Der heilige Jltut (Elchut, Eltut), Abt und Bekenner in der Bretagne, + 6. Jahrhundert - Fest: 6. November

 

Jltut oder Elchut, der aus einer edlen Familie abstammte, wurde in der Grafschaft Glamorgan geboren. Er diente einige Zeit im Krieg unter König Arthur, dessen Verwandter er war, und erwarb sich durch seine Tapferkeit einen hohen Ruf. Er verließ ihn jedoch wieder, da ihm der heilige Cadok, der Abt von Llan-carvan (drei Meilen von Cambridge entfernt, in der Grafschaft Glamorgan), der zuerst Schüler des heiligen German, dann des Dubricius, der später Bischof von Llandaff war, eine gottselige Verachtung der Welt und die Liebe zur wahren Weisheit einflößte. Nach erhaltener Tonsur brachte er einige Zeit unter Cadoks Leitung zu, und erwarb sich große Kenntnisse in den theologischen Wissenschaften. In der Folge stiftete er, nicht weit von Llan-carvan, am Meer ein Kloster, das durch seine Schule berühmt wurde, und den Namen Llan-Iltut oder Llan-twit annahm. Unter seinen Schülern zählte man den heiligen David, den heiligen Samson, den heiligen Maglorius, den heiligen Gildas, und mehrere andere Heilige, wovon einige zur bischöflichen Würde erhoben wurden. Mit dem Nachtwachen, dem Fasten und dem Gebet verband Iltut die Handarbeit. Zuletzt übergab er die Leitung seiner Schule einem seiner Jünger, namens Jsham, um ungehinderter seiner Neigung zur Einsamkeit folgen zu können. Er lebte sodann drei Jahre unter den strengsten Bußübungen in gänzlicher Zurückgezogenheit. Einige Zeit vor seinem Tod ging er in die Bretagne, um seine Schulen und Freunde zu besuchen; zu Dol wurde er vom Herrn in die himmlische Welt gerufen. Sein Tod fällt ins 6. Jahrhundert. Er ist noch Titularpatron einer Kirche in der Grafschaft Glamorgan, die er einst selbst gegründet hatte. Bale und Pitz erwähnen zweier Doktrinalbriefe, die er geschrieben habe, aber die meisten Werke der alten britischen Lehrer sind durch die Länge der Zeit nicht erhalten geblieben.