Zum 8. Dezember

 

Am Himmelszelt ein Sternlein glänzt,

Ein Sternlein mild mit sanftem Schimmer,

Nie bleicht im Morgenlicht der Flimmer,

Der farbenprächtig es umkränzt.

Dies Sternlein, das mit feinem Scheine

Zu jeder Zeit die Welt entzückt,

Der Adamskinder Herz beglückt,

Das bist Maria du, o Reine.

       Du Stern, der alles Weh versüßt,

       Gestirn der Hoffnung, sei gegrüßt.

 

Vielseitig dräu´n im Tränental

Verlußt, Verführung und Verderben;

Doch niemals wird die Hoffnung sterben,

Wenn sie sich lenkt zum Himmelssaal,

Zu jenem Thron, wo deinen Händen

So viele Gaben anvertraut;

Wo du, o reinste Gottesbraut,

Uns huldreich bietest deine Spenden.

       Drum sei gegrüßt, Maria hold;

       Dir bringen wir der Liebe Sold.

 

Erwählt aus Millionen Frau´n,

Als reinste Blüte stets erfunden -

So schwebt dein Bild zu allen Stunden

Vor denen, die dich gläubig schau´n.

Preis dir, du fleckenlose Taube,

Du unvergleichliches Juwel,

Dir huldigt freudig jede Seel´,

Die sich entringt dem Erdenstaube.

       Dich schmücken Gnaden ohne Zahl.

       O sei gegrüßt vieltausendmal!