Fünfte Maiandacht - Dienende Liebe

 

Lied: O Heiland, reiß die Himmel auf

 

O Heiland, reiß die Himmel auf,

herab, herab vom Himmel lauf.

Reiß ab vom Himmel Tor und Tür,

reiß ab, wo Schloss und Riegel für.

 

O Gott, ein Tau vom Himmel gieß,

im Tau herab, o Heiland, fließ.

Ihr Wolken, brecht und regnet aus

den König über Jakobs Haus.

 

O Erd, schlag aus, schlag aus, o Erd,

dass Berg und Tal grün alles wird.

O Erd, herfür dies Blümlein bring,

o Heiland, aus der Erde spring.

 

Einleitungsgebet

 

V Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

A Amen.

 

V Ewiger Gott und Vater, wir erscheinen vor deinem heiligen Angesicht, um dir für die Gnaden und Vorzüge zu danken, die du der seligsten Jungfrau Maria verliehen hast. Du hast sie mit allen Gaben ausgestattet, die ihr hoher Beruf erfordert. Darum ehren und lieben wir sie und weihen ihr diesen Monat, in dem die Natur sich Jahr um Jahr in neuer Pracht und Schönheit kleidet.

 

A Herr und Gott, wie groß und wunderbar bist du. In die Hand der Jungfrau Maria hast du das Heil der Welt gelegt.

 

V Zu ihr kommen wir jeden Tag, freuen uns über ihre Größe und Heiligkeit und empfehlen ihrem mütterlichen Herzen alle unsere Bitten und Sorgen. Wir danken dir, dass du sie uns zur Mutter und Fürsprecherin gegeben hast, und hoffen vertrauensvoll auf ihren Schutz.

A Eine Mutter wird nie ihr Kind vergessen und immer Mitleid haben mit dem Kind ihres Schoßes.

 

V In Maria hast du uns ein Vorbild jeglicher Tugend gegeben. Sie ist die demütige Magd, die deinen Willen anbetet, die reine Jungfrau, deren Herz nur dir gehört, die heilige Mutter, die ihr Liebstes opfert, die starke Frau, die in der schwersten Stunde das Gottvertrauen nicht verliert, die Hohepriesterin des Neuen Bundes, die unter dem Kreuz ihres Sohnes zur Mittlerin der Gnaden wird. Zu ihr schauen wir auf, nach ihrem Beispiel wollen wir handeln.

A Wer auf mich hört, wird nicht zuschanden, wer sich um mich bemüht, wird niemals sündigen.

 

V So nimm das Lob in Gnaden an, das wir der Mutter deines Sohnes weihen. Was der Heilige Geist im Buch der Bücher schrieb, beten wir zu ihrer Ehre:

A Mein Herz wallt auf zu frohem Sang, ich weihe mein Lied dem König, meine Zunge ist dem Stift des schnellsten Schreibers gleich.

 

V Du bist der Schönste unter allen Menschenkindern, Anmut ist ausgegossen über deine Lippen, darum hat Gott auf ewig dich gesegnet.

A Umgürte deine Hüften mit dem Schwert, Allmächtiger, erhebe dich in deiner Pracht und Schönheit.

 

V Zieh aus mit Glück, tritt ein für Wahrheit, Güte und Gerechtigkeit, und deine Rechte wird dich wunderbar geleiten.

A Gar scharf sind deine Pfeile, Völker sinken vor dir hin, ins Herz getroffen sind des Königs Feinde.

 

V Dein Thron, o Gott, steht fest für alle Ewigkeit, dein Herrscherstab ist ein gerechtes Zepter.

A Du liebst das Recht, das Unrecht hassest du, darum hat dich der Herr, dein Gott, mit Freudenöl gesalbt vor deinen Brüdern.

 

V Wie duftet dein Gewand nach Myrrhe, Aloe und Kassia, in Elfenbeinpalästen erfreuen Königstöchter dich in deinem Ehrenschmuck.

A Zu deiner Rechten steht die Königin in golddurchwirktem Kleid, in Pracht gehüllt.

 

V Nun horche, Tochter, schau und neig dein Ohr, vergiss dein Volk und deines Vaters Haus.

A Nach deiner Schönheit sehnt der König sich, er ist der Herr, dein Gott, ihn bete an.

 

V Die Tyrustöchter flehen um deine Huld mit Ehrengaben, die Mächtigen des Volkes neigen sich vor dir.

A Die Herrlichkeit der Königstochter liegt in ihrem Innern, mit Gold ist ihr Gewand durchwirkt.

 

V Im Hochzeitsschmuck naht sie dem König, umgeben von jungfräulichem Geleit.

A Mit Jubel und Frohlocken führt man sie herbei, so ziehen sie in den Palast des Königs.

 

V Statt deiner Väter werden Söhne dir geboren, du setzt sie ein als Fürsten auf der ganzen Erde.

A Verkünden wird man deinen Namen allen kommenden Geschlechtern, und preisen werden dich die Völker immerdar.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

Maria, die himmlische Rose

 

O himmlische Rose, so duftig, so schön,

Dass alle auf Erden bewundernd dich sehn.

Vom Himmel gesegnet, bist hier du erblüht,

In Demut und Reinheit und Liebe erglüht.

 

O himmlische Rose, ohn` Makel und Dorn,

Auf dir ruhte niemals der göttliche Zorn.

Erbitt uns den Segen des Sohnes in Huld,

Halt fern unsern Wegen die sündliche Schuld.

 

O himmlische Rose, die Gott stets erfreut,

Die er seinem Sohne zur Mutter geweiht,

Wir alle dich lieben von Herzen so treu,

Ach, dass unser Wandel doch ähnlich dir sei!

 

O himmlische Rose, Maria, so rein,

O lass doch mein Herz ein Röslein dir sein.

Das wollest du pflegen und hüten es treu,

Und sorgen und wachen, dass gut es gedeih.

 

Und ist es erblühet, und hat`s dich erfreut,

Und kommt für das Röslein zu sterben die Zeit:

Dann wollst du es pflücken mit eigener Hand;

Dich wird es dann schmücken im himmlischen Land.

 

Lied: Glorwürd´ge Königin

 

Glorwürd´ge Königin, himmlische Frau,

milde Fürsprecherin, reinste Jungfrau!

Wende, o heilige Mittlerin du,

deine barmherzigen Augen uns zu!

 

Mutter der Gütigkeit, Mutter des Herrn,

über die Himmel weit leuchtender Stern.

Wende, o weiseste Führerin du,

deine barmherzigen Augen uns zu!

 

V Ewiger Gott, du bist der Herr des Himmels und der Erde, hoch erhaben über alle Geschöpfe. Dich selbst sehen wir nicht, aber die Menschen, die du nach deinem Ebenbild erschaffen hast, umgeben uns Tag für Tag. In ihnen wollen wir dir mit jener Liebe und Freude dienen, mit der Anna, die Mutter Samuels, ihr Kind für den Tempeldienst erzog und Maria als demütige Magd im Haus der Elisabeth jede Arbeit auf sich nahm. So soll unser Leben dich loben und verherrlichen, wie Maria und Anna in ihrer dienenden Hingabe dich gepriesen haben.

A Es ist ein reiner und makelloser Gottesdienst, sich der Armen und Verlassenen in ihrer Bedrängnis anzunehmen.

 

V Wir lesen aus dem ersten Buch der Könige über Samuels Geburt und Erziehung:

In jenen Tagen zog Anna, die kinderlos war, mit ihrem Mann Elkana hinauf nach Jerusalem zum Tempel des Herrn. Anna betete lange und unter vielen Tränen zu ihrem Gott und sprach: Herr der Heerscharen, wenn du auf das Leid deiner Magd herniederschaust und mir einen männlichen Nachkommen gibst, so will ich ihn dir übergeben. Er soll ein Gottgeweihter sein alle Tage seines Lebens. Dann kehrten beide heim und kamen nach Ramatha in ihr Haus. Der Herr erhörte Anna und schenkte ihr einen Sohn. Sie nannte ihn Samuel, d.h. von Gott erbeten. Als der Knabe heranwuchs, nahm sie ihn mit hinauf nach Jerusalem und brachte dem Herrn ein Opfer dar. Dann führte sie Samuel nach Silo in das Heiligtum des Herrn zum Hohen Priester Heli und sprach zu ihm: Um diesen Knaben habe ich gebetet, und Gott hat meine Bitte erhört. Darum weihe ich ihn dem Herrn für alle Tage seines Lebens. Dann betete sie Gott an und sprach: Mein Herz frohlockt im Herrn. Auf seine Macht vertraue ich, und seine Hilfe ist mein Heil. Niemand ist heilig wie der Herr, niemand so mächtig wie unser Gott. Niemand rühme sich vor ihm. Er zerbricht die Macht seiner Feinde und umgürtet die Schwachen mit Kraft. Die im Überfluss lebten, bitten um Brot, und die Hungrigen speist er. Der Herr gebietet über Leben und Tod. Er schmettert zu Boden und richtet wieder auf.

A Mein Herz frohlockt im Herrn, auf seine Macht vertraue ich.

 

V Aus dem Staub erhebt er den Dürftigen, den Armen aus seiner Erniedrigung.

A Er setzt ihn neben Fürsten und schenkt ihm einen herrlichen Thron.

 

V Dem Herrn gehören die Grundfesten der Erde, auf die er die ganze Welt gestützt hat.

A Der Herr macht arm und reich; er demütigt den Menschen und erhöht ihn wieder.

 

V Er wird die Füße der Seinen behüten, die Gottlosen aber verstummen in ihrer Finsternis, denn keiner wird groß durch eigene Kraft.

A Seine Feinde werden ihn fürchten, wenn seine Donner am Himmel rollen.

 

V Sein Gericht wird reichen bis an die Grenzen der Erde.

A Die Herrschaft wird er seinem König geben und die Macht seines Gesalbten erhöhen.

 

V Auf vielfache und mannigfaltige Art hat Gott von alters her durch seine Propheten gesprochen.

A Zuletzt aber hat er zu uns geredet durch seinen Sohn, den er zum Erben des Weltalls gemacht hat.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

Zur Mutter von der immerwährenden Hilfe

 

Jungfrau, Mutter Gottes mein,

lass mich ganz Dein eigen sein!

Dein im Leben, Dein im Tod,

Dein in Unglück, Angst und Not,

Dein in Kreuz und bitt'rem Leid,

Dein für Zeit und Ewigkeit.

 

Jungfrau, Mutter Gottes mein,

lass mich ganz Dein eigen sein!

Mutter, auf Dich hoff' und bau' ich.

Mutter, zu Dir ruf' und seufz' ich.

Mutter, Du Gütigste, steh mir bei.

Mutter, Du Mächtigste, Schutz mir leih'.

 

O Mutter, so komm, hilf beten mir!

O Mutter, so komm, hilf streiten mir!

O Mutter, so komm, hilf leiden mir!

O Mutter, so komm und bleib bei mir!

 

Du kannst mir ja helfen, o Mächtigste!

Du wirst mir auch helfen, o Gütigste!

Du musst mir nun helfen, o Treueste!

Du willst mir auch helfen, Barmherzigste!

 

O Mutter der Gnade, der Christen Hort!

Du Zuflucht der Sünder, des Heiles Port!

Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier!

Du Trost der Betrübten, Ihr Schutzpanier!

 

Wer hat je umsonst Deine Hilf' angefleht?

Wann hast Du vergessen ein kindlich Gebet?

Drum ruf' ich beharrlich in Kreuz und in Leid!

Maria hilft immer! - Sie hilft jederzeit!

 

Ich ruf' voll Vertrauen in Leiden und Tod:

Maria hilft immer - in jeglicher Not!

So glaub' ich - und lebe und sterbe darauf.

Maria hilft mir in den Himmel hinauf.

 

V Wir lesen aus dem Evangelium des heiligen Lukas, wie Maria auf den Gruß der Elisabeth antwortete:

Da sprach Maria: Hoch preiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlockt in Gott, meinem Heiland. Gnädig hat er herabgeschaut auf seine niedrige Magd, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Großes hat an mir getan der Allmächtige. Heilig ist sein Name, und barmherzig ist er immerdar für alle, die ihn fürchten. Mit mächtigem Arm waltet er, zerstreut, die stolzen Sinnes sind. Mächtige stürzt er vom Thron, und Niedrige erhöht er. Hungernde sättigt er überreich, und Reiche lässt er leer ausgehen. Angenommen hat er sich der Kinder Israels, eingedenk seiner Barmherzigkeit. Wie er es unsern Vätern versprochen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Maria blieb nun etwa drei Monate bei Elisabeth. Dann kehrte sie nach Hause zurück.

A Großes hat an mir getan der Allmächtige, heilig ist sein Name.

 

V Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, er hat sein Volk heimgesucht und ihm Erlösung gesandt. Einen mächtigen Retter hat er uns gegeben im Hause Davids, seines Dieners.

A Wie er von alters her verheißen hat durch den Mund seiner heiligen Propheten: Barmherzigkeit zu üben an unsern Vätern, eingedenk seines heiligen Bundes.

 

V Er wird uns befreien aus der Hand unserer Feinde, wie er Abraham, unserem Vater, geschworen hat.

A Damit wir ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit alle Tage unseres Lebens.

 

V Durch das innige Erbarmen unseres Gottes hat uns heimgesucht der Aufgang aus der Höhe:

A Um die zu erleuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, um ihre Füße zu lenken auf die Pfade des Friedens.

 

V Glücklich bist du, heilige Jungfrau, und alles Lobes würdig, denn aus dir ist hervorgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, Christus, unser Gott.

A Gnädig hat er herabgeschaut auf seine niedrige Magd.

 

V Wer der Größte unter euch ist, der werde wie der Geringste, und wer der Erste ist, sei wie ein Diener.

A Ich bin nicht gekommen, mich bedienen zu lassen, sondern zu dienen.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

V Ewiger Gott und Vater, du liebst die Demut und hast die dienende Liebe der allerseligsten Jungfrau Maria in wunderbarer Weise belohnt. Lass uns von ihrem Geist erfüllt werden, damit wir mit ganzer Kraft und voller Hingabe in den Dienst unserer Brüder treten und das Reich der Liebe verwirklichen helfen, das dein Sohn auf Erden gestiftet hat. Dazu mögen uns stärken der Glaube, die Hoffnung und die Liebe der Hochgebenedeiten, die ihn zu Elisabeth getragen hat.

A Amen.

 

Lied: Glorwürd´ge Königin

 

Pforte der Seligkeit, strahlender Schild,

Schutzwehr der Christenheit, furchtbar und mild.

Wende, o mächtige Schützerin du,

deine barmherzigen Augen uns zu!

 

Mutter in Todesnot, Mutter des Lichts,

wenn uns die Hölle droht, fürchten wir nichts,

wendest du, führend zur seligen Ruh,

deine barmherzigen Augen uns zu!

 

Litanei von der Mutter Gottes

 

V/A Herr, erbarme dich.

V/A Christus, erbarme dich.

V/A Herr, erbarme dich.

 

V Christus, höre uns. A Christus, erhöre uns.

 

V Gott Vater im Himmel, A erbarme dich unser.

V Gott Sohn, Erlöser der Welt, A erbarme dich unser.

V Gott Heiliger Geist, A erbarme dich unser.

V Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, A erbarme dich unser.

 

V Heilige Maria, A bitte für uns.

Heilige Gottesgebärerin

Heilige Jungfrau der Jungfrauen

Mutter Christi

Mutter der göttlichen Gnade

Du reinste Mutter

Du keuscheste Mutter

Du unversehrte Mutter

Du unbefleckte Mutter

Du liebenswürdige Mutter

Du wunderbare Mutter

Du Mutter des guten Rates

Du Mutter des Schöpfers

Du Mutter des Erlösers

Du weiseste Jungfrau

Du ehrwürdige Jungfrau

Du lobwürdige Jungfrau

Du mächtige Jungfrau

Du gütige Jungfrau

Du getreue Jungfrau

Du Spiegel der Gerechtigkeit

Du Sitz der Weisheit

Du Ursache unserer Freude

Du geistliches Gefäß

Du ehrwürdiges Gefäß

Du vortreffliches Gefäß der Andacht

Du geheimnisvolle Rose

Du Turm Davids

Du elfenbeinerner Turm

Du goldenes Haus

Du Arche des Bundes

Du Pforte des Himmels

Du Morgenstern

Du Heil der Kranken

Du Zuflucht der Sünder

Du Trösterin der Betrübten

Du Hilfe der Christen

Du Königin der Engel

Du Königin der Patriarchen

Du Königin der Propheten

Du Königin der Apostel

Du Königin der Märtyrer

Du Königin der Bekenner

Du Königin der Jungfrauen

Du Königin aller Heiligen

Du Königin, ohne Makel der Erbsünde empfangen

Du Königin des heiligen Rosenkranzes

Du Königin des Friedens

 

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A verschone uns, o Herr.

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A erhöre uns, o Herr.

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A erbarme dich unser.

 

V Bitte für uns, heilige Gottesmutter, A dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

 

V Lasset uns beten. Wir bitten dich, Herr und Gott, verleihe, dass wir als deine Diener uns der beständigen Wohlfahrt der Seele und des Leibes erfreuen und auf die glorreiche Fürsprache der seligen allzeit jungfräulichen Mutter Maria von der gegenwärtigen Trübsal befreit und der ewigen Freude teilhaftig werden, durch Christus, unsern Herrn. A Amen.

 

Lied: O Heiland, reiß die Himmel auf

 

Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt,

darauf sie all ihr Hoffnung stellt?

O Komm, ach komm vom höchsten Saal,

komm, tröst uns hier im Jammertal.

 

O klare Sonn, du schöner Stern,

dich wollten wir anschauen gern;

o Sonn, geh auf, ohn deinen Schein

in Finsternis wir alle sein.

 

Hier leiden wir die größte Not,

vor Augen steht der ewig Tod.

Ach komm, führ uns mit starker Hand

vom Elend zu dem Vaterland.

 

V Auf die Fürsprache der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria segne uns der allmächtige Gott, der Vater + und der Sohn + und der Heilige + Geist.

A Amen.