Der heilige Nicetius, Bischof und Bekenner von Lyon, + 2.4.573 - Fest: 2. April

 

Nicetius, französisch: Nisier, stammt aus Burgund von einer unter den alten Galliern sehr ausgezeichneten Familie. Seine Eltern ließen ihn sorgfältig erziehen in der Kenntnis der Wissenschaften und den Grundsätzen der christlichen Frömmigkeit. Man bemerkte an ihm von seiner ersten Kindheit an große Demut und Liebe zum Gebet. Er suchte die niedrigsten Beschäftigungen, gab in allem seinen Brüdern den Vorzug, und erniedrigte sich durch die Gesinnungen seines Herzens sogar unter die Bedienten seines Vaters herab. Vorzügliches Vergnügen war es für ihn, diese Letzteren und deren Kinder in den Wahrheiten der Religion zu unterweisen, und sie den Psalter und die Kirchengesänge zu lehren. Mit diesen Tugenden verband er eine unverletzliche Reinheit des Leibes und der Seele, weshalb er auch alles sorgfältig vermied, was den Versuchungen des bösen Feindes hätte Eingang in sein Herz verschaffen können.

 

Nachdem er von dem heiligen Agricola, Bischof von Chalons-sur-Saône, die Priesterweihe empfangen hatte, folgte er dem heiligen Serdot, seinem Oheim, auf den bischöflichen Stuhl zu Lyon im Jahr 551 nach. Er regierte seine Kirche mit unermüdlichem Eifer bis in seinen Tod, der am 2. April 573 erfolgte. Mehrere Wunder bestätigten seine Heiligkeit. Man bewahrte noch in den letzteren Zeiten seine Überbleibsel in der Pfarrei seines Namens zu Lyon. Er steht an diesem Tag in den Martyrologien.