Das hehre Drei

 

Der Glaube, der den sehnsuchtsvollen Geist

Vom Staub empor in seine Heimat weist,

Der, freudig ahnend einen Plan der Huld,

Im Glücke Demut gibt, im Leid Geduld;

 

Die Liebe, die zur Opferflamme weiht

Ein frommes Herz voll Kindes-Dankbarkeit,

Zur Flamme, die, zum Himmel stets gekehrt,

Rings wärmt und leuchtet, läutert und verklärt;

 

Die Hoffnung, die im Keim still-frommer Tat

Schon wallen sieht der Ernte goldne Saat,

Die halbgebrochnem Blick, durch Grabes Nacht,

Verklärte Lieben zeigt in Edens Pracht;

 

Die Christus mir im Kreuzestod erstritt,

Für die der Frommen Schar gottfreudig litt:

O Vater, gib, dass dieses hehre Drei

Der schöne Dreiklang meines Lebens sei!

 

Jonathan Friedrich Bahnmeier