Mariä Opferung

 

(21. November)

 

Maria, jung und zart,

Geführt zum Tempel ward

Von ihrer Eltern Hand

Dem Herrn zum Unterpfand.

 

Da sie zum Tempel trat,

Alsbald der Priester naht,

Weiht sie an heil´gem Ort

Nach des Gesetzes Wort.

 

Das Kind im Tempel blieb,

Dient Gott mit Lust und Lieb

Elf Jahr im Haus des Herrn,

Von ihrer Heimat fern.

 

Nichts war ihr zu gering,

Tat emsig alle Ding,

Dacht nur an Gott allein,

Demütig, seelenrein.

 

So wuchs sie alle Zeit

In Lieb und Herrlichkeit,

So ward ihr Herz zum Thron

Bereit für ihren Sohn.

 

O süße Jungfrau rein,

Du milder Himmelsschein,

Lass durch die Tugend dein

Uns Gott empfohlen sein!

 

(aus: Leone`s Cantate)