Die Welt

 

Die Welt dem flücht`gen Schatten gleicht,

Dem Gaste, der zur Nacht entweicht;

Sie gleicht dem schönen Traumgesichte,

Das uns verlässt beim Morgenlichte.

 

Schenk nicht dein Herz der jungen Braut,

Die dir so hold ins Auge schaut –

Sie ist noch niemand treu geblieben:

Gott sei dein Leben und dein Lieben!

 

Hoffmann von Fallersleben