Ergebung

 

Ich wandle, wie mein Vater will,

Er soll den Weg mir zeigen;

Ihr eitlen Wünsche müsst euch still

Vor seinem Willen neigen!

Sein Rat regiere meinen Sinn!

Dem Herrn, durch den ich leb` und bin,

Dem geb` ich mich zu eigen!

 

Ich leide, wie mein Vater will,

Er wandelt Schmerz in Segen:

Trag` ich sein Kreuz nur fromm und still,

Kommt mir sein Trost entgegen!

Bald sind die Tränen ausgeweint,

Dann aber naht mein Himmelsfreund,

Mir Freude zuzuwägen!

 

Ich harre, wie mein Vater will,

Ganz kindlich und bescheiden;

Einst wird in seines Lichtes Füll`

Der trübe Pfad sich kleiden;

Ich werde seine Führung sehn,

Den wunderbaren Weg verstehn,

Voll Staunen und voll Freuden!

 

Ich bau` auf Gott! Mein Heil und Glück

Ich kann`s nicht selber bauen;

Kurz und beschränkt ist Menschenglück,

Auf Gott will ich vertrauen;

Er gebe mir mein Los, mein Teil,

Er führe mich zum wahren Heil

Und einst zum sel`gen schauen!

 

 

Agnes Franz