Der Heiland geht durchs Ährenfeld

 

Ein feierlich geheimes Rauschen

Seht durch des Saatengoldes Meer;

Und wiederum ein tief Erlauschen

Der Himmelsworte, heilig, hehr,

Die jetzt von Heilands Lippen mild erklingen,

Der Menschheit unfassbares Glück zu bringen.

 

Die Ähren ehrfurchtsvoll erschauernd beben,

Ihr Haupt zur Erd sie senken tief,

Denn er, der König über alles Leben,

Zur höchsten Würde sie berief.

Es will der Heiland unter Brotsgestalten

Ja künftig seiner Gottesliebe walten.

 

Und jenes Rauschen, jenes Flüstern leise,

Es ist der Ähren fromm Gebet,

Ein Preisgesang und eine Jubelweise,

Wie nur der Schöpfer sie versteht.

Das Saatenfeld, es möcht ihn ewig loben –

Und du, o Mensch, vergisst den Heiland droben.