Das Herz, das ich liebe

 

Ich lieb` ein Herz, das ist gar rein,

So rein, wie klares Gold;

An Wert gleicht ihm kein Edelstein:

Ich bin ihm immer hold.

 

Hätt` Perlen ich wie Sand am Meer

Und Gold wie Wasserflut

Und Erdenfreuden noch so sehr,

Ihm blieb ich zuerst ich gut.

 

Und wär` ich wie der Vogel frei,

Der in den Lüften singt,

Mein Herz, es bliebe ihm nur treu;

Nur ihm mein Loblied singt.

 

Und hätte ich ein Königreich,

Wär` Herrscher ich der Welt,

Möchte` sein selbst einem Seraf gleich:

Mein Herz blieb ihm vermählt.

 

Ja würd` ich mit dem Schiffer zieh`n

Ins weite Meer hinaus,

Für dieses Herz doch würd` ich glüh`n

Trotz Flut und Sturmgebraus.

 

Und ständ` ich, wo der Abendstern

Die ferne Wolke küsst,

Ich sänge, wenn auch noch so fern:

„O Herz, sei mir gegrüßt!“

 

Ja, dieses Herz, wer liebt es nicht

Als Trost in Leid und Schmerz?

Ich lieb` es noch, wenn`s Auge bricht:

Ich lieb` Marias Herz!