Der heilige Pelagius, Bischof und Bekenner zu Laodicea, Libanon, + 25.3. n. 378 – Fest: 23. März

 

Pelagius lebte zu Laodicea als ein allgemein geachteter Mann in einem keuschen und heiligen Ehestand und wurde nach dem Tod seiner frommen Gemahlin um das Jahr 360 von den Gläubigen dieser Stadt wegen seiner hohen Tugenden zum Bischof gewählt. Sein Eifer und seine Wachsamkeit für das Seelenheil der ihm anvertrauten Herde übertrafen alle Erwartungen, die man sich von ihm gemacht hatte. Rastlos predigte er Jesus den Gekreuzigten und erschütterte mit seiner eindringenden Beredsamkeit die Herzen der Sünder. Er tröstete die Unglücklichen, unterstützte die Armen und versöhnte langjährige Feindschaften. Durch sein heiliges Beispiel verbreitete er in allen Familien fromme Sitten und Unschuld des christlichen Lebens und dabei wachte er sorgfältig für die Reinheit des heiligen Glaubens. Er war einer der eifrigsten Bischöfe in Verteidigung der Lehre Jesu gegen ihre Feinde auf der Kirchenversammlung zu Antiochia im Jahr 363 und auf der zu Tyana in Cappadocien im Jahre 365. Wegen des heiligen Eifers in Unterdrückung der Irrtümer und Verbreitung des Reiches Gottes wurde er bei dem ketzerischen Kaiser Valens angeklagt und bald darauf im Jahr 374 seines Amtes entsetzt und nach Arabien in das Elend verwiesen. Vier Jahre lang schmachtete der Heilige mit größter Geduld in Kummer und Not und flehte stets unter Tränen und Entbehrungen für das Heil seiner verwaisten Gemeinde, bis er um das Jahr 378 zurückberufen und in seinem Bistum wiedereingesetzt wurde. Aber die Verfolgungen und das Elend, das er während seiner Verbannung ausgestanden, hatten seinen Mut nicht geschwächt und seinen Eifer nicht erkaltet. Stets lebte er im Verein mit der römisch-katholischen Kirche und bekämpfte die Angriffe der Ketzer auf die Kirche. Er hielt es mit dem heiligen Meletius und erklärte sich laut und öffentlich für die Wahl des heiligen Gregors von Nazianz als Patriarchen der Kirche von Konstantinopel. Auf einer Synode dort verteidigte er mutig die katholische Lehre und drang auf die Verbannung der Irrlehrer aus dem Verband und der Gemeinschaft der Kirche. Kaiser Theodorich gab dem heiligen Pelagius bei seinem Tod das Zeugnis, dass er einer der frömmsten und eifrigsten Bischöfe der morgenländischen Kirche gewesen sei.