Der heilige Sixtus III., Papst und Bekenner von Rom, + 28.3.440 – Fest: 28. März

 

Der heilige Sixtus wurde in der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts in Rom geboren und erhielt von seinem Vater Sixtus eine gottesfürchtige Erziehung. Wegen seiner besonderen Talente und seiner Frömmigkeit ließ ihm der Vater eine wissenschaftliche Bildung geben und der fleißige junge Mann machte bewunderungswürdige Fortschritte in der Gelehrsamkeit sowohl als in der christlichen Vollkommenheit, weil er überzeugt war, dass Wissenschaften ohne Tugend und Demut ein eitles Nichts seien und den Menschen nur verschlimmern. Von solchen frommen Gesinnungen durchdrungen, widmete er sich dem geistlichen Stand und wurde zum Priester geweiht. Dass er als Priester seine Pflichten getreu erfüllt und unermüdlich zur Verbreitung der heiligen Religion beigetragen habe, beweisen die Verfolgungen und Verleumdungen von Seite der Feinde Gottes. Damals versuchten die Pelagianer mit ihren schändlichen Irrlehren das reine Christentum zu verfälschen. Und weil sie besonders der Priester Sixtus mutig bekämpfte und die Gläubigen vor ihren Irrtümern warnte, streuten sie aus Hass gegen ihn allgemein die Unwahrheit aus, dass er im Geheimen ihr Anhänger sei. Diese Verleumdung widerlegte der heilige Augustinus, einer der gelehrtesten Kirchenväter, indem er ihm das Zeugnis gab, dass er einer der eifrigsten gewesen sei, der die Pelagianer schriftlich und mündlich bekämpfte und zur Verurteilung ihrer Lehre das meiste beitrug. Einen Beweis seiner Unschuld und Frömmigkeit finden wir auch darin, dass er im Jahr 432 einstimmig von der römischen Priesterschaft und dem gläubigen Volk zum obersten Hirten der Kirche gewählt wurde.

 

Der heilige Papst verteidigte die reine Lehre Jesu nicht nur gegen die Angriffe der Pelagianer, sondern auch gegen den Nestorius, den er in seinen Schriften gründlich widerlegte und mit väterlicher Liebe ermahnte, dem Irrtum zu entsagen und in den Schoß der Kirche zurückzukehren. Aber seine Liebe wurde mit Undank vergolten. Neuerdings verleumdeten ihn die Irrlehrer, unterstützt von einem gottlosen Menschen, den die Geschichte Bassus nennt, dass er mit einer Nonne gesündigt habe. Diese Beschuldigung erregte so großes Aufsehen in der Christenheit, dass der Kaiser Valentinian eine Kirchensynode zusammenrief, in der 56 Bischöfe die Klage streng untersuchten und den Heiligen ganz unschuldig fanden. Gegen Bassus und seine Anhänger wurde der Kirchenbann ausgesprochen. Der heilige Sixtus regierte die Kirche Gottes nur acht Jahre lang. Aber er machte während dieser Zeit die nützlichsten Anordnungen zur Wohlfahrt des Christentums und sorgte besonders dafür, dass alle Kirchenämter nur frommen und geprüften Männern anvertraut wurden. So setzte er den neugewählten Bischof von Ravenna ab und ernannte den heiligen Petrus Chrysologus an dessen Stelle. Auf die Zierde der Gotteshäuser verwendete er all sein Vermögen, wie er auch die Kirche zur Maria der Größeren ansehnlich erweiterte und sie mit vielen Gütern bereicherte. Mit größter Sorgfalt sammelte er die Namen der heiligen Bischöfe und Martyrer und ließ sie auf dem calixtinischen Gottesacker an einem besonders an einem besonders dazu errichteten Ort zum ewigen Andenken aufbewahren. Er weihte für verschiedene Kirchen 52 Bischöfe, 28 Priester und 12 Diakone und starb am 28. März des Jahres 440. Sein Leichnam wurde an der tiburtinischen Straße neben dem Grab des heiligen Laurentius beigesetzt.