Gottvertrauen

 

Wenn deine Lenze sterben,

Der Sturm die Blüten bricht,

Und geht dein Glück in Scherben: -

Mein Herz, verzage nicht!

 

Wenn auch auf wilden Wellen

Kein Leuchtturm kommt in Sicht;

Will auch dein Boot zerschellen: -

Mein Herz, verzage nicht!

 

Und löschten selbst die Sterne

Ihr ewig-goldnes Licht;

Versänk in Nacht die Ferne: -

Mein Herz, verzage nicht!

 

Noch strahlt durch Wolkenbrauen

Ein Stern Dir sanft und schlicht –

Das süße Gottvertrauen:

Drum, Herz, verzage nicht!

 

Anton Müller (Br. Willram)