholen, um ihn zu verspotten. Das Haus war voll von Männern und Frauen, an dreitausend waren noch auf dem Dach versammelt. Samson stand hilflos zwischen den zwei Säulen, die das Dach trugen, und alle weideten sich an seinem Anblick. Er aber rief zum Herrn und betete: Herr, Gott, gedenke meiner und gib mir meine frühere Stärke wieder. Dann erschütterte er die Säulen mit aller Macht, und das Haus stürzte ein. Alle wurden mit ihm unter den Trümmern begraben. So kamen durch seinen Tod noch mehr um, als er früher erschlagen hatte.

A Sie ließen Samson herbeiholen, um ihn zu verspotten, und alle weideten sich an seinem Anblick.

 

V Ich will auf meine Zunge achten, dass ich mich nicht verfehle.

A Eine Wache stelle ich vor meinen Mund, wenn mir die Sünder nahen.

 

V Befreie mich von meiner Schuld, o Herr, zum Spott bin ich geworden für die Heiden.

A Ich bin verstummt und tue meinen Mund nicht auf, denn du hast alles so gefügt.

 

V Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend, der Dinge, die ich in Verblendung tat.

A Gedenke wohl der Güte und des göttlichen Erbarmens, das du bewiesen hast in Ewigkeit.

 

V Auf den Gerechten schaut der Sünder lauernd hin und knirscht mit seinen Zähnen wider ihn.

A Der Herr verlacht ihn; denn er sieht den Tag voraus, der ihm bereitet ist.

 

V Gottlose sah ich hoch erhöht, so hoch wie Zedern auf dem Libanon.

A Ich ging vorüber, und sie waren nicht mehr da. Ich suchte ihre Stätte, und sie waren nicht mehr zu finden.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

Zur Mutter von der immerwährenden Hilfe

 

Jungfrau, Mutter Gottes mein,

lass mich ganz Dein eigen sein!

Dein im Leben, Dein im Tod,

Dein in Unglück, Angst und Not,

Dein in Kreuz und bitt'rem Leid,

Dein für Zeit und Ewigkeit.

 

Jungfrau, Mutter Gottes mein,

lass mich ganz Dein eigen sein!

Mutter, auf Dich hoff' und bau' ich.

Mutter, zu Dir ruf' und seufz' ich.

Mutter, Du Gütigste, steh mir bei.

Mutter, Du Mächtigste, Schutz mir leih'.

 

O Mutter, so komm, hilf beten mir!

O Mutter, so komm, hilf streiten mir!

O Mutter, so komm, hilf leiden mir!

O Mutter, so komm und bleib bei mir!

 

Du kannst mir ja helfen, o Mächtigste!

Du wirst mir auch helfen, o Gütigste!

Du musst mir nun helfen, o Treueste!

Du willst mir auch helfen, Barmherzigste!

 

O Mutter der Gnade, der Christen Hort!

Du Zuflucht der Sünder, des Heiles Port!

Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier!

Du Trost der Betrübten, Ihr Schutzpanier!

 

Wer hat je umsonst Deine Hilf' angefleht?

Wann hast Du vergessen ein kindlich Gebet?

Drum ruf' ich beharrlich in Kreuz und in Leid!

Maria hilft immer! - Sie hilft jederzeit!

 

Ich ruf' voll Vertrauen in Leiden und Tod:

Maria hilft immer - in jeglicher Not!

So glaub' ich - und lebe und sterbe darauf.

Maria hilft mir in den Himmel hinauf.

 

V Wir lesen aus dem Evangelium des heiligen Markus über die Dornenkrönung des Heilandes:

Nachdem die Soldaten Jesus gegeißelt hatten, führten sie ihn in den Hof des Gerichtsgebäudes und riefen die ganze Truppe zusammen. Dann zogen sie ihn aus, legten ihm einen Purpurmantel um, flochten eine Krone aus Dornen, setzten sie auf sein Haupt und gaben ihm ein Rohr in die rechte Hand. Nun traten sie zu ihm heran, beugten das Knie vor ihm und sprachen höhnend: Sei gegrüßt, König der Juden! Dabei spien sie ihn an, nahmen das Rohr, schlugen ihn auf das Haupt und gaben ihm Backenstreiche. Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, nahmen sie ihm den Purpurmantel ab und legten ihm seine eigenen Kleider wieder an.

A Sie beugten ihre Knie vor ihm und sprachen höhnend: Sei gegrüßt, König der Juden!

 

V Höhnend schlagen sie auf meine Wangen und sättigen sich an meiner Qual.

A Geschwollen ist mein Angesicht, und meine Augen sind verdunkelt. Ich bin wie eine Scheibe, nach der sie alle zielen.

 

V Zum Spott der Leute hat man mich gemacht. Ich wurde ein Mensch, dem man ins Antlitz spie.

A Das muss ich leiden, obwohl ich niemals Unrecht tat und meine Seele schuldlos ist.

 

V Sie rotten sich zusammen, freuen sich an meinem Schmerz und häufen Qualen auf mein Haupt.

A O Gott, wann schaust du her, und wann befreist du mich von ihrer Bosheit?

 

V Mit Gerechtigkeit ist er bekleidet wie mit einem Panzer, und der Helm des Heils ist auf seinem Haupt.

A Er kommt für Sion als Erlöser und rettet alle, die von ihrer Bosheit sich bekehren.

 

V Kommt heraus ihr Töchter Sions, und schaut den König mit dem Diadem, mit dem sein Volk ihn krönte am Tag der Vermählung.

A Der Herr ist König, in ein Prachtgewand gekleidet. Er ist angetan mit Heldenkraft und gürtet sich mit Macht.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

V Ewiger Vater, die Soldaten haben ihre Knie vor deinem Sohn gebeugt, um ihn zu verspotten. Wir beten ihn in Ehrfurcht an und danken dir, dass du uns an seinem Beispiel zeigst, wie groß der Mensch ist, der Kränkungen und Beleidigungen zu ertragen vermag, ohne auf Rache und Vergeltung zu sinnen. Um der Schmach und Schmerzen willen, die er bei seiner Dornenkrönung erlitten hat, schenke uns die Kraft, Ruhe und Selbstbeherrschung zu bewahren, wenn wir gekränkt und beleidigt werden. Um diese Gnade bitten wir dich und rufen die Königin der Märtyrer um ihre Fürsprache an, wenn wir in heiliger Bewunderung den betrachten, der für uns ist mit Dornen gekrönt worden.

A Amen.

 

Lied: Mein Zuflucht alleine

 

In stetigem Leiden,

ohn´einige Freuden

die Stunden hinscheiden ohn´ Maß und Zahl.

Wann dein ich gedenke,

all Trübsal versenke;

was immer mich kränke,

entschwindet all.

 

All Sinn und Gemüte,

all Fleisch und Geblüte,

o Mutter der Güte, dir anvertrau´.

Wann endlich muss sterben,

lass Gnad mich erwerben,

den Himmel zu erben,

hilfreiche Frau!

 

Litanei von der Mutter Gottes

 

V/A Herr, erbarme dich.

V/A Christus, erbarme dich.

V/A Herr, erbarme dich.

 

V Christus, höre uns. A Christus, erhöre uns.

 

V Gott Vater im Himmel, A erbarme dich unser.

V Gott Sohn, Erlöser der Welt, A erbarme dich unser.

V Gott Heiliger Geist, A erbarme dich unser.

V Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, A erbarme dich unser.

 

V Heilige Maria, A bitte für uns.

Heilige Gottesgebärerin

Heilige Jungfrau der Jungfrauen

Mutter Christi

Mutter der göttlichen Gnade

Du reinste Mutter

Du keuscheste Mutter

Du unversehrte Mutter

Du unbefleckte Mutter

Du liebenswürdige Mutter

Du wunderbare Mutter

Du Mutter des guten Rates

Du Mutter des Schöpfers

Du Mutter des Erlösers

Du weiseste Jungfrau

Du ehrwürdige Jungfrau

Du lobwürdige Jungfrau

Du mächtige Jungfrau

Du gütige Jungfrau

Du getreue Jungfrau

Du Spiegel der Gerechtigkeit

Du Sitz der Weisheit

Du Ursache unserer Freude

Du geistliches Gefäß

Du ehrwürdiges Gefäß

Du vortreffliches Gefäß der Andacht

Du geheimnisvolle Rose

Du Turm Davids

Du elfenbeinerner Turm

Du goldenes Haus

Du Arche des Bundes

Du Pforte des Himmels

Du Morgenstern

Du Heil der Kranken

Du Zuflucht der Sünder

Du Trösterin der Betrübten

Du Hilfe der Christen

Du Königin der Engel

Du Königin der Patriarchen

Du Königin der Propheten

Du Königin der Apostel

Du Königin der Märtyrer

Du Königin der Bekenner

Du Königin der Jungfrauen

Du Königin aller Heiligen

Du Königin, ohne Makel der Erbsünde empfangen

Du Königin des heiligen Rosenkranzes

Du Königin des Friedens

 

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A verschone uns, o Herr.

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A erhöre uns, o Herr.

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A erbarme dich unser.

 

V Bitte für uns, heilige Gottesmutter, A dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

 

V Lasset uns beten. Wir bitten dich, Herr und Gott, verleihe, dass wir als deine Diener uns der beständigen Wohlfahrt der Seele und des Leibes erfreuen und auf die glorreiche Fürsprache der seligen allzeit jungfräulichen Mutter Maria von der gegenwärtigen Trübsal befreit und der ewigen Freude teilhaftig werden, durch Christus, unsern Herrn. A Amen.

 

Lied: O Haupt voll Blut und Wunden

 

Ich danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund,

für deines Todes Schmerzen, da du´s so gut gemeint.

Ach gib, dass ich mich halte zu dir und deiner Treu

und, wenn ich einst erkalte, in dir mein Ende sei.

 

Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir.

Wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür.

Wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein,

so reiß mich aus den Ängsten kraft deiner Angst und Pein.

 

Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod,

und lass mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnot.

Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll

dich fest an mein Herz drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl.

 

V Auf die Fürsprache der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria segne uns der allmächtige Gott, der Vater + und der Sohn + und der Heilige + Geist.

A Amen.