Der heilige Nicetas, Bischof und Bekenner in Dacien, + nach 401 - Fest: 7. Januar

 

Dieser Heilige arbeitete unermüdet an der Ausbreitung des Christentums unter den wildesten Völkern zu Ende des vierten und im Anfang des fünften Jahrhunderts. Es ist zu bedauern, dass uns die Kirchengeschichtsschreiber von seinem Leben so wenig hinterlassen und dieses Wenige noch dadurch entstellt haben, weil sie die Taten zwei verschiedener Bischöfe, die den gleichen Namen führten, miteinander vermengten. Selbst Baronius hat sich dieses Fehlers schuldig gemacht, indem er keinen Unterschied machte zwischen dem Bischof Nicetas von Romatiana, dessen Fest am 22. Juni, und zwischen dem Nicetas, Bischof von Aquileja, dessen Andenken am 7. Januar gefeiert wird. Dieser Letztere hatte sich durch seine Bekehrungen mehrerer heidnischen Völker unendliches Verdienst um die Kirche Gottes erworben. Er war Bischof in Dacien und nachdem er die Götzendiener in seiner Diözese zum wahren Glauben geführt hatte, begab er sich unter die barbarischen Völker, die uns unter dem Namen der Scythen, Geten und Thracier bekannt sind, und predigte ihnen unter den größten Lebensgefahren das Evangelium.

 

Im Jahr 397 machte er eine Wallfahrtsreise nach Rom, um bei den Gräbern der heiligen Martyrern seine Andacht zu verrichten und den päpstlichen Segen zu erhalten. Von da ging er nach Nola zum Grab des heiligen Priesters und Glaubensbekenners Felix. Dann nach Canosa in Apulien und endlich nach Kalabrien. Zuletzt durchzog er ganz Griechenland, Ungarn, Siebenbürgen und alle Länder, die am Schwarzen Meer lagen, und milderte die rohen Sitten dieser Völker und brachte unzählige Heiden zum Glauben an den wahren und einzigen Gott. Im Jahr 401 kam er nochmal nach Rom und von dieser Zeit an mangeln die Nachrichten von seinem übrigen Leben, wie von seinem Tod.