Der heilige Vinzenz von Saragossa, Diakon und Martyrer von Valencia, Spanien, + 22.1.304 - Fest: 21. Januar

 

Geboren wurde der Märtyrer in Huesca (Aragonien), aber seine Jugend- und Studienjahre verbrachte er in Saragossa.

 

Nach seinem Studium wurde er zum Archidiakon des heiligen Bischofs Valerius geweiht. Während der diokletianischen Christenverfolgung verhaftete man Vinzenz und brachte ihn zusammen mit seinem Bischof nach Valencia, wo man ihn längere Zeit gefangen hielt.

 

Nach einer alle in Erstaunen setzenden Verteidigungsrede wurde er grausam gequält und starb um 304 an den Folgen der Marter.

 

„Datianus, der Statthalter des Kaisers Diokletian in Spanien, wütete, um die kaiserliche Gunst sich zu erwerben, gegen Bischöfe und Priester, und so wurden bei der ausbrechenden Christenverfolgung auch Valerius und Vinzenz gefesselt vor den Richterstuhl geschleppt. Der heilige Bischof, alt und gebrechlich, wurde verbannt, Vinzenz aber grausam gemartert. Seine Hände und Füße wurden aus den Gelenken gezerrt, sein Leib mit eisernen Krallen zerfleischt, das Blut rann von allen Teilen seines Körpers; darauf wurde er, gleich dem heiligen Laurentius, auf einen glühenden Rost geworfen und gegeißelt, seine Wunden wurden mit Salzkörnern bestreut. Dann brachte man ihn in ein finsteres Gefängnis und legte ihn auf spitzige Scherben. Allein der Kerker wurde wunderbar erhellt; der Heilige aber lobte Gott, und Engel erfreuten ihn mit himmlischen Trost. Die Wächter, die den hellen Glanz des Kerkers sahen und die himmlische Musik hörten, bekehrten sich zum Christentum.

 

Der große Sieger Vinzenz aber starb bald darauf, verehrt von der ganzen Stadt. Datianus ließ den Leichnam des Heiligen auf den Schindanger werfen, den wilden Tieren zur Beute; allein es flog ein gewaltiger Rabe herbei, umflatterte mit wildem Geschrei den Leichnam und schützte ihn vor den herankommenden Tieren. Erzürnt darüber, ließ Datian die heilige Leiche mit einem Stein beschwert in das Wasser werfen, aber die Wellen spülten sie wieder an das Ufer, und die Christen konnten sie heimlich bestatten.“

 

Vom 14. Jahrhundert an wird Vinzenz als jugendlicher Diakon mit einem Buch dargestellt. Aber auch die Palme, der Mühlstein oder ein Feuerhaken können seine Attribute sein. Häufig findet man ihn auch mit einem Raben abgebildet. Dieses Tier beschützte der Legende nach seinen unbegrabenen Leichnam.

 

Viele Städte, darunter auch Magdeburg und Salzburg, haben ihn als Patron gewählt.

 

Er schützt die Schüler, Brotverwalter, Ziegelbrenner, Dachdecker, Seeleute und ist seit alters her der Patron der Weinbauern. Vinzenz hilft beim Wiederfinden gestohlener Sachen, gegen Körperschwäche und gegen Darmkrankheiten.