Gruß an alle Besucher von Marianisches

 

Es suchen die Menschen so eifrig das Glück,

Durchziehen die Länder, durchziehen das Meer,

Und kommen mit trauernder Seele zurück,

Das Glück, das verlorene, sie finden´s nicht mehr!

 

Sie graben nach Reichtum, nach edlem Gestein,

Sie trachten nach Ehren, nach Können, Geschick,

Sie haschen in taumelnder Seele den Schein,

Doch nimmer das wahre, das dauernde Glück!

 

Denn wohl ist´s verborgen und steil ist der Weg,

Der führt zum wirklichen Glücke hinan.

Voll Dornen und Disteln und Steinen der Weg,

Weitab von der breiten, blumigen Bahn. –

 

Hoch oben erstrahlet im göttlichen Licht,

Am Kreuze der Heiland durchstochen das Herz,

Vom himmlischen Glücke sein Leiden und spricht,

Vom himmlischen Glücke und seligem Schmerz.

 

Wie er sich geopfert, vergossen sein Blut,

Zu retten die Lieben aus ewiger Not;

So sollen die Seinen voll heiligem Mut,

Entsagen und opfern sich bis in den Tod.

 

Sich selbst zu vergessen, dem Nächsten zur Freud

Vor Mühen und Pflichten nie scheuen zurück,

Die Armut zu lindern, zu trösten im Leid,

Das Herz zu umfassen, ist seliges Glück.

 

Wohl bitter die Schale, doch süß ist der Kern,

Die Welt ihn verachtet mit spottendem Hohn.

Die duldende Seele, sie jubelt im Herrn,

Sie opfert und erntet glückseligen Lohn.

 

Sie ziehen durch die Länder, durchschiffen das Meer,

Und kehren mit trauernder Seele zurück;

Sie haben´s verloren und finden´s nicht mehr,

Im göttlichen Herzen das himmlische Glück.