Die heilige Priska, Jungfrau und Martyrin von Rom, + 18.1.64 - Fest: 18. Januar

 

Ihrer ungeschichtlichen Lebensbeschreibung zufolge war Prisca die dreizehnjährige Tochter eines römischen Konsuls unter Kaiser Claudius I. Während der Christenverfolgung verhaftet und zum Tod verurteilt, wurde sie nach langen Qualen mit dem Schwert enthauptet.

 

Dargestellt wird Prisca mit ein oder zwei Löwen, die ruhig zu ihren Füßen liegen. Andere Bilder zeigen sie im Grab liegend und von zwei Adlern bewacht. Häufig wird sie auch mit Palme und Schwert abgebildet.

 

Aus dem Römischen Martyrologium:

 

Prisca, die Tochter einer angesehenen Familie, wurde von zarter Kindheit an in der christlichen Religion erzogen, lebte so fromm und tugendhaft, dass man sie als eine Christin erkannte, und dem heidnischen Kaiser Claudius auslieferte. Sie war eine blühende Jungfrau und in einem Alter von 13 Jahren, als sie vor dem Richterstuhl des Kaisers erschien, der durch ihre liebliche Gestalt und ihre Sanftmut selbst gerührt wurde, und befahl, man sollte sie mit aller Schonung behandeln, und nachdem sie im Tempel des Apollo geopfert haben würde, ihr die Freiheit geben. Da sie sich aber standhaft weigerte, dem Götzen ein Opfer zu bringen, wurde sie bis aufs Blut mit Ruten geschlagen und in ein Gefängnis geworfen, wo sie durch die traurige Einsamkeit und durch den Schmerz ihrer Wunden zum Abfall vom christlichen Glauben bewogen werden sollte. Allein die Bekennerin stärkte sich während dieser Zeit durch ein inniges Gebet auf den ihr bevorstehenden Todeskampf und zeigte im zweiten Verhör einen solchen Mut, für Jesus ihren Heiland und Erlöser alles zu dulden, dass sie nach einer grausamen Geißelung zum Tode verurteilt wurde. Drei Tage schmachtete sie noch im Kerker, in dem sie, verwundet am ganzen Körper, heilige Psalmen sang, und dann wurde sie im Beisein einer unzähligen Menge Volkes einem heißhungrigen Löwen vorgeworfen. Zum Staunen aller Heiden trat das wilde Tier erschrocken von ihr zurück, aber diese, grausamer als der Löwe, banden die Heilige an eine Säule, zerfleischten mit eisernen Krallen ihren zarten Körper, und warfen sie zuletzt auf einen brennenden Scheiterhaufen, aus dem sie unversehrt hervorging. Die Wut der Heiden, die sich von einer schwachen Jungfrau besiegt sahen, stieg dadurch auf das höchste, und weil sie das Wunder dieses christlichen Heldenmutes für Zauberei hielten, führten sie die Martyrin aus der Stadt und enthaupteten sie. Ihren Leichnam beerdigten fromme Christen an der Straße nach Ostia, und ihre sterblichen Überreste werden zu Rom in der ihr zu Ehren erbauten Kirche aufbewahrt.