Dreißigste Maiandacht - Gottes Braut

 

Lied: Ihr Engel allzumal

 

Ihr Engel allzumal,

preist Jesum tausendmal,

sein Lob zu mehren,

der, hier auf dem Altar

verdeckt, so wunderbar

uns will ernähren.

 

Ihr Engel allzumal,

vom hohen Himmelssaal

schwingt euch hernieder;

singt: Heilig, heilig, Gott,

heilig, Gott Sabaoth!

singt immer wieder.

 

Ihr Engel allzumal,

weit über Berg und Tal

lasst Lob erschallen!

Gelobt sei ohne End

dies heilge Sakrament!

singt mit uns allen!

 

Ihr Engel allzumal,

in diesem Jammertal

uns wollet stärken,

zu loben ohne End

dies heilge Sakrament

in Wort und Werken!

 

Einleitungsgebet

 

V Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

A Amen.

 

V Ewiger Gott und Vater, wir erscheinen vor deinem heiligen Angesicht, um dir für die Gnaden und Vorzüge zu danken, die du der seligsten Jungfrau Maria verliehen hast. Du hast sie mit allen Gaben ausgestattet, die ihr hoher Beruf erfordert. Darum ehren und lieben wir sie und weihen ihr diesen Monat, in dem die Natur sich Jahr um Jahr in neuer Pracht und Schönheit kleidet.

A Herr und Gott, wie groß und wunderbar bist du. In die Hand der Jungfrau Maria hast du das Heil der Welt gelegt.

 

V Zu ihr kommen wir jeden Tag, freuen uns über ihre Größe und Heiligkeit und empfehlen ihrem mütterlichen Herzen alle unsere Bitten und Sorgen. Wir danken dir, dass du sie uns zur Mutter und Fürsprecherin gegeben hast, und hoffen vertrauensvoll auf ihren Schutz.

A Eine Mutter wird nie ihr Kind vergessen und immer Mitleid haben mit dem Kind ihres Schoßes.

 

V In Maria hast du uns ein Vorbild jeglicher Tugend gegeben. Sie ist die demütige Magd, die deinen Willen anbetet, die reine Jungfrau, deren Herz nur dir gehört, die heilige Mutter, die ihr Liebstes opfert, die starke Frau, die in der schwersten Stunde das Gottvertrauen nicht verliert, die Hohepriesterin des Neuen Bundes, die unter dem Kreuz ihres Sohnes zur Mittlerin der Gnaden wird. Zu ihr schauen wir auf, nach ihrem Beispiel wollen wir handeln.

A Wer auf mich hört, wird nicht zuschanden, wer sich um mich bemüht, wird niemals sündigen.

 

V So nimm das Lob in Gnaden an, das wir der Mutter deines Sohnes weihen. Was der Heilige Geist im Buch der Bücher schrieb, beten wir zu ihrer Ehre:

A Mein Herz wallt auf zu frohem Sang, ich weihe mein Lied dem König, meine Zunge ist dem Stift des schnellsten Schreibers gleich.

 

V Du bist der Schönste unter allen Menschenkindern, Anmut ist ausgegossen über deine Lippen, darum hat Gott auf ewig dich gesegnet.

A Umgürte deine Hüften mit dem Schwert, Allmächtiger, erhebe dich in deiner Pracht und Schönheit.

 

V Zieh aus mit Glück, tritt ein für Wahrheit, Güte und Gerechtigkeit, und deine Rechte wird dich wunderbar geleiten.

A Gar scharf sind deine Pfeile, Völker sinken vor dir hin, ins Herz getroffen sind des Königs Feinde.

 

V Dein Thron, o Gott, steht fest für alle Ewigkeit, dein Herrscherstab ist ein gerechtes Zepter.

A Du liebst das Recht, das Unrecht hassest du, darum hat dich der Herr, dein Gott, mit Freudenöl gesalbt vor deinen Brüdern.

 

V Wie duftet dein Gewand nach Myrrhe, Aloe und Kassia, in Elfenbeinpalästen erfreuen Königstöchter dich in deinem Ehrenschmuck.

A Zu deiner Rechten steht die Königin in golddurchwirktem Kleid, in Pracht gehüllt.

 

V Nun horche, Tochter, schau und neig dein Ohr, vergiss dein Volk und deines Vaters Haus.

A Nach deiner Schönheit sehnt der König sich, er ist der Herr, dein Gott, ihn bete an.

 

V Die Tyrustöchter flehen um deine Huld mit Ehrengaben, die Mächtigen des Volkes neigen sich vor dir.

A Die Herrlichkeit der Königstochter liegt in ihrem Innern, mit Gold ist ihr Gewand durchwirkt.

 

V Im Hochzeitsschmuck naht sie dem König, umgeben von jungfräulichem Geleit.

A Mit Jubel und Frohlocken führt man sie herbei, so ziehen sie in den Palast des Königs.

 

V Statt deiner Väter werden Söhne dir geboren, du setzt sie ein als Fürsten auf der ganzen Erde.

A Verkünden wird man deinen Namen allen kommenden Geschlechtern, und preisen werden dich die Völker immerdar.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

Was St. Josef sang bei der Himmelfahrt Mariä

 

Als Maria aufgefahren

Und ihr Sohn sie hatt geleitet

Zu dem Thron, der seit Beginnen

Aller Zeit ihr ward bereitet,

 

Rauscht ein neuer Strom der Freude

Durch des Himmels weite Hallen,

Und es ging zu ihrem Throne

Bald ein jubelvolles Wallen.

 

Engel knieten vor ihr nieder,

Um die Königin zu schauen,

Die der Herr für sie berufen

Aus der armen Erde Gauen.

 

Und es kam auch Isaias

Mit der Seher Schar gegangen,

Um die Jungfrau zu begrüßen,

Die das Heil der Welt empfangen.

 

Auch die Väter, die gehütet

Der Verheißung Wort solange,

Sangen zu der Seher Tönen

In so wunderbarem Klange.

 

Als der jüngste kam St. Josef,

Ernst und sinnend war sein Schreiten,

Gleich, als ob bei solchem Jubel

Er gedächt´ vergangner Zeiten.

 

Singend trat er vor die Jungfrau,

Auf die Harfe schlug er leise,

Und der Himmel schwieg und lauschte

Seiner liebentzückten Weise.

 

„Weiße Lilie, die im Tempel

Gott gelegt in meine Hände,

Dass an ihrem Duft und Glanze

Licht und Trost ich viel erfände;

 

Weiße Lilie, ungebrochen,

Keiner soll dir lauter singen,

Als wer so zu seinem Herzen

Deinen Zauber fühlte dringen.

 

Zarte Blume, meine Wonne,

Und mein Trost auf rauen Wegen,

Ach, ich konnte dich nicht schützen,

Nicht vor Frost und Winden hegen.

 

Und die Frucht des neuen Lebens,

Die dein reiner Kelch getragen,

Ach, ich konnte sie nicht decken

In des harten Winters Tagen.

 

Kön´ge kamen aus dem Osten,

Sie zu sehn in frommem Glauben,

Und dann suchten grimme Neider

Dir die Himmelsfrucht zu rauben.

 

Weiße Lilie, wie so traurig

Sich dein Haupt zur Erde neigte,

Als die Wege der Verbannung

Uns der Engel Gottes zeigte.

 

Und dann sanken auf dich nieder,

Ach, Ägyptens heiße Gluten,

Und es tränkten dich im Durste

Nur der Tränen bittre Fluten.

 

Als ich zitternd dich genommen

Und zur Heimat hingetragen,

Hat die Sonn sich dir verborgen,

In drei tödlich langen Tagen.

 

Ach, es war, als ob die süße

Frucht, die einst dein Kelch geborgen,

Sich vom Stamme lösen wollte

Schon in ihres Lebens Morgen.

 

Immer weißer, immer heller

Ward dein Glanz, du lichte Blume,

Immer klarer deines Duftes

Balsam in dem Heiligtume.

 

Selig hab ich dich betrachtet,

Und den reinen Duft genossen,

Bis ich einmal, wonnetrunken,

Still die Augen hab geschlossen.

 

Weiße Lilie, sieh, der Himmel

Ist entzückt von deiner Schöne,

Mit dem Dufte deines Kelches

Steigen deines Loblieds Töne.

 

Doch zu keines Menschen Herzen

Dringen süßer Duft und Lieder,

Als zu dem, der wonnberauschet

Denket alter Zeiten wieder.

 

Denn ich ward dir angetrauet,

Sah dich leiden mit Erbarmen,

Hab dein Kindlein dir ernähret,

Und ich starb in deinen Armen.“

 

Als St. Josef ausgesungen,

Ruht Marias Auge lange

Auf dem Sänger, der die Seele

Ihr bewegt mit süßem Klange.

 

Und der Glanz der weißen Blume

Fiel auf ihn so hell und reine,

Dass der Himmel schöner wurde

Auch von Josefs Licht und Scheine.

 

Lied: Maria, Mutter unsres Herrn

 

Maria, Mutter unsres Herrn,

o Himmelspfort, o Meeresstern,

hilf der bedrängten Christenheit

auf ihrem Wege durch die Zeit.

 

Ein Staunen die Natur erfasst,

dass du den Herrn geboren hast,

den Herrn und Schöpfer aller Welt,

der dich erschaffen und erwählt.

 

V Ewiger Vater, wie die Königin von Saba mit großer Pracht und vielen Kostbarkeiten nach Jerusalem kam und von Staunen ergriffen wurde über Salomos Weisheit und Pracht, so ist Maria, die Königin des Himmels, mit dem Reichtum aller Tugend in deine Herrlichkeit eingegangen. Auf Erden hat sie im Dunkel des Glaubens gelebt und deine unbegreiflichen Ratschlüsse in Demut angebetet. Nun sieht sie alles klar in deinem Licht und preist in alle Ewigkeit die Größe deiner Weisheit. In heiliger Freude schauen wir zum Himmel auf, betrachten voll Dankbarkeit die Ehre und die Herrlichkeit, mit der du sie gekrönt hast, und bitten dich, lass uns in diesem Erdental nie verzagen.

A Freut euch und frohlockt, denn groß ist euer Lohn im Himmel.

 

V Wir lesen aus dem zweiten Buch der Chronik, wie die Königin von Saba von Salomo aufgenommen wurde:

Die Königin von Saba hatte von Salomo gehört und kam mit großer Pracht, mit sehr viel Gold und kostbaren Edelsteinen nach Jerusalem. Sie redete mit Salomo über alle Dinge, die ihr am Herzen lagen. Salomo wusste mit ihr über alles zu sprechen, und nichts war da, was er ihr nicht klargelegt hätte. Als sie die Weisheit Salomos sah und die Herrlichkeit, die er besaß, geriet sie außer sich vor Staunen und rief aus: Es ist wirklich wahr, was ich in meinem Land von deinen Taten und von deiner Weisheit hörte. Ich habe es mir nicht vorstellen können, bis ich selbst kam und es mit eigenen Augen sah. Nun weiß ich, dass mir kaum die Hälfte von deiner Weisheit berichtet worden ist. Du hast deinen Ruf durch deine erhabenen Vorzüge weit übertroffen. Glücklich die Menschen und selig die Diener, die allzeit vor dir stehen und deine Weisheit verkosten dürfen.

A Sie kam nach Jerusalem mit großer Pracht, mit sehr viel Gold und kostbaren Edelsteinen.

 

V Gepriesen sei der Herr, dein Gott, der dich auf seinen Thron gesetzt hat, wo du herrschen sollst in seinem Namen.

A Der Herr hat Israel geliebt und will es immerdar erhalten. Darum hat er dir den Thron gegeben, Liebe und Gerechtigkeit zu üben.

 

V Alle Fürsten auf dem Erdenrund übertraf der König Salomo an Reichtum und an Herrlichkeit.

A Sie sehnten sich, sein Angesicht zu schauen und zu lauschen auf die Weisheit, die ihm Gott verlieh.

 

V Zu seiner Rechten steht die Königin in golddurchwirktem Kleid, in Pracht gehüllt.

A Nun horche, schau und neig dein Ohr, vergiss dein Volk und deines Vaters Haus.

 

V Kommt und esst mein Brot und trinkt den Wein, den ich euch mischte.

A Lasst ab von aller Torheit. Lebt und wandelt auf den Wegen meiner Weisheit.

 

V Selig, wer an meinen Türen Wache hält und achtet auf die Flügel meiner Tore.

A Wer sich gegen mich verfehlt, schadet seiner eigenen Seele. Alle, die mich hassen, lieben nur den Tod.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

Zur Mutter von der immerwährenden Hilfe

 

Jungfrau, Mutter Gottes mein,

lass mich ganz Dein eigen sein!

Dein im Leben, Dein im Tod,

Dein in Unglück, Angst und Not,

Dein in Kreuz und bitt'rem Leid,

Dein für Zeit und Ewigkeit.

 

Jungfrau, Mutter Gottes mein,

lass mich ganz Dein eigen sein!

Mutter, auf Dich hoff' und bau' ich.

Mutter, zu Dir ruf' und seufz' ich.

Mutter, Du Gütigste, steh mir bei.

Mutter, Du Mächtigste, Schutz mir leih'.

 

O Mutter, so komm, hilf beten mir!

O Mutter, so komm, hilf streiten mir!

O Mutter, so komm, hilf leiden mir!

O Mutter, so komm und bleib bei mir!

 

Du kannst mir ja helfen, o Mächtigste!

Du wirst mir auch helfen, o Gütigste!

Du musst mir nun helfen, o Treueste!

Du willst mir auch helfen, Barmherzigste!

 

O Mutter der Gnade, der Christen Hort!

Du Zuflucht der Sünder, des Heiles Port!

Du Hoffnung der Erde, des Himmels Zier!

Du Trost der Betrübten, Ihr Schutzpanier!

 

Wer hat je umsonst Deine Hilf' angefleht?

Wann hast Du vergessen ein kindlich Gebet?

Drum ruf' ich beharrlich in Kreuz und in Leid!

Maria hilft immer! - Sie hilft jederzeit!

 

Ich ruf' voll Vertrauen in Leiden und Tod:

Maria hilft immer - in jeglicher Not!

So glaub' ich - und lebe und sterbe darauf.

Maria hilft mir in den Himmel hinauf.

 

V Wir lesen aus der Geheimen Offenbarung über die Braut des Lammes:

Einer von den sieben Engeln sprach zu mir: Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Erkorene des Lammes. Er entrückte mich im Geist auf einen sehr hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, erfüllt von Gottes Herrlichkeit. Sie funkelte wie Edelstein, hatte eine hohe Mauer mit zwölf Toren. Die Mauer war aus Edelstein und die Stadt selbst aus lauterem Gold. Jedes Tor war aus einer Perle, und die Straßen waren durchsichtig wie Glas. Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt; denn Gott der Herr, der Allmächtige, ist ihr Tempel. Sie braucht weder Sonne noch Mond, die Herrlichkeit Gottes erhellt sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. In ihrem Licht wandeln die Völker, und die Könige der Erde bringen Schätze zu ihr hin. Ihre Tore werden nie verschlossen, die Nacht kennt man in ihren Mauern nicht. Ein Strom lebendigen Wassers geht von ihr aus, der vom Thron Gottes und des Lammes kommt. An seinen Ufern steht der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt, dessen Blätter den Menschen Heilung bringen.

A Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Erkorene des Lammes.

 

V Wer ist die Jungfrau, glänzend wie die Sonne? Leuchtend wie die Morgenröte steigt sie auf.

A Die Töchter Sions sehen sie und preisen ihre Schönheit.

 

V Aus der Wüste steigt sie auf wie eine Säule aus Weihrauchwolken und aus Myrrhenduft.

A Sie ist geschmückt mit Rosen wie in Frühlingstagen, die Lilien des Tales zieren sie.

 

V Lass mich in dein Antlitz schauen und deine Stimme hören, köstlicher als Wein ist deine Liebe.

A Seine Braut ist schöner als die Blume auf der Flur, reiner als die Lilie im Tal.

 

V Ich halte einen Thron bereit aus Zedernholz vom Libanon, aus Silber sind die Säulen, und die Lehne ist aus Gold.

A Sein Kissen ist von Purpur, sein Inneres ausgelegt mit Ebenholz.

 

V Mein Geliebter ist nun mein, und ich gehöre ihm. Ich will ihn halten, niemals mehr von mir lassen.

A Unter meinem Haupt ruht seine Linke, und seine Rechte hält in Liebe mich umfasst.

 

V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

V Ewiger Vater, du lässt die allerseligste Jungfrau Maria in wunderbarer Weise an dem Leben der allerheiligsten Dreifaltigkeit teilnehmen. Sie ist die wahre Gottesbraut, deren Schönheit uns in der Pracht des himmlischen Jerusalem versinnbildet wird. Wir dürfen in ihrem Licht wandeln und aus dem Strom der Gnade schöpfen, den sie in deine Kirche leitet. Lass uns nie vergessen, dass dein Sohn auch unsere Seele sich zur Braut erkoren hat. Wir sind ihm anverlobt durch unser Taufgelübde. Heute erneuern wir den festen Entschluss, den Werken und den Lockungen des Feindes zu widersagen. Für dich zu leben ist kein quälender Verzicht, sondern beglückender Gewinn. Das zeigst du uns in der Herrlichkeit der Jungfrau, die du im Himmel gekrönt hast.

A Amen.

 

Lied: Maria, Mutter unsres Herrn

 

So trat der Engel bei dir ein:

„Gegrüßet seist du, Jungfrau rein.“

„Ave Maria“ singen wir,

„sei benedeit, Gott ist mit dir.“

 

O Mutter, reich an Güt und Huld,

erbarme dich: wir sind in Schuld.

Steh du uns bei an Gottes Thron

und zeig uns Jesus, deinen Sohn.

 

Litanei von der Mutter Gottes

 

V/A Herr, erbarme dich.

V/A Christus, erbarme dich.

V/A Herr, erbarme dich.

 

V Christus, höre uns. A Christus, erhöre uns.

 

V Gott Vater im Himmel, A erbarme dich unser.

V Gott Sohn, Erlöser der Welt, A erbarme dich unser.

V Gott Heiliger Geist, A erbarme dich unser.

V Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, A erbarme dich unser.

 

V Heilige Maria, A bitte für uns.

Heilige Gottesgebärerin

Heilige Jungfrau der Jungfrauen

Mutter Christi

Mutter der göttlichen Gnade

Du reinste Mutter

Du keuscheste Mutter

Du unversehrte Mutter

Du unbefleckte Mutter

Du liebenswürdige Mutter

Du wunderbare Mutter

Du Mutter des guten Rates

Du Mutter des Schöpfers

Du Mutter des Erlösers

Du weiseste Jungfrau

Du ehrwürdige Jungfrau

Du lobwürdige Jungfrau

Du mächtige Jungfrau

Du gütige Jungfrau

Du getreue Jungfrau

Du Spiegel der Gerechtigkeit

Du Sitz der Weisheit

Du Ursache unserer Freude

Du geistliches Gefäß

Du ehrwürdiges Gefäß

Du vortreffliches Gefäß der Andacht

Du geheimnisvolle Rose

Du Turm Davids

Du elfenbeinerner Turm

Du goldenes Haus

Du Arche des Bundes

Du Pforte des Himmels

Du Morgenstern

Du Heil der Kranken

Du Zuflucht der Sünder

Du Trösterin der Betrübten

Du Hilfe der Christen

Du Königin der Engel

Du Königin der Patriarchen

Du Königin der Propheten

Du Königin der Apostel

Du Königin der Märtyrer

Du Königin der Bekenner

Du Königin der Jungfrauen

Du Königin aller Heiligen

Du Königin, ohne Makel der Erbsünde empfangen

Du Königin des heiligen Rosenkranzes

Du Königin des Friedens

 

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A verschone uns, o Herr.

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A erhöre uns, o Herr.

V Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, A erbarme dich unser.

 

V Bitte für uns, heilige Gottesmutter, A dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

 

V Lasset uns beten. Wir bitten dich, Herr und Gott, verleihe, dass wir als deine Diener uns der beständigen Wohlfahrt der Seele und des Leibes erfreuen und auf die glorreiche Fürsprache der seligen allzeit jungfräulichen Mutter Maria von der gegenwärtigen Trübsal befreit und der ewigen Freude teilhaftig werden, durch Christus, unsern Herrn. A Amen.

 

Lied: Kommt her, ihr Kreaturen all

 

Kommt her, ihr Kreaturen all, kommt was erschaffen ist,

kommt her und sehet allzumal, was hier zugegen ist!

Dies ist das heilge Sakrament,

das sollt ihr loben bis ans End!

O, dass ich´s loben könnt

allzeit bis an mein End.

 

Stimmt an, stimmt an, ihr Seraphim, die ihr von Liebe brennt;

ihr Thronen, Fürsten, Cherubim, singt, was ihr singen könnt!

Herrschaften, Mächte, Kräfte all,

Erzengel, Engel ohne Zahl:

Lobsinget ohne End

dem höchsten Sakrament.

 

Ihr Patriarchen allgemein und ihr Propheten all,

auch ihr Jungfrauen keusch und rein mit der Apostel Zahl,

Bekenner all und Märtyrer

Und du, gesamtes Himmelsheer:

lobsinget ohne End

dem heilgen Sakrament.

 

Und du Maria, Jungfrau rein, schau deinen lieben Sohn

bei uns in den Gestalten klein, bei dir im Himmelsthron;

hilf, Mutter, uns lobpreisen ihn,

hilf, dass wir all empfangen ihn

an unserm letzten End

im heilgen Sakrament!

 

V Auf die Fürsprache der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria segne uns der allmächtige Gott, der Vater + und der Sohn + und der Heilige + Geist.

A Amen.