Die Unbefleckte

 

O preiset all die Lilie klar,

So wunderbar wie keine!

Die Sünde hat mit ihrem Hauch

Sie nie befleckt, die reine,

 

Wie herrlich blüht sie und wie schön!

O zartes Laub, umschling mich!

Ihr holder Duft erfüllt die Luft:

O Himmelsduft, durchdring mich!

 

Ihr süßer Duft dringt durch die Luft

Hinauf zu Gottes Throne;

Und Gott vom Thron schickt seinen Sohn,

Dass unter uns er wohne.

 

Wie innig flehten Tausend schon:

O wolle uns bewahren!

Und sie bewahrt die Tausend all

Vor Sünden und Gefahren.

 

Drum will auch ich stets kindlich flehn:

Du Reinste unter allen!

O reinige mein unrein Herz,

Dann wird es Gott gefallen.