Der heilige Gereon und seine Gefährten, Märtyrer von Köln (Thebaische Legion), + 10.10.286 – Fest: 10. Oktober

 

Zu der thebaischen Legion, die mit ihren Anführern Mauritius, Exsuperius und Candidus in den agaunischen Engpässen an der Rhone den Martertod um Christi willen erlitt, gehörten noch einzelne Abteilungen, die in niederrheinischen Städten standen. Nach dem Martertod des Mauritius und seiner Gefährten sandte der grausame Kaiser Maximian den blutdürstigen Rictius Varus nach Trier, um auch dort die Christen, insbesondere zwei Kohorten der thebaischen Legion unter Tyrsus und Bonifacius, zu verfolgen. Er ließ am 4. Oktober die thebaischen Soldaten, an den zwei folgenden Tagen den Konsul Palmatius, mehrere Senatoren und viele christliche Bürger um ihres Glaubens willen hinrichten. Der heilige Bischof Felix von Trier ließ ihre heiligen Leiber gegen Ende des 4. Jahrhunderts in die Paulinuskirche übertragen, wo sie im Jahr 1071 aufgefunden wurden.

 

Cassius, Florentius und mehrere andere Soldaten der thebaischen Legion wurden bei Bonn gemartert, wo jetzt die sogenannte Marterkapelle steht, der heilige Viktor und seine Gefährten in Xanten.

 

Der heilige Gereon mit seinen 318 Gefährten erlitt den Martertod zu Köln am 10. Oktober. Die heilige Kaiserin Helena erbaute zu Ehren dieser Märtyrer eine schöne Basilika, die wegen ihrer reichen Vergoldungen „zu den goldenen Heiligen“ genannt wurde. Später wurde sie Stiftskirche, und ist gegenwärtig eine der Pfarrkirchen von Köln. Im Jahr 1121 wünschte der heilige Norbert Reliquien von diesen Heiligen. In Gegenwart des Abtes Rudolf von St. Pantaleon wurden einige Sarkophage in der Gereonskirche geöffnet und man fand die heiligen Leiber in ihren purpurnen Soldatenmänteln mit einem Kreuz auf der Brust nebst blutbespritztem Rasen, auf dem sie ihr Leben ausgehaucht hatten. Der Zisterzienser Heliand hat das Leben des heiligen Gereon in einer Rede ausführlicher beschrieben. Sein Fest wird am 10. Oktober gefeiert.

 

Bald nach dem Tod des heiligen Gereon wurden in Köln noch 360 Soldaten aus Mauretanien (Mauri), deren Anführer Gregor oder Georg hieß, um ihres Glaubens willen gemartert, in derselben Kirche beigesetzt, und später vom heiligen Erzbischof Anno erhoben. Ihr Fest wird am 15. Oktober gefeiert.