Advent

 

Wald und Hügel sind verschneit,

Dunkles, ahnungsreiches Weben.

Eingelullt ist alles Leben

In der tiefen Einsamkeit.

 

Hügelhin und hügelher

Wallen dämmergraue Schleier

Wie vor einer großen Feier.

Einen Werktag gibt`s nicht mehr.

 

Hütten rauchen in den Traum,

Märchen huschen im Gelasse,

Irgendwo auf ferner Straße

Schellenklang. Du hörst ihn kaum.

 

Nur ein Dämmern ist der Tag,

Wie die Nächte leis verrinnen.

Mägdlein träumt auf weißen Linnen,

Selig, wer so träumen mag.

 

Einziges, was jetzt noch lebt:

Eine Quelle fern im Grunde,

Die die frohe Weihnachtskunde

An zu lallen hebt.

 

(von F. Schrönghamer-Heimdal)