Fronleichnam

 

Sei, Leib des Heilands, mir gegrüßet,

Sei mir gegrüßt des Heilands Blut,

Brot, das uns jedes Leid versüßet,

Sei mir gegrüßet, höchstes Gut.

 

Zugegen schaut dich, Herr, mein Glaube,

Gewalten, Thronen schaut er hier,

Anbetend liegen sie im Staube

Und singen heilig, heilig dir.

 

Sie singen: Herr, wer kann dich fassen,

Wie warst als Kind du arm und klein,

Wie warst am Kreuz du so verlassen,

Und nun umschließt dich Brot und Wein?

 

Sie singen: Herr, wer kann dir danken,

Wie du des Dankes würdig bist,

Du Trost der Armen, Heil der Kranken,

Du Brot des Lebens, Jesu Christ.

 

O selig, selig, wer berufen

Zu diesem heilgen Mahle ist,

Wer an des Heiligtumes Stufen

Im Glauben trinkt, im Glauben isst.

 

O selge Christen, Himmelserben,

Genießt das Brot, das Christus bricht,

Ihr werdet leben und nicht sterben,

Und Tod nicht schauen noch Gericht.

 

O selge Christen, Auserwählte,

Er lebt in euch und ihr in ihm,

O wenn die Himmel Neid noch quälte,

Euch neideten die Seraphim.

 

O dreimal selig, die nicht schauen

Und dennoch glauben unentwegt,

Auf Gottes Wort wie Felsen bauen,

Das Welten schuf und Welten trägt.