Das immerwährende Opfer

 

„Opfert ein Opfer der Gerechtigkeit und hoffet auf den Herrn.“ Psalm 4,6

 

Er gibt sich hin mit Fleisch und Blut

Als wahres Opferlamm;

Er gibt sich hin auf dem Altar

Wie einst am Kreuzesstamm.

 

Die Welt erkennt den Vater nicht,

Erweist ihm Hohn und Spott:

Er bringt ihm stete Huldigung,

Er selbst, der wahre Gott.

 

Es häufet mit verweg`nem Mut

Der Sünder Schuld auf Schuld:

Und Jesu heil`ges Opferblut

Erwirbt ihm wieder Huld.

 

Gott schenkt dem Menschen Gnad` um Gnad`,

Doch sie beachten`s nicht:

Das Opferlamm auf dem Altar

Erfüllt die Dankespflicht.

 

Es ruft der Mensch in Angst und Leid

Zu Gott um Trost und Kraft:

Des Mittlers Flehn auf dem Altar

Erhörung ihm verschafft.

 

O Christen, kommt und schauet hier

Des Heilands Lieb` und Treu` -

Das Opfer auf Kalvaria

Wird alle Tage neu.

 

O Opfer, groß und wunderbar,

O Opfer, hehr und rein,

Was würde ohne deine Kraft

Aus uns geworden sein?