Dreiundzwanzigste Maiandacht - Liebe zur Heiligen Schrift

 

Lied: Ist das der Leib, Herr Jesus Christ

 

Ist das der Leib, Herr Jesus Christ,

der tot im Grab gelegen ist?

Kommt, kommt, ihr Christen jung und alt,

schaut die verklärte Leibsgestalt!

Halleluja, halleluja!

 

Der Leib ist klar, klar wie Kristall,

Rubinen gleich die Wunden all,

die Seel durchstrahlt ihn licht und rein

wie tausendfacher Sonnenschein.

Halleluja, halleluja!

 

Der Leib empfindet nimmer Leid,

bleibt unverletzt in Ewigkeit,

gleichwie so viele tausend Jahr

die Sonne leuchtet eben klar.

Halleluja, halleluja!

 

Einleitungsgebet

 

V Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

A Amen.

 

V Ewiger Gott und Vater, wir erscheinen vor deinem heiligen Angesicht, um dir für die Gnaden und Vorzüge zu danken, die du der seligsten Jungfrau Maria verliehen hast. Du hast sie mit allen Gaben ausgestattet, die ihr hoher Beruf erfordert. Darum ehren und lieben wir sie und weihen ihr diesen Monat, in dem die Natur sich Jahr um Jahr in neuer Pracht und Schönheit kleidet.

A Herr und Gott, wie groß und wunderbar bist du. In die Hand der Jungfrau Maria hast du das Heil der Welt gelegt.

 

V Zu ihr kommen wir jeden Tag, freuen uns über ihre Größe und Heiligkeit und empfehlen ihrem mütterlichen Herzen alle unsere Bitten und Sorgen. Wir danken dir, dass du sie uns zur Mutter und Fürsprecherin gegeben hast, und hoffen vertrauensvoll auf ihren Schutz.

A Eine Mutter wird nie ihr Kind vergessen und immer Mitleid haben mit dem Kind ihres Schoßes.

 

V In Maria hast du uns ein Vorbild jeglicher Tugend gegeben. Sie ist die demütige Magd, die deinen Willen anbetet, die reine Jungfrau, deren Herz nur dir gehört, die heilige Mutter, die ihr Liebstes opfert, die starke Frau, die in der schwersten Stunde das Gottvertrauen nicht verliert, die Hohepriesterin des Neuen Bundes, die unter dem Kreuz ihres Sohnes zur Mittlerin der Gnaden wird. Zu ihr schauen wir auf, nach ihrem Beispiel wollen wir handeln.

A Wer auf mich hört, wird nicht zuschanden, wer sich um mich bemüht, wird niemals sündigen.

 

V So nimm das Lob in Gnaden an, das wir der Mutter deines Sohnes weihen. Was der Heilige Geist im Buch der Bücher schrieb, beten wir zu ihrer Ehre:

A Mein Herz wallt auf zu frohem Sang, ich weihe mein Lied dem König, meine Zunge ist dem Stift des schnellsten Schreibers gleich.

 

V Du bist der Schönste unter allen Menschenkindern, Anmut ist ausgegossen über deine Lippen, darum hat Gott auf ewig dich gesegnet.

A Umgürte deine Hüften mit dem Schwert, Allmächtiger, erhebe dich in deiner Pracht und Schönheit.

 

V Zieh aus mit Glück, tritt ein für Wahrheit, Güte und Gerechtigkeit, und deine Rechte wird dich wunderbar geleiten.

A Gar scharf sind deine Pfeile, Völker sinken vor dir hin, ins Herz getroffen sind des Königs Feinde.

 

V Dein Thron, o Gott, steht fest für alle Ewigkeit, dein Herrscherstab ist ein gerechtes Zepter.

A Du liebst das Recht, das Unrecht hassest du, darum hat dich der Herr, dein Gott, mit Freudenöl gesalbt vor deinen Brüdern.

 

V Wie duftet dein Gewand nach Myrrhe, Aloe und Kassia, in Elfenbeinpalästen erfreuen Königstöchter dich in deinem Ehrenschmuck.

A Zu deiner Rechten steht die Königin in golddurchwirktem Kleid, in Pracht gehüllt.

 

V Nun horche, Tochter, schau und neig dein Ohr, vergiss dein Volk und deines Vaters Haus.

A Nach deiner Schönheit sehnt der König sich, er ist der Herr, dein Gott, ihn bete an.

 

V Die Tyrustöchter flehen um deine Huld mit Ehrengaben, die Mächtigen des Volkes neigen sich vor dir.

A Die Herrlichkeit der Königstochter liegt in ihrem Innern, mit Gold ist ihr Gewand durchwirkt.

 

V Im Hochzeitsschmuck naht sie dem König, umgeben von jungfräulichem Geleit.

A Mit Jubel und Frohlocken führt man sie herbei, so ziehen sie in den Palast des Königs.

 

V Statt deiner Väter werden Söhne dir geboren, du setzt sie ein als Fürsten auf der ganzen Erde.

A Verkünden wird man deinen Namen allen kommenden Geschlechtern, und preisen werden dich die Völker immerdar.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

Am Maialtar

 

Süße Mutter, engelmilde,

Meiner Augen schönstes Licht,

Sieh`, ich knie` vor deinem Bilde,

Aufzuschauen wag ich nicht.

 

Eine kleine Liebesgabe

Bring` ich zitternd zum Altar;

Wenig ist es, was ich habe,

Doch die Liebe bringt es dar.

 

Schau herab mit deinem Kinde,

Holde Himmelskönigin;

Nimm das kleine Angebinde

Eines Sünders gnädig hin.

 

Nicht mit Gold und Perlenkränzen,

Mit Rubinen voller Glanz,

Kann dein Bildnis ich bekränzen;

Hab` nur einen Rosenkranz.

 

Wie die Deinen gern ihn beten,

Wenn zum Gnadenbild sie ziehn;

Wenn das Kirchlein sie betreten,

Und dem Lärm der Welt entfliehn.

 

Nicht mit Sträußen, reich gewunden,

Kann ich mehren deinen Ruhm;

Nur ein Blümchen hab` gefunden

Für dein stilles Heiligtum.

 

Woll` das Blümchen nicht verschmähen,

Ob auch unscheinbar und klein;

Wenn es nur von dir gesehen,

Wird es duften fromm und rein.

 

O so lass es lieblich blühen!

Sieh`, es blickt ja himmelwärts!

Lass in Andacht still erglühen

Deines armen Kindes Herz!

 

Lied: Lasst uns erfreuen herzlich sehr

 

Lasst uns erfreuen herzlich sehr, Halleluja,

Maria seufzt und weint nicht mehr, Halleluja.

Verschwunden sind die Nebel all, Halleluja,

jetzt glänzt der lieben Sonne Strahl, Halleluja.

Halleluja, Halleluja, Halleluja.

 

Wo ist, o freudenreiches Herz, Halleluja,

wo ist dein Weh, wo ist dein Schmerz? Halleluja.

Wie wohl ist dir, o Herz, wie wohl; Halleluja,

nun bist du aller Freuden voll, Halleluja.

Halleluja, Halleluja, Halleluja.

 

Sag an, Maria, Jungfrau rein, Halleluja,

kommt das nicht von dem Sohne dein? Halleluja.

Ach ja, dein Sohn erstanden ist; Halleluja,

kein Wunder, dass du fröhlich bist, Halleluja.

Halleluja, Halleluja, Halleluja.

 

V Ewiger Vater, wir sehen in der Auferstehung deines Sohnes die Grundlage unseres Glaubens, die Besiegelung der Wahrheit, die er uns geoffenbart hat. Darum hast du schon im Alten Bund durch Weissagungen und Vorbilder auf dieses große Wunder hingewiesen. Wie Jona am dritten Tag durch deine Macht aus dem Innern des Fisches gerettet wurde, so hast du deinen Eingeborenen am dritten Tag glorreich aus dem Grab auferstehen lassen. Verleihe uns, dass wir mit Maria, der glücklichen Mutter des Herrn, die Freude des Auferstandenen teilen und mit ihm Ostern halten nicht im alten Sauerteig der Sünde, sondern im ungesäuerten Brot der Reinheit und Wahrheit.

A Wenn Christus von den Toten auferstanden ist, sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln.

 

V Wir lesen aus dem Buch Jona, wie der Prophet aus dem Innern des Fisches errettet wurde:

Als Jona in Joppe das Schiff bestiegen hatte, um dem Auftrag des Herrn zu entfliehen, entstand auf dem Meer ein gewaltiger Sturm, und das Schiff drohte zu zerschellen. Die Schiffsleute gerieten in Angst und sagten: Lasst uns das Los werfen, damit wir sehen, durch wen dieses Unglück über uns gekommen ist. Das Los fiel auf Jona. Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir mit dir tun, damit das Meer von uns ablasse? Denn die Wogen gingen immer höher. Jona erwiderte: Werft mich ins Meer, dann wird der Sturm aufhören. Ich weiß, dass er um meinetwillen über euch gekommen ist. Sie ergriffen ihn, warfen ihn ins Meer, und der Sturm legte sich. Der Herr aber sandte einen großen Fisch, damit er den Jona verschlinge. Jona war bis zum dritten Tag im Innern des Fisches und betete zum Herrn: Du hast mich in die Tiefe des Meeres geschleudert, und die Riegel der Erde haben sich über mir geschlossen. Errette mein Leben vom Untergang, und lass mein Gebet bis zu deinem heiligen Tempel dringen. Und der Herr gebot dem Fisch, und er spie den Jona an Land.

A Jona war bis zum dritten Tag im Innern des Fisches und betete zum Herrn.

 

V Der Herr ist mein Erretter, meine Zuflucht. Gott wird mir helfen, ihm vertraue ich.

A Er ist mein Beschirmer, seine Macht wird mich erhalten.

 

V Du, o Herr, gibst meinem Geist Licht. Mein Gott, erhelle meine Finsternis.

A Du bist es, der mir Kraft verleiht und mich hinaufführt auf die Höhe.

 

V Des Todes Schlingen hatten mich umfasst. In meiner Drangsal schrie ich auf zum Herrn.

A Er hörte meine Stimme von seinem heiligen Tempel aus, und mein Rufen drang zu seinen Ohren.

 

V Er streckte seine Hand hernieder aus der Höhe. Aus tiefen Wassern zog er mich hervor.

A Er führte mich heraus zur Freiheit, ließ mich Rettung finden, weil er gnädig ist.

 

V Aus der Hand des Todes will ich sie erretten, vom Sterben sie befreien.

A O Tod, ich will dein Tod sein, dein Untergang bin ich, o Totenreich.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

Zur Mutter von der immerwährenden Hilfe

 

Jungfrau, Mutter Gottes mein,

lass mich ganz Dein eigen sein!

Dein im Leben, Dein im Tod,

Dein in Unglück, Angst und Not,

Dein in Kreuz und bitt'rem Leid,

Dein für Zeit und Ewigkeit.

 

Jungfrau, Mutter Gottes mein,

lass mich ganz Dein eigen sein!

Mutter, auf Dich hoff' und bau' ich.

Mutter, zu Dir ruf' und seufz' ich.

Mutter, Du Gütigste, steh mir bei.

Mutter, Du Mächtigste, Schutz mir leih'.

 

O Mutter, so komm, hilf beten mir!

O Mutter, so komm, hilf streiten mir!

O Mutter, so komm, hilf leiden mir!

O Mutter, so komm und bleib bei mir!

 

Du kannst mir ja helfen, o Mächtigste!

Du wirst mir auch helfen, o Gütigste!

Du musst mir nun helfen, o Treueste!

Du willst mir auch helfen, Barmherzigste!

 

O Mutter der Gnade, der Christen Hort!

Du Zuflucht der Sünder, des Heiles Port!

Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier!

Du Trost der Betrübten, Ihr Schutzpanier!

 

Wer hat je umsonst Deine Hilf' angefleht?

Wann hast Du vergessen ein kindlich Gebet?

Drum ruf' ich beharrlich in Kreuz und in Leid!

Maria hilft immer! - Sie hilft jederzeit!

 

Ich ruf' voll Vertrauen in Leiden und Tod:

Maria hilft immer - in jeglicher Not!

So glaub' ich - und lebe und sterbe darauf.

Maria hilft mir in den Himmel hinauf.

 

V Wir lesen aus dem Evangelium des heiligen Lukas, wie der Auferstandene den Jüngern die Schrift erschloss:

Am Abend des Ostertages waren die Jünger im Saal zu Jerusalem versammelt. Plötzlich war der Herr mitten unter ihnen und sprach: Friede sei mit euch. Ich bin es, fürchtet euch nicht. Dann zeigte er ihnen seine Hände und seine Füße und sagte: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht. Nun erschloss er ihnen den Sinn für das Verständnis der Schrift und fuhr fort: So steht geschrieben: Christus musste leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen. In seinem Namen müssen allen Völkern, angefangen von Jerusalem, Buße und Vergebung der Sünden gepredigt werden.

A Alles muss in Erfüllung gehen, was in der Schrift über mich geschrieben steht.

 

V Kein anderes Zeichen wird für dieses Geschlecht gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona.

A Wie Jona bis zum dritten Tag im Innern des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage lang im Schoß der Erde bleiben.

 

V Wacht auf und singt Lob dem Herrn, ihr alle, die ihr im Staub wohnt. Die Erde gibt zurück, was sie begrub.

A Wie Sonnenglanz geht sein Gerechter auf, sein Heiland wie ein Licht, das unsere Finsternis erhellt.

 

V Ich will euch trösten wie ein Mann, der seine Mutter tröstet. Wunderbares sollt ihr schauen, freuen wird sich euer Herz.

A Die Herrlichkeit des Libanon wird zu euch kommen, und den Ort, wo meine Füße standen, will ich glorreich machen.

 

V Das Wort der Offenbarung, das aus meinem Mund kam, kehrt nicht leer zu mir zurück.

A Es schenkt dem Menschen Licht und Leben, wie Tau und Regen Frucht und Wachstum bringen.

 

V Durch Menschenwillen kam niemals eine Weissagung zustande. Vom Heiligen Geist erfüllt, haben gotterwählte Männer sie verkündet.

A Forscht in der Schrift; sie ist es, die von Christus Zeugnis gibt.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

V Ewiger Vater, auf vielfache Art und mannigfache Weise hast du dich den Menschen geoffenbart. Zu unserer Belehrung ist alles geschrieben, was die Heiligen Schriften enthalten. Dein Eingeborener hat nach seiner Auferstehung den Jüngern die Schrift erschlossen. Lass auch uns die heiligen Bücher liebgewinnen und immer tiefer in ihren Sinn eindringen, damit sie uns eine Quelle der Kraft und des Trostes werden. Nach dem Beispiel der Gottesmutter wollen wir deine Worte in unserem Herzen bewahren, auf dass wir würdig werden, einst die Herrlichkeit dessen zu teilen, der von den Toten auferstanden ist.

A Amen.

 

Lied: Lasst uns erfreuen herzlich sehr

 

Aus seinen Wunden fließen her, Halleluja,

fünf Freudenseen, fünf Freudenmeer. Halleluja.

Die Freud sich über dich ergoss, Halleluja,

und durch dein Herz die Freude floss, Halleluja.

Halleluja, Halleluja, Halleluja.

 

Dein Herz nun ganz in Freuden schwimmt, Halleluja,

und zu und zu die Freude nimmt, Halleluja.

Ach, nun vergiss auch unser nit, Halleluja,

und teil auch uns ein Tröpflein mit, Halleluja.

Halleluja, Halleluja, Halleluja.

 

Litanei von der Mutter Gottes

 

V/A Herr, erbarme dich.

V/A Christus, erbarme dich.

V/A Herr, erbarme dich.

 

V Christus, höre uns. A Christus, erhöre uns.

 

V Gott Vater im Himmel, A erbarme dich unser.

V Gott Sohn, Erlöser der Welt, A erbarme dich unser.

V Gott Heiliger Geist, A erbarme dich unser.

V Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, A erbarme dich unser.

 

V Heilige Maria, A bitte für uns.

Heilige Gottesgebärerin

Heilige Jungfrau der Jungfrauen

Mutter Christi

Mutter der göttlichen Gnade

Du reinste Mutter

Du keuscheste Mutter

Du unversehrte Mutter

Du unbefleckte Mutter

Du liebenswürdige Mutter

Du wunderbare Mutter

Du Mutter des guten Rates

Du Mutter des Schöpfers

Du Mutter des Erlösers

Du weiseste Jungfrau

Du ehrwürdige Jungfrau

Du lobwürdige Jungfrau

Du mächtige Jungfrau

Du gütige Jungfrau

Du getreue Jungfrau

Du Spiegel der Gerechtigkeit

Du Sitz der Weisheit

Du Ursache unserer Freude

Du geistliches Gefäß

Du ehrwürdiges Gefäß

Du vortreffliches Gefäß der Andacht

Du geheimnisvolle Rose

Du Turm Davids

Du elfenbeinerner Turm

Du goldenes Haus

Du Arche des Bundes

Du Pforte des Himmels

Du Morgenstern

Du Heil der Kranken

Du Zuflucht der Sünder

Du Trösterin der Betrübten

Du Hilfe der Christen

Du Königin der Engel

Du Königin der Patriarchen

Du Königin der Propheten

Du Königin der Apostel

Du Königin der Märtyrer

Du Königin der Bekenner

Du Königin der Jungfrauen

Du Königin aller Heiligen

Du Königin, ohne Makel der Erbsünde empfangen

Du Königin des heiligen Rosenkranzes

Du Königin des Friedens

 

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A verschone uns, o Herr.

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A erhöre uns, o Herr.

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A erbarme dich unser.

 

V Bitte für uns, heilige Gottesmutter, A dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

 

V Lasset uns beten. Wir bitten dich, Herr und Gott, verleihe, dass wir als deine Diener uns der beständigen Wohlfahrt der Seele und des Leibes erfreuen und auf die glorreiche Fürsprache der seligen allzeit jungfräulichen Mutter Maria von der gegenwärtigen Trübsal befreit und der ewigen Freude teilhaftig werden, durch Christus, unsern Herrn. A Amen.

 

Lied: Ist das der Leib, Herr Jesus Christ

 

O Leib, wie zart, o Leib, wie fein,

dringst durch verschlossne Türen ein,

wie durch das Glas die Sonne geht,

da nichts den Strahlen widersteht.

Halleluja, halleluja!

 

Schnell ist der Leib, schnell und geschwind

gleichwie ein Pfeil, gleichwie der Wind,

gleichwie die Welt vieltausend Meil

die Sonn umläuft in schneller Eil.

Halleluja, halleluja!

 

Bedeck, o Mensch, dein Augenlicht!

Vor dieser Sonn besteht es nicht.

Kein Mensch auf dieser Erde kann

den Glanz der Gottheit schauen an.

Halleluja, halleluja!

 

V Auf die Fürsprache der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria segne uns der allmächtige Gott, der Vater + und der Sohn + und der Heilige + Geist.

A Amen.