Der heilige Portian, Sklave und Abt von Miranda, Frankreich, + 24.11.533 - Fest: 24. November

 

Der heilige Portian (saint Pourcain) brachte seine ersten Jugendjahre in der Sklaverei zu. Als er später aber die Freiheit erhielt, nahm er in einem unfern der Wohnung seines vorigen Gebieters gelegenen Kloster das Ordenskleid. Nach des Abtes Tod wurde er seiner vorzüglichen Tugenden wegen zum Vorsteher der Genossenschaft gewählt. Seinen christlichen Heldenmut bewährte er in außerordentlichen Bußübungen.

 

Im Jahr 520 verheerte Theodorich, der König von Austrasien, die Landschaft Auvergne. Der heilige Portian erwirkte jedoch, zur Verminderung der allgemeinen Trübsale, den Gefangenen die Freilassung, indem er den feindlichen König durch seine Gegenwart dazu bewog.

 

Der Diener Gottes starb in einem hohen Alter um das Jahr 540, und seine Heiligkeit wurde nach dem Bericht des heiligen Gregor von Tours, durch verschiedene Wunder bestätigt. Das Kloster nahm seinen Namen an, und ihm hat die Stadt St. Pourcain, in Auvergne, ihre Entstehung zu verdanken. Dieses Kloster ist aber schon längst verschwunden, und in letzter Zeit befand sich dort bloß ein der Abtei Tournus in Burgund untergebenes Priorat.

 

Ein Teil der Reliquien des Heiligen kam in die Kirche zum heiligen Martin zu Laigle, in der Normandie, und ein anderer in die Kirche seines Namens in Auvergne. Unser Heiliger wird am 24. November im römischen Martyrologium genannt.