Der heilige Mappalikus und mehrere andere Märtyrer in Afrika, + 17.4.250 - Fest: 17. April

 

Aus dem IX. Brief des heiligen Cyprianus an die Märtyrer und Bekenner:

 

Im Frühling des Jahres 250, drei Monate nach der von Kaiser Decius angefangenen Verfolgung der Kirche in Afrika, empfingen Mappalikus und mehrere andere Christen die Märtyrerkrone. Der heilige Cyprian, der Bischof von Karthago, erhebt durch seine Lobsprüche die Bescheidenheit und Klugheit unseres Heiligen. Er gibt ihm das Zeugnis, er habe mit der größten Gewissenhaftigkeit die Vorschriften des Evangeliums und die Regeln der Kirchenzucht beobachtet, indem er keinem von denen Versöhnungs- und Ablass-Briefe gab, die ihrem Glauben entsagt hatten, wie es einige andere Bekenner aus sträflicher Nachsicht getan, sondern sich damit begnügte, zu bitten, man möge nur seiner Mutter und Schwester, die in dasselbe Unglück, welches während der Verfolgung so allgemein war, geraten waren, den Frieden gewähren. In der Nacht, vor seinem Todestag versprach er auf Eingebung des Heiligen Geistes in seinem und seiner Gefährten Namen, dem Prokonsul, den einige Fortunatianus nennen, während der Peinigungen, die er erduldete, dass er sich den folgenden Tag an einem neuen Kampf werde ergötzen können, an einem Kampf für den Gott, zu dessen Ehre das Blut zu vergießen ihnen Gewinn und Freude sei. Er hielt auch pünktlich sein gegebenes Wort, oder Gott erfüllte vielmehr an ihm, was er im gottseligen Gefühl seines Glaubens versprochen hatte. Er kämpfte, wie er es vorhergesagt, siegte und erhielt von Gott die Krone der Herrlichkeit als Belohnung seiner Treue und seines Mutes. Er starb unter den Peinen der grausamsten Folter.

 

Unter den anderen Märtyrern, die zu derselben Zeit litten, zeichneten sich besonders aus, der heilige Bassus, der heilige Fortunio, der im Kerker, und der heilige Paulus, der an den Folgen der Folterqualen starb. Mehrere andere starben im Gefängnis des Hungertodes, wozu sie der Kaiser verurteilt hatte. Unter diesen nennt man besonders den heiligen Victorin, den heiligen Victor, den heiligen Herenäus, den heiligen Donatus, den heiligen Firmus, den heiligen Ventus, den heiligen Fructus, Martial und Aristo, die heiligen Fortuna, Credula, Herenäa oder Irene und die heilige Julia. Obgleich uns nur ihre Namen bekannt sind, so müssen wir nicht weniger, als Cyprian, der sie in Kalendern und Katalogen aufnahm, und öffentlich ihr Andenken an ihrem Todestag feierte, uns angelegen sein lassen, diese ehrwürdigen Namen der Nachwelt zu überliefern.

 

Der älteste dieser Kalender in Afrika, den wir noch besitzen, und der aus dem fünften Jahrhundert ist, bezeichnet das Fest des heiligen Mappalikus auf den 19. April. Jedoch nennen ihn die Martyrologienschreiber Europas auf den 17. dieses Monats, den verschiedene Schriftsteller als seinen Todestag angegeben haben. In einigen dieser Martyrologien findet man, außer den schon genannten, noch einige andere Märtyrer, die mit unserem Heiligen gelitten haben, als den heiligen Barucus, Quintus, Victoricus, Januarius, Macorus oder Maconus Gallus, den heiligen Julian, Priester, Miceon, Miginus, Diomedes und den heiligen Philippianus, die kurze Zeit nach den ersten und im Anfang des Jahres den Märtyrertod gelitten hatten. Man findet den Namen des heiligen Mappalikus und einiger seiner Gefährten auch noch auf den 21., 11. Und 25. Februar in den Martyrologien, die unter dem Namen des heiligen Hieronymus bekannt sind, bezeichnet.