Am Ziel

In heil`gen Träumen stehn die Palmen,

Die Hirtenfeuer leuchten schon.

Das ärmste Vöglein ruht im Neste

In einer Pinie stolzer Kron`.

 

"Siehst du den Stall, Gebenedeite,

Moosüberwuchert, wetterwund - ?

Nicht bessres Obdach kann ich bieten,

Maria, dir zur selben Stund`.

 

Ein wenig Stroh - du bist so müde -

Und einer Ampel matten Schein;

Erstaunter Tiere heißer Atem

Wird dir nur karge Wärme sein - -"

 

Da blicket mild die holde Fraue:

"Mein Joseph, klage nicht, sei still!

Ich bin die Magd der ew`gen Liebe,

Und mir geschieht, wie Gott es will . . ."