Die heiligen Flora und Maria, Jungfrauen und Märtyrinnen von Cordoba, Spanien, + 24.11.851 - Fest: 24. November

 Flora, aus der Ehe einer christlichen Mutter mit einem muhamedanischen Vater geboren, nahm heimlich die wahre Religion an und wurde deshalb von ihrem eigenen Bruder beim Kadi (Richter) angezeigt, der sie unbarmherzig schlagen ließ. Nach dieser Misshandlung gab man sie ihrem Bruder zurück, damit er sie nötige, dem Christentum zu entsagen. Es gelang ihr aber zu entweichen und sich zu einer Schwester in Ossaria zu flüchten. Einige Zeit darauf kam sie jedoch wieder nach Cordoba zurück, wo sie öffentlich zum Gebet die Kirche des heiligen Märtyrers Acisclus besuchte. Dort traf sie eine Benediktinernonne, namens Maria, die Schwester des Diakons und Mönches Walabonsus, dessen als Märtyrer am 7. Juni gedacht wird. Die zwei Jungfrauen voll des Eifers für den Glauben kamen überein, sich selbst anzuzeigen und vor den Kadi zu stellen. Dieser schloss sie nun in ein dunkles Loch ein, in dem man Frauen schändlichen Wandels festzuhalten pflegte. Der heilige Eulogius, der dazumal ebenfalls im Kerker lag, schickte ihnen seine „Ermahnung zum Martertum“. Später vom Kadi einem neuen Verhör unterworfen wurden sie zum Tod verurteilt und am 24. November 851 enthauptet.