Der heilige Mennas, Soldat und Märtyrer von Phrygien, + 11.11.295 (304) - Fest: 11. November

 

Die Verordnungen des Kaisers Diokletian gegen die Christen wurden im Orient streng vollzogen, als man den heiligen Mennas verhaftete. Er war von Geburt ein Ägypter, und diente in einer römischen Truppenabteilung, die damals ihren Standort zu Cotyäum in Phrygien hatte, an der scytischen Grenze. Nach abgelegten Bekenntnis seines Glaubens wurde er mit Ruten gestrichen und grausam auf die Folter gespannt. Schließlich verdammte man ihn zur Enthauptung. Das Urteil wurde nach der wahrscheinlichsten Meinung um das Jahr 304 vollzogen. Seinen Leib brachte man nach Ägypten. Sein Name war allzeit in den Kirchenkalendern besonders im Orient berühmt, und steht auch im abyssinischen Verzeichnis unter dem 11. November.

 

Es gibt noch einen anderen heiligen Mennas, der unter Maximian in Phrygien litt. Sein Name steht in den Martyrologien des Orients und Okzidents auf den 10. Dezember. Man liest, Justinian habe zu Konstantinopel eine Kirche unter Anrufung des heiligen Mennas erbauen lassen, wohin der Leib des Heiligen von Alexandrien gebracht worden ist. Mancher bezieht diese Quellen auf den heiligen Mennas aus Libyen, mancher aber auf den unter Diokletian gemarterten Krieger.