Die heilige Monegundis, Witwe und Äbtissin von Tours, + 2.7.570 – Fest: 2. Juli

 

Die heilige Monegundis, Witwe und Klausnerin zu Tours in Frankreich, geboren zu Chartres, war von ihren Eltern an einen angesehenen Mann verheiratet worden und hatte ihm zwei Töchter geboren. Aber der Tod raubte ihr ihre Kinder und sie überließ sich anfänglich einem übermäßigen Schmerz. Dann zu der Einsicht gekommen, dass wir uns in allem und allezeit dem Willen des Himmels geduldig unterwerfen müssen, glaubte sie, mit ihren Gefühlen Gott beleidigt zu haben und fasste den Entschluss, die Welt zu verlassen. Demzufolge verschloss sie sich in eine Zelle, um da in beständiger Übung des Gebetes und der Buße dem Herrn zu dienen. Eine Matte, auf der sie in der Nacht wenige Stunden ruhte, war ihr einziges Hausgerät, Schwarzbrot und Wasser ihre einzige Nahrung. Später zog sie nach Tours und setzte hier dieselbe Lebensweise fort. Da sich mehrere Frauen ihr beigesellten, entstand allmählich ein Nonnenkloster. Monegundis starb im Jahr 570, nachdem sie lange Zeit ein Muster der vollendetsten Tugend und Heiligkeit gewesen war.