Zur heiligen Advent-Zeit

 

Wenn an Sonne, Mond und Sternen

Schreckenszeichen sind zu schauen,

Wenn die Meer und Fluten rauschen,

Dass die Völker fasst ein Grauen,

 

Wenn die Menschen bang verschmachten,

Fürchtend, was noch kommt auf Erden,

Da des Himmels Kräfte selber

Wanken und erschüttert werden:

 

Dann, auf Wolken herrlich thronend,

Wird der Menschensohn erscheinen!

Zagend zitternd die Verworf´nen,

Freudig schaun empor die Seinen.

 

All dies, wie´s der Herr verkündet,

Wird zu seiner Zeit geschehen:

Erd und Himmel sind vergänglich;

Doch sein Wort wird nicht vergehen.

 

Heil uns, die wir jetzt noch leben

In der Zeit der Lieb und Gnade,

Seine Ankunft uns erfreuend,

Der uns hold als Kindlein nahte!

 

Heil uns, sind wir gut bereitet

Auf sein gnadenreiches Kommen,

Dass wir, wenn er kommt als Richter,

Uns erfreun mit seinen Frommen!

 

Wird er einst die Welt zerstören,

Wird er schöner sie erneuen,

Und wir werden in der schönern

Ewig uns mit ihm erfreuen.