Der heilige Landoald, Missionar und Bekenner in Holland, + 19.3.688 – Fest: 19. März

 

Dieser durch Heiligkeit des Lebens und durch hohe Gelehrsamkeit ausgezeichnete Diener Gottes hatte sich nicht nur die Liebe aller Gläubigen in Rom, sondern auch das Vertrauen des heiligen Papstes Martin I. in so hohem Grad erworben, dass er zur Würde eines Erzpriesters der römischen Kirche erhoben wurde. Damals kam der heilige Amandus, Bischof zu Maastricht, nach Rom und bat den obersten Kirchenhirten um Mitarbeiter im Weinberg des Herrn, denn in seinem Bistum befanden sich noch unzählige Götzendiener, zu deren Bekehrung mehrere eifrige und fromme Männer erfordert wurden. Papst Martin bewilligte seine Bitte und gab ihm neben anderen auch den heiligen Landoald und dessen Diakon Amantius zu Gehilfen in dem Bekehrungsgeschäft. Drei Jahre lang wanderte der heilige Amandus in den Dörfern und Flecken seines ihm anvertrauten Sprengels umher und predigte rastlos das Evangelium. Als aber alle seine Mühe vergebens war und seine Predigten wenig fruchteten, wählte er den Landoald zum Verweser seines Bistums und begab sich selbst in entfernte Provinzen, wo er viele Ungläubige für das Christentum gewann. Der heilige Landoald arbeitete unterdessen eifrig und unverdrossen mit seinen Gefährten an der Bekehrung der Götzendiener und hatte in einer Zeit von neun Jahren die segensvollsten Früchte hervorgebracht; denn die Christengemeinde zu Maastricht erhielt täglich neuen Zuwachs und stand in der hoffnungsvollsten Blüte. Deswegen wurde Landoald von seinen Zeitgenossen wie eine himmlische Erscheinung verehrt und die angesehensten Familien übergaben ihm ihre Söhne zur Erziehung, die er durch sein anziehendes Beispiel und mit Sanftmut und Liebe zur Gottseligkeit führte. Besonders zeichnete sich unter seinen Jüngern der heilige Lambertus aus, der in der Folge Bischof von Tongern wurde und sein Leben als Blutzeuge endete. Aus Dankbarkeit für die treffliche Erziehung seines Sohnes schenkte der Vater des heiligen Lambert dem Heiligen das Landgut Wintershoven als Eigentum, wo er dann die prächtige Kirche zum heiligen Petrus erbaute, in der er und sein geliebter Diakon Amantius beerdigt wurden.

 

Der heilige Landoald starb um das Ende des 7. Jahrhunderts und bei seinem Grab geschahen so viele Wunder, dass seine Reliquien schließlich aus dem Grab erhoben und der öffentlichen Verehrung der Gläubigen zu Gent in der Klosterkirche des heiligen Bavo ausgesetzt wurden.