Die heiligen Urbanus, Theodorus, Menedemus und siebenundsiebzig andere Priester, Martyrer von Konstantinopel, + 5.9.370 – Fest: 5. September

 

Sie sind Martyrer für den katholischen Glauben. Die Arianer in Konstantinopel, vom Hof begünstigt, erlaubten sich die schmählichsten Gewalttätigkeiten gegen die Rechtgläubigen und erpressten von ihnen große Geldbußen oder warfen sie willkürlich in die Kerker. Da suchten die Bedrückten eine Gesandtschaft von achtzig der ausgezeichnetsten Geistlichen der Hauptstadt aus, an deren Spitze die Obengenannten standen, und schickten sie an den damals zu Nikomedia in Bithynien weilenden Kaiser Valens. Dort angekommen legten die Abgeordneten ihre Beschwerden getreulich vor und fanden anscheinend geneigtes Gehör, denn der Kaiser, einen Aufstand der Katholiken befürchtend, wagte seinen Groll nicht offen zu zeigen. Insgeheim aber gab er dem Präfekten Modestus den Befehl, die ihm lästige Gesandtschaft ohne Aufsehen aus dem Weg zu räumen. Der bereitwillige Höfling fand leicht einen Vorwand, die Arglosen auf ein Schiff zu locken, dessen Besatzung er angewiesen hatte, es auf hoher See in Brand zu stecken. Man segelte in der Richtung gegen den Hellespont ab, und als der Meerbusen Astacenus erreicht war, legten die Matrosen Feuer an, warfen sich schleunigst ins Boot und überließen die Diener Gottes ihrem Schicksal. Ein heftiger Gegenwind schleuderte das brennende Schiff auf die Gestade Bithyniens zurück, wo es versank. Dies ereignete sich im Jahr 370.