Ave Maria!

 

Die Dämmerung schon auf Erden webet,

Mit leisem Flug der Tag entschwebet.

Im Tal die Abendglocken klingen,

Der Wind trägt`s fort auf sanften Schwingen:

Ave Maria!

 

Es geht ein Wanderer auf der Heide,

Da tönt das Glöcklein aus der Weite.

Er bleibet stille stehn und lauschet;

Ein froh Gebet die Seel durchrauschet:

Ave Maria!

 

Ein Vöglein wacht nah in den Zweigen.

Wenn alles singt, möchte`s auch nicht schweigen,

Und aus der Kehle dringt ihm leise

Die alte, längst vertraute Weise:

Ave Maria!